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Aufsteiger-Duell zum Auftakt

Luka Pisacic und Kollegen sind bereit für den Regionalliga-Auftakt

Auch bei unseren Amas ist die Vorbereitung zu Ende, in mehreren Wochen absolvierten unsere Burschen etliche Trainingseinheiten sowie acht Testspiele gegen nationale sowie internationale Gegner und starten am kommenden Freitag (18.00 Uhr) mit dem Auswärtsspiel in Leobendorf in die Comeback-Saison in der Regionalliga Ost. Trainer Markus Schmidt nahm sich die Zeit, die zurückliegenden Wochen zu analysieren und einen Ausblick auf den anstehenden Saisonstart zu geben.


Markus Schmidt, knapp zwei Monate spielfreie Zeit sind vorbei. Ist man da schon froh, dass es wieder los geht?

„Auf alle Fälle, das geht aber sicherlich einem Jeden so. Je länger eine Vorbereitungsphase dauert, desto größer wird die Vorfreude auf den Saisonstart, wenn du endlich wieder im Meisterschaftsrhythmus bist.“

Wurden in der Vorbereitung gewisse Schwerpunkte gesetzt?

„Mir war in erster Linie sehr wichtig, dass wir im körperlichen Bereich gut arbeiten. An unserer Spielanlage wird sich auch in der Regionalliga nicht viel ändern und die ist nun einmal laufintensiv, von daher brauchen wir eine optimale Grundlage. Auch im Spielsystem wollen wir weiterhin flexibel sein, schon im letzten Jahr variierten wir zwischen Dreier- und Viererkette und diese taktischen Mittel wollten wir noch verbessern.“


Neben den zahlreichen Trainingseinheiten gab es auch eine Teambuilding-Maßnahme?

„Wir waren im Klettergarten in Lutzmannsburg, dort lag das Augenmerk in erster Linie einmal darauf Spaß zu haben. Es ging darum, nicht nur ständig an Fußball zu denken, sondern auch einmal eine Auszeit davon zu nehmen und in gemeinsamen Aufgaben wurde zusätzlich die Gruppendynamik gefördert. Es war auf alle Fälle eine sehr gute Erfahrung für alle in der Mannschaft.“

Im Sommer gab es nicht wirklich viele Veränderungen im Kader?

„Wir wollten unserer jungen Mannschaft auch eine Spielklasse höher das Vertrauen schenken und hielten sie, bis auf den Abgang von Piotr Pawlowski, auch zusammen, ergänzten sie nur mit weiteren jungen Spielern. Mit Lucca Klee, Sebastian Pojer und Manuel Haring kamen drei talentierte Akademie-Spieler sowie Rückkehrer David Thumberger zum Kader hinzu. Aufgrund der wenigen Veränderungen mussten wir auch nicht viele neue Charaktere integrieren.“


Wie waren die Vorbereitungsspiele aus Sicht des Trainers?

„Zu Beginn waren die Partien noch eher durchwachsen, da bekamen wir auch viele Gegentore. Das lag vielleicht auch an der hohen Intensität im Training, ein Großteil der Spieler wirkte schon ziemlich müde. Das soll aber meiner Meinung nach in der Vorbereitungsphase auch so sein. Spätestens mit dem Mitropacup konnte man schon erkennen, dass wir auf einem guten Weg sind. Da gab es zwei überzeugende Partien, die auch gewonnen werden konnten.“

Helfen da Partien gegen internationale Gegner mehr?

„Von der Testqualität passt es für uns besser sich mit gleichwertigen oder sogar höherwertigen ausländischen Vereinen zu messen. Mit den Saudis zum Abschluss hatten wir schon ein richtiges Kaliber als Gegner, wo auch unsere Profis nicht im Vorbeigehen so leicht gegen diese Topmannschaft bestanden hätten, die wären ziemlich auf Augenhöhe gewesen.“


Diese Partie war sicherlich das Highlight der Vorbereitung, oder?

„Man hat auf alle Fälle gesehen, dass wir läuferisch top und auch defensiv gut organisiert sind gegen einen spielstarken Gegner. Wir haben nämlich nicht viel zugelassen, die zwei Gegentreffer entstanden durch individuelle Fehler, die es den Saudis jedoch viel zu leicht gemacht hatten. Die müssen wir noch einmal gut analysieren und abstellen. Trotz allem haben wir noch Luft nach oben, vor allem was die spielerische Qualität nach vorne betrifft.

Da müssen wir im Spielaufbau, aber auch bei Balleroberungen, viel passsicherer werden und schneller die Tiefe suchen. Das sagt sich jetzt zwar leicht, wenn man viel gegen den Ball arbeiten muss, dann ist das schon sehr intensiv und fehlt eben die nötige Power, um auch noch nach vorne aktiv werden zu können. In solch einem Fall spielt dann die Überwindung eine große Rolle, damit man solche Situationen auch noch ausnutzt.“

Nach der Pause war es dann aber schon ziemlich ansehnlich?

„Zweite Halbzeit war dann auch mehr Leichtigkeit drinnen. Wir waren mutiger, haben uns mehr zugetraut. Alleine Luka Pisacic war ein ständiger Unruheherd in der Hintermannschaft der Saudis. Dadurch konnten wir viele Bälle sichern und nachrücken, was zur Folge hatte, dass viele unserer Spieler um den Ball postiert waren. Schade war nur, dass uns der Ausgleich nicht mehr gelingen konnte, denn es war viel mehr drinnen. Mit den Wechseln des Gegners waren wir sicherlich in der Schlussphase sogar einen Tick besser als die Araber.“


Nun geht es in der Regionalliga Ost in Leobendorf los, wie konnte man sich mit dem Auftaktgegner bereits beschäftigen?

„Ich habe mir ihren ersten Auftritt im UNIQA ÖFB-Cup gegen den SV Neuberg angesehen. Sie haben eine individuelle Qualität in ihren Reihen, aber wir brauchen auf keinen Fall vor Ehrfurcht erstarren. Ich glaube schon, wenn wir das Tempo dort hochhalten können, dann haben wir durchwegs eine gute Chance etwas mitzunehmen.

Unsere Tugenden sind die Grundlage für den Erfolg, das wird allerdings beim Gegner nicht anders sein. Sie haben noch dazu viele Zuschauer bei ihren Spielen, da kann man dann schon von einem Heimvorteil reden. Den müssen wir allerdings versuchen auszublenden, der Fokus gilt allein unserer eigenen Leistung. Es ist viel möglich, aber jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden.“

Die Auslosung ist schon ziemlich ungewöhnlich, schließlich müsst ihr zu Beginn gleich zwei Mal auswärts ran?

„Auf alle Fälle, noch dazu als Aufsteiger. Zunächst hatte es nämlich noch geheißen, die Aufsteiger dürften sich ihre Auftaktpartie noch wählen, doch ehrlich gesagt habe ich persönlich damit kein Problem. In der Liga musst du so oder so gegen jeden einzelnen Gegner einmal auswärts und daheim ran. Grundsätzlich heißt es immer gut in die Saison zu starten, das gelingt vielleicht zuhause besser als auswärts, doch wir nehmen es so wie es nun einmal ist.“


Mit welcher Zielsetzung geht ihr in diese Comeback-Saison in der Regionalliga Ost?

„Es hört sich vielleicht jetzt ein wenig eigenartig an, da es viele Kollegen ebenfalls so kundtun werden, nämlich anständig in die Saison hinein zu starten, sprich gleich am Anfang in der Tabelle anzuschreiben und dann von Spiel zu Spiel weiterschauen. Wir sind trotz allem noch eine junge Mannschaft und wir wollen/müssen mit dieser neuen und größeren Aufgabe wachsen.

Jede Regionalliga-Mannschaft hat routinierte Spieler in ihren Reihen, da heißt es dann sich vor allem in den Zweikämpfen durchzusetzen und durchschlagskräftiger zu werden. Einige Spieler in unserer Truppe brauchen diese Spiele dringend, um in ihrer Entwicklung den nächsten Schritt zu gehen. Es sind aber alles intelligente Burschen, das haben sie auch in der Burgenlandliga gezeigt. Ich glaube fest daran, dass wir die Qualität haben, um in dieser Liga erfolgreich zu sein.“

Also ist die Mannschaft nicht zu jung, um mit dem gestiegenen Druck Probleme bekommen zu können?

„Das ist für mich kein Argument, vom Druck her war es schon in der Burgenlandliga nicht weniger. Wir wollten unbedingt Meister werden und mit diesem selbst auferlegten Druck mussten diese jungen Spieler lernen umzugehen. Ich denke, wir haben dies eindrucksvoll bewiesen, dass wir mit solchen Situationen kein großes Problem haben.

Die Burschen wissen, was wir können, sowohl individuell als auch im Mannschaftsverbund. Mit Erfolgen geht alles natürlich leichter. Wir sind auf alle Fälle für den Saisonstart gerüstet und wenn wir so einen Zugang wie zuletzt gegen Saudis finden, sprich unsere Tugenden auf den Platz bringen, dann wird es für Leobendorf schwer gegen uns zu bestehen.“




SV Leobendorf - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
1. Runde der Regionalliga Ost
Freitag, 03.08.2018, 18.00 Uhr – Sportplatz Leobendorf
Ref: Daniel Stauber
Ass: Herbert Mimra, Lukas Orler

(01.08.2018)zurück >