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Sind aller guten Dinge drei?

Beim letzten Duell in der Fußballakademie, am 9. November 2014, durften die Amas einen 3:0-Sieg bejubeln ...

Premiere ohne Gegentreffer geglückt

Zu einer Premiere kam es am vergangenen Wochenende beim SV BauWelt Koch Mattersburg und wohl auch darüber hinaus, denn das gab es vermutlich erst ziemlich selten, dass ein Trainer bei zwei verschiedenen Mannschaften als Verantwortlicher an der Seitenlinie stand und diese coachte. So geschehen eben in der Vorwoche, wo SVM-Urgestein Markus Schmidt nicht nur seine Schützlinge der Amateurmannschaft betreute, sondern interimistisch auch die Profitruppe.

Dies konnte für den Ex-Profi an der Seitenlinie auch als durchaus gelungen bilanziert werden, denn am Ende gab es aus diesen zwei Pflichtspielen keinen Gegentreffer zu vermelden, ein Sieg und ein torloses Remis waren die Ausbeute. Denn während die Profimannschaft am Sonntag in der Südstadt, trotz guter Chancen, ein 0:0 einfuhren, konnte zwei Tage zuvor unsere Amas einen am Ende klaren 3:0-Heimsieg gegen den FC Stadlau einfahren.

Duell auf Augenhöhe

Mit dem 2:0-Heimerfolg gegen den Titelfavoriten FC Mauerwerk waren die SVM Amateure endgültig in der Regionalliga Ost angekommen, umso mehr freuten sich alle eine Woche später über den nächsten Heimdreier. „Wir wollten unbedingt nachlegen und das ist uns zum Glück auch gelungen“, freute sich Markus Schmidt über den zweiten Zu Null – Sieg in Folge, doch „der war gar nicht so einfach, wie das Resultat vielleicht erahnen lässt.“

Damit lag der zweifache Meistercoach keineswegs falsch, denn obwohl unsere Youngsters gut in dieses Heimspiel starteten, entwickelte sich im weiteren Verlauf des ersten Durchganges vielmehr ein Duell auf Augenhöhe. „Die Stadlauer warfen alles hinein und stellten die Spielanlage um, versuchten mit langen Bälle zu operieren und in Folge jene zweiten Bälle zu gewinnen“, analysierte Schmidt.

Körperliche Vorzüge als Trumpf

Der wiederum aber auch mit der Vorstellung seiner eigenen Schützlinge mehr als zufrieden sein konnte. „Wir haben jedoch auch sehr gut dagegen gehalten, was aber auch unsere Pflicht war. Im Endeffekt machten wir es äußerst gut, ließen eigentlich nichts von den Wienern zu. Wobei man auch erwähnen muss, dass unser Offensivspiel auch nicht so wirklich auf Touren kam, eher Stückwerk war, womit wir keine Chancen vorfanden“, resümierte der Amas-Coach den Auftritt im ersten Durchgang.

In der Halbzeitpause wurde dies von ihm ganz klar angesprochen und die Umsetzung konnte sich danach durchaus sehen lassen. „Ich habe die Jungs aufgemuntert, schließlich war ja nichts passiert und wir immer noch voll im Geschäft. Nach der Pause wollten wir unsere körperlichen Vorzüge besser ausspielen, was uns auch gleich mit dem Wiederbeginn äußerst gut gelang“, schilderte der Coach über seine Pausenansprache.

Leichtigkeit durch rasche Führung

Die trug dann auch bereits früh Früchte, schließlich gelang den SVM Amateuren nur wenige Augeblicke nach Seitenwechsel bereits der Führungstreffer und der war fast eine Kopie jenes Treffers gegen Mauerwerk eine Woche zuvor. „Wieder war es eine tolle Flanke von rechts, die Luka Pisacic in der Mitte sensationell per Kopf verwertete“, freute sich der Coach an der Seitenlinie mit.

Diese rasche Führung war es auch, die die Amas in diesem Spiel zusätzlich beflügelte, denn „danach hatten wir die nötige Sicherheit und auch Leichtigkeit im Spiel nach vorne, was letztlich auch den Ausschlag gegeben hatte.“ Die Schmidt-Schützlinge hatten nämlich alles im Griff und legten, nach einer herrlichen Einzelaktion mit ebenso schönem Abschluss, durch Pisacic einen weiteren Treffer nach.

Durststrecke beendet

Damit bogen unsere Amas nämlich endgültig auf die Siegerstraße ein, denn aus Sicht ihres Coaches verhielten sich seine Schützlinge danach äußerst clever. „Wir hatten uns ein wenig zurückgezogen und ließen die Stadlauer kommen“, sah der Amas-Trainer eine schlau agierende Truppe, die aber „bei Ballgewinnen versuchte schnell umzuschalten und weiter nachzulegen.“

Ein Treffer sollte noch fallen und der freute Markus Schmidt ganz besonders. „Barnabas Varga konnte endlich seinen ersten Treffer in dieser Liga erzielen und mit diesem seine Durststrecke beenden, was für einen Stürmer immer wichtig ist.“ Am Ende war es aus seiner Sicht aufgrund der zweiten Spielhälfte ein in dieser Höhe auch verdienter Sieg, der jedoch hart erkämpft werden musste.

... das wollen die Amas auch, wie schon zuletzt, am Liebsten ebenfalls wieder tun.

Überraschungsmannschaft zu Gast

Ähnlich wird es auf am kommenden Freitag (19.00 Uhr) sein, wenn die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure ihr nächstes Heimspiel absolvieren, aufgrund des Platztausches von Stadlau nun schon das dritte in Folge. Dieses Mal gastiert mit dem Wiener Sport-Club ein echter Traditionsklub auf dem Gelände der Fußballakademie, der durch seine tollen Fans für eine gute Stimmung sorgen wird und noch dazu gut in die Saison gestartet war.

„Für mich ist das nach diesen vier Runden schon eine kleine Überraschung, denn in den Vorjahren hatten die Dornbacher in der Liga schon ordentlich zu kämpfen. Nun hatten sie einige Veränderungen im Kader, welche sich gleich positiv auf die Performance der Mannschaft auswirkten. Nicht umsonst sind sie vorne in der Tabelle zu finden“, warnt der Coach vor den Wienern.

Fokus auf der eigenen Leistung

Markus Schmidt konnte sich nämlich in den bisherigen Spielrunden schon ein gutes Bild vom kommenden Gegner machen. „Das ist eine sehr gute, weil eben auch spielfreudige, Mannschaft, die vor allem durch ihre vielen Distanztreffer für einige Furore gesorgt hatte. Da heißt es auf der Hut sein, um die zu verhindern“, fand der Amas-Trainer durchwegs lobende Worte.

Doch ohne überheblich sein liegt Schmidts Fokus in erster Linie auf der eigenen Leistung. „Wir wollen zunächst einmal unser eigenes Spiel durchziehen, sprich mit hoher Laufbereitschaft und der entsprechenden Aggressivität im Spiel gegen den Ball punkten. Das kann unser Plus sein und soll uns auch im dritten Heimspiel ermöglichen ungeschlagen zu bleiben, vielleicht sogar mit dem dritten Heimdreier in Folge“, wünscht sich der Ex-Profi.

„Wissen, um was es geht“

Aber nicht nur er, auch seine Schützlinge wollen alles, nur nicht überheblich ans Werk gehen, denn „das bekommen sie von mir immer wieder zu hören. Wir müssen stets am Boden bleiben und jene Leichtigkeit nach vorne der letzten Spiele mitnehmen, denn das hat sehr gut funktioniert“, kam der Mann an der Seitenlinie in den Gedanken an die vorherigen Spiele immer wieder ins Schwärmen.

Eines darf auf alle Fälle nicht vergessen werden, nämlich „die Grund-Tugenden auf den Platz zu bringen. Die bekommt jedes Team von ihrem Trainer mit auf den Weg und wenn du da nicht versuchst dagegen zu halten, dann wird es immer schwieriger sein, Fußballspiele zu gewinnen“, erläuterte Schmidt, der sich jedoch bei seinen Schützlingen diesbezüglich keine großen Sorgen macht, denn „die wissen ganz genau, um was es geht.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - Wiener Sport-Club
5. Runde der Regionalliga Ost
Freitag, 31.08.2018, 19.00 Uhr – Fußballakademie Burgenland
Ref: Erik Karner
Ass: Manfred Pischl, Goran Knezevic

(29.08.2018)zurück >