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Die Leistung soll bestätigt werden

Nach dem überzeugenden Heimerfolg gegen Titelaspirant FC Mauerwerk ...

In der Liga angekommen

Nach dem 0:5 in Ebreichsdorf schlichen die Spieler der SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure schon mit hängenden Köpfen vom Platz, schließlich war das dort eine herbe Klatsche, die auch eine gewisse Enttäuschung hervorrief, obwohl die Niederlage durchaus zu hoch ausgefallen war. Hingegen das erste Heimspiel am vergangenen Wochenende zauberte wieder ein Lächeln in die Gesichter der Akteure.

Schließlich gastierte mit dem FC Mauerwerk ein weiterer großer Titelfavorit in der Fußballakademie und gegen die Wiener konnten unsere Burschen am Ende einen überzeugenden 2:0-Heimsieg feiern, der die Amas nun endgültig in der Regionalliga Ost ankommen ließ. „Genau das habe ich den Jungs gleich danach in der Kabine gesagt. Mit diesem sehr guten Spiel und verdienten Sieg sind wir in der Liga angekommen“, freute sich Trainer Markus Schmidt, dessen Aufgabe es jedoch auch ist, ein wenig auf die Euphoriebremse zu treten.

Leistung bestätigen

„Wir dürfen nun auf keinen Fall den Fehler machen, uns auf diesem Sieg auszuruhen oder gegebenenfalls sogar Anzeichen von Überheblichkeit zuzulassen“, warnt der Trainer inständig, schließlich „geht es jetzt gegen Gegner auf Augenhöhe, da gilt es das Gezeigte gegen Mauerwerk zu bestätigen und erneut auf den Platz zu bringen.“ Was den Coach auf alle Fälle freute, war die Tatsache, dass seine Schützlinge aus dem Auftritt in Ebreichsdorf gelernt hatten.

„Die Jungs sind intelligent genug, das habe ich schon vor der Mauerwerk-Partie angekündigt und das konnte man deutlich sehen. Denn wir haben aus jenen Fehlern in Ebreichsdorf gelernt, waren nun klar besser und hatten auch in gewissen Situationen das nötige Glück auf unserer Seite“, analysierte der Coach nüchtern und ergänzte, dass „wir eben auch alles dafür getan haben.“

“Zu oft unorganisiert“

Denn auch wenn die Niederlage in Ebreichsdorf zu hoch ausfiel, es waren durchaus einige individuelle Fehler dabei, die es dem Favoriten leichter als gewollt machten. „Dieses Match wurde eingehend analysiert und genau unter die Lupe genommen. Uns war klar, dass wir zu viele Gegentore aus Standardsituationen kassierten. Doch uns ging es vor allem auch darum, wie diese entstanden sind und warum wir bei Ballverlusten zu oft unorganisiert waren.“

Dies haben sich die SVM Amateure dann genauer angesehen und die Fortschritte konnten schon im ersten Heimspiel abgelesen werden. „Wir waren sowohl bei den defensiven als auch offensiven Standardsituationen viel besser, weil wir eben viel aktiver ans Werk gingen“, schilderte ein zufriedener Amas-Coach, denn seine Schützlinge präsentierten sich gegen einen Titelaspiranten sehr lernwillig und auch mental stark.

Bärenstarke Amas

„Man darf auf keinen Fall vergessen, dass der FC Mauerwerk vor allem im Spiel nach vorne enorm viel Qualität hat und sicherlich am Ende der Saison ganz vorne dabei sein wird, da brauchen wir gar nicht viel darüber diskutieren. Doch genau darum muss ich meiner Mannschaft ein großes Lob zollen, wie sie gegen als auch mit dem Ball genau das umsetzte, was wir zuvor besprochen hatten, und so zum Erfolg kam“, erläuterte ein stolzer Markus Schmidt.

Denn im Spiel nach vorne präsentierten sich seine Schützlinge bärenstark. „Bei Ballgewinn konnten wir im Umschaltspiel zielstrebig nach vorne agieren und so zu Chancen kommen. Zwar wollte uns vor der Pause noch kein Treffer gelingen, doch dies holten wir nach dem Seitenwechsel hochverdient und noch dazu eindrucksvoll nach“, freute den Amas-Coach auch die Art und Weise der erzielten Treffer.

Einstudierte Treffer

Der Führungstreffer ließ das Herz des Ex-Profis höher schlagen, denn „das war eine mustergültige Aktion von uns. Wie besprochen brachten wir den Ball schnell hinter die gegnerische Abwehr, wo Barnabas Varga die Kugel sicherte, anschließend auf Amar Helic ablegte und der servierte Luka Pisacic per Maßflanke das runde Leder ideal, sodass dieser maßgenau abschließen konnte.“

Aber nicht nur dieser Treffer aus dem laufenden Spiel, auch jener nach einer Standardsituation war irgendwie Balsam auf der Seele. „Nach dem Spiel in Ebreichsdorf auf alle Fälle, wir waren schon in Halbzeit eins durch Michael Steinwender ganz knapp dran, doch mit dem 2:0 kam auch viel mehr Ruhe ins Team“, das anschließend bis auf einen eher ungerechtfertigten Freistoss, der an die Latte ging, nichts mehr zuließ.

... blickt Trainer Markus Schmidt auch dem Heimspiel gegen FC Stadlau optimistisch entgegen.

Warnendes Beispiel

Somit stehen für die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure nach drei absolvierten Partien in der Regionalliga Ost vier Punkte auf dem Konto, was durchaus für einen respektablen Saisonauftakt spricht. Doch daran möchte Trainer Markus Schmidt gar nicht denken, denn sein Fokus richtet sich vielmehr auf die kommenden Aufgaben und „da heißt es den richtigen Zugang zu finden.“

Vor allem eine gewisse Überheblichkeit nach dem eindrucksvollen Heimsieg gegen einen Titelaspiranten möchte der Amas-Coach auf gar keinen Fall erkennen. „Mauerwerk war uns da hoffentlich ein warnendes Beispiel, denn da hat man durchaus gesehen, was ein wenig zu viel Selbstsicherheit auslösen kann. Wenn man zu Beginn einer Partie nicht voll dabei ist, findet man einfach sehr schwer wieder ins Spiel zurück.“

Unscheinbare Mannschaft

Im zweiten Heimspiel am Freitag (19.00 Uhr) gegen den FC Stadlau soll dies auf keinen Fall passieren, denn da wartet wieder eine schwierige Aufgabe auf unsere Youngsters. „Stadlau ist eine unscheinbare Mannschaft. Gegen die kannst du sicherlich gewinnen, doch dazu bedarf es von Beginn weg bis zum Abpfiff einer druckvollen Darbietung unsererseits mit dem einen oder anderen Treffer garniert“, gibt Schmidt die Marschroute vor.

Die Begründung dafür ist aus seiner Sicht recht simpel, denn „solange es auf Messers Schneide steht, ist es gegen solch eine Mannschaft immer gefährlich, denn die kann stets zurückkommen. Da bedarf es einer ähnlichen Spielgestaltung wie zuletzt gegen Mauerwerk und das von der ersten bis zur 90. Spielminute“, kennt der Amas-Trainer den kommenden Gegner ziemlich gut.

Man kennt sich gut

Dies ist auch keine große Überraschung, liegt doch das letzte Duell nicht allzu lange zurück. Am Spieltag werden es exakt sechs Wochen sein, denn da trafen sich beide Teams in der Vorbereitung zu einem Test, der am Ende mit einem torreichen Remis endete, nämlich einem 3:3. Einen großen Unterschied gibt es allerdings zum Kräftevergleich in der Testspielphase.

„Nun geht es um Punkte, doch ich denke, dass sich an den Spielanlagen beider Mannschaften nicht allzu viel verändern wird“, hat sich Markus Schmidt schon einen Plan zu Recht gelegt. „Wir könnten ihnen mit unserem Pressing in deren eigener Hälfte den einen oder anderen Ball abluchsen und dann zielstrebig nach vorne agieren, um Chancen zu kreieren. Ihre Qualität im Spiel nach vorne darf dabei aber nicht außer Acht gelassen werden, also heißt es bei Ballverlust so rasch ins Gegenpressing zu kommen wie zuletzt gegen Mauerwerk.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - FC Stadlau
4. Runde der Regionalliga Ost
Freitag, 24.08.2018, 19.00 Uhr – Fußballakademie Burgenland
Ref: Matthias Wilfried Lenz
Ass: Herbert Steininger, Mehmet Günes

(22.08.2018)zurück >