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Mehr Tempo und Zielstrebigkeit gefragt

Nach dem Auftakt-Remis in Leobendorf wartet im zweiten Auswärtsspiel in Folge ein echter Gradmesser.

Anspannung vor dem Auftakt

Nach drei Jahren in der BVZ Burgenlandliga kehrten die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure am vergangenen Freitag mit dem Gastspiel beim SV Leobendorf wieder in die Regionalliga Ost zurück. Beim Duell mit dem Mitaufsteiger aus Niederösterreich begannen unsere Burschen ziemlich stark und das obwohl die Anspannung vor dem Comebackspiel deutlich sichtbar war.

„Einigen Spielern war die schon ins Gesicht geschrieben“, bestätigte Trainer Markus Schmidt, der jedoch einen guten Auftritt seiner Truppe in den ersten Minuten sah, wo zunächst nur die klaren Torchancen fehlten. „Wir verloren im Angriffsdrittel zu viele Bälle leichtfertig und konnten deshalb unsere Überlegenheit nicht in Chancen umwandeln“, dennoch gingen die Amas verdient in Führung.

Sehenswerter Führungstreffer

„Das war ein gelungener Gegenstoß unserer Mannschaft mit einem sehenswerten Abschluss“, lobte der Amas-Coach den richtigen Strich von Luka Pisacic aus spitzem Winkel in die rechte Kreuzecke. In weiterer Folge hatte es den Anschein, als würde die Partie einseitig werden, doch ein einziger Angriff der Hausherren ließ das Pendel wieder in seine Ausgangsposition zurückkehren.

Die Leobendorfer setzten sich nämlich auf der linken Seite gut durch und verwerteten ihren ersten Torschuss gleich zum Ausgleichstreffer. „Zunächst dachte ich, dass Luca Pichler schlecht positioniert war, doch in der Videoanalyse konnte man deutlich erkennen, dass die Hereingabe noch leicht abgefälscht war und deshalb über ihn hinweg flog“, gab es keine große Schuldzuweisung des Coaches.

Mit Ausgleich den Faden etwas verloren

Der musste dennoch nach dem 1:1 mit ansehen, welche Auswirkungen dieser Ausgleich auf das Spiel hatte. „Der hat uns richtig weh getan, denn die Niederösterreicher sind danach aufgekommen und wir waren eher bemüht, defensiv gut zu arbeiten. Obwohl man klar anmerken muss, dass es kein Dauerdruck der Leobendorfer war. Allerdings erzeugten sie mit ihren langen Bälle zwischen unsere Abwehr und Mittelfeld, wohin sich ihre Stürmer immer fallen ließen, dennoch Gefahr, auch wenn nichts Zwingendes dabei war“, analysierte Schmidt.

Nach dem Seitenwechsel war es dann sogar ein richtig offener Schlagabtausch, denn „es ging immer wieder hin und her, mit etwas aktiveren Gastgebern.“ Die erste Möglichkeit hatten jedoch unsere Kicker in Form eines knapp am Tor vorbei gegangenen Pisacic-Schusses. „Da war er wohl überrascht, dass die Kugel zu ihm durchkam, denn er schloss zu überhastet ab“, erinnerte sich der Amas-Coach.

Heiße Schlussphase

Bis auf eine brenzlige Situation, wo Leobendorf-Kapitän Mario Konrad im Eins gegen Eins – Duell mit Amas-Schlussmann Manuel Salaba den Kürzeren zog, war nichts Nennenswertes zunächst dabei. Auch ein gefühlvoller Heber von Christoph Halper ging nur knapp am langen Eck vorbei. Richtig turbulent wurde es aber erst in der Schlussphase.

Eine Stanradsituation, bei der die Hausherren knapp über den Kasten köpften, eröffnete diese spannende Endphase im Spiel. „Da war er wohl etwas überrascht, dass er so frei an die Kugel kam“, störte es Markus Schmidt keineswegs, doch kurz danach musste er sogar kurz den Atem anhalten, denn Amar Helic entschärfte eine äußerst brenzlige Situation. „Dieser Kopfball, der auf der Linie gerettet wurde, war wohl der Matchball für die Leobendorfer“, dachte nicht nur der Amas-Coach, schließlich war es bereits die 90. Minute.

Komisches Gefühl nach dem Auftakt

Seine Schützlinge hätten danach auch noch alles klar machen und die drei Punkte eintüten können. „Der Varga-Kopfball war ebenso sensationell wie auch die Parade danach“, gab Schmidt zu Protokoll, der es nur schade fand, dass der Pichler-Nachschuss gerade noch geblockt werden konnte. Bei der allerletzten Möglichkeit wäre aus seiner Sicht mehr drinnen gewesen. „Das hätte der Lucky Punch sein können, als Barnabas Varga per Kopf ablegte, doch anstatt die Kugel rein zu machen, kam beim Schuss von Michael Steinwender nur ein Edelroller heraus. Da wäre es mir lieber gewesen, er hätte ihn mit voller Wucht drüber gejagt.“

So blieb es eben beim 1:1 im Comeback-Spiel, das aber nur schwer einzuschätzen ist. „Nach dem Abpfiff war es schon ein ziemlich komisches Gefühl in der Kabine. Auf der einen Seite waren wir enttäuscht über den verpassten Sieg und andererseits wollten wir unbedingt anschreiben, was auch gelungen war. Dennoch wissen wir nicht, was der Punkt wert ist, sprich wo wir stehen und wie stark der Gegner war“, schilderte der Trainer die Gefühlswelt unmittelbar nach dem Match.

Gastspiel beim Meistertipp

Das Thema Standortbestimmung wird sich erst in den nächsten Wochen auflösen, denn da warten richtige Gradmesser auf unsere SVM Amateure. Den Auftakt dazu macht im zweiten Saisonspiel bereits das zweite (!!) Auswärtsspiel und da müssen die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure am Freitag (19.30 Uhr) bei einem der Meisterschaftsfavoriten, nämlich dem ASK Ebreichsdorf, ran.

Der Vizemeister der letzten Saison startete auch in diesem Jahr wieder gut in das neue Spieljahr. Nach einem eher unglücklichen Ausscheiden in der ersten Runde im UNIQA ÖFB Cup gegen Zweitliga-Aufsteiger SK Vorwärts Steyr konnten die Ebreichsdorfer jedoch in der Liga einen gelungenen Auftakt feiern, schließlich gelang beim Auswärtsspiel in Mannsdorf ein klarer 3:0-Sieg.

Leidenschaft und Laufbereitschaft als Grundlage

„Das ist eine kompakte und vor allem routinierte Mannschaft, nicht umsonst habe ich sie im Meisterrennen ganz oben auf der Rechnung“, versicherte Markus Schmidt, der dies auch mit schlagkräftigen Argumenten untermauern kann. „Sie spielen einen einfachen und geradlinigen Fußball und das macht sie vor allem in der Offensive sehr stark“, konnte sich Schmidt schon ein Bild vom kommenden Gegner machen.

In der Defensive sind sie aus seiner Sicht jedoch anfällig, denn „da wirken sie eher unbeweglich.“ Doch dies heißt es eben erst einmal auszunutzen und genau das wollen die Amas auch tun. „Wir wissen selber, dass wir noch Luft nach oben haben. Vor allem im Spiel nach vorne waren gegen Leobendorf zu viele technische Fehler dabei, das können wir besser. Da hat dem einen oder anderen die Leichtigkeit gefehlt, durch zusätzliche Nervosität waren vielleicht auch die Füße schwer und dann klappt nicht alles nach Wunsch“, erläuterte der Ex-Profi.

Zwei wichtige Aspekte strich der Amas-Coach dennoch heraus, die auch beim Auftakt nicht fehlten und nun wieder essentiell sind. „Leidenschaft und Laufbereitschaft waren zweifelsohne vorhanden und genau das brauchen wir nun auch in Ebreichsdorf. Wenn wir noch dazu mehr Tempo und Zielstrebigkeit in unsere Angriffe bekommen, dann können wir dem Favoriten richtig wehtun und genau das ist unser Ziel.“




ASK Ebreichsdorf - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
2. Runde der Regionalliga Ost
Freitag, 10.08.2018, 19.30 Uhr – Sportzentrum Ebreichsdorf
Ref: Dietmar Vojtek
Ass: Markus Beier, Bernd Steiner

(08.08.2018)zurück >