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Ein letztes Mal für hoffentlich lange Zeit

Ein 8:1 wie im Herbst wird es auf keinen Fal geben. Die Amas rechnen mit einem harten Kampf zum Abschluss.

Zwei frühe Ausschlüsse

Es war ein turbulentes letztes Heimspiel der SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure am Nachmittag des vergangenen Samstages, denn nicht unbedingt der 6:0-Heimerfolg gegen den ASV Siegendorf stand dabei im Mittelpunkt, sondern vielmehr eine Szene Mitte des ersten Durchganges. Da sorgte nämlich eine Szene für viel Aufregung und hatte auch große Auswirkungen auf den weiteren Ausgang.

Nach einem Foulspiel an Christoph Halper wollten die Siegendorfer den daraus resultierenden Pfiff des Schiedsrichters nicht akzeptieren. Abwehrspieler Tullis schoss den Ball weg, sah dafür Gelb und anschließend wegen Kritik innerhalb kürzester Zeit sogar Gelb/Rot. Kollege Augustini empfand dies anscheinend überzogen und sah daraufhin wegen Schiedsrichter-Beleidigung Glatt-Rot.

Spitzenspiel zerstört

Dies sorgte auch noch für hitzige Stimmung im Lager der Gäste, sowohl auf der Tribüne als auch auf der Betreuerbank ging folgten etliche Wortgefechte, denen auch Gäste-Trainer und Ex-SVM-Spieler Michael Porics zum Opfer fiel, er musste seine Coachingzone verlassen. Somit standen ab der 23. Spielminute nur noch 9 Siegendorfern unseren SVM Amateuren gegenüber, was auch dem Amas-Coach nicht so recht schmeckte.

„Man muss schon ganz klar sagen, dass dieser Doppelausschluss dieses Spiel zerstört hat. Es war nämlich nicht plötzlich nicht mehr dieses Spitzenspiel, was es zuvor noch, aufgrund der Tabellensituation, gewesen ist“, gab Markus Schmidt zu Protokoll. Damit lag der nunmehr zweifache Meistertrainer nicht falsch, denn in der Anfangsphase war es jenes Top-Spiel der zwei besten Frühjahrsmannschaften, das sich die Fans auch erwarten konnten.

Extreme Zielstrebigkeit rasch belohnt

„Wir haben extrem gut begonnen, Siegendorf hat sich auch nicht versteckt und so war es ein richtig gutes Spiel, in dem wir sie eben gleich eiskalt erwischen konnten“, erinnerte sich Schmidt gerne an die ersten Sekunden des Matches zurück, wo gleich Stephan Schimandl ein ideales Halper-Zuspiel nach nicht einmal einer Minute zur extrem raschen Führung einnetzte.

„Das war ein Musterbeispiel, wie wir es gerne immer hätten. Nach schnellem Ballgewinn gleich sehr zielstrebig und so schnell, wie nur möglich, in die Tiefe gespielt bzw. auch toll vollendet“, strahlte der Coach an der Seitenlinie. In weiterer Folge machten es die Gäste nicht schlecht, ließen sich auch von diesem frühen Gegentor nicht aus der Ruhe bringen, sondern hielten gut dagegen.

Schwieriger zweiter Durchgang

„Sie haben versucht mitzuspielen und ich muss zugeben, dass das gar nicht einmal so schlecht ausgesehen hat“, zollte der Amas-Coach den Gästen für ihre Leistung Respekt. „Mit den Undiszipliniertheiten der beiden Spieler war die Partie dann im Grunde aber gelaufen“, analysierte Markus Schmidt die erste Hälfte, die seine Schützlinge mit einer 4:0-Pausenführung beendeten und das verdient, denn „wir hatten noch etliche tolle Aktionen.“

Nach dem Seitenwechsel war es dann schon ein etwas eigenartiges Spiel, aus Sicht von Markus Schmidt war es sogar sehr langweilig, denn obwohl sich die Amas zur Pause einiges vornahmen, gelang die Umsetzung nicht wie gewünscht. „Wir wollten auch weiterhin das Tempo hoch halten und rechneten mit einer kompakten Defensive von acht Mann, was auch eintraf, doch uns fehlte dann weitestgehend das Tempo.“

Bestes Heimteam der Saison

Dies war aber auch nicht wirklich verwunderlich, denn an diesem Samstag-Nachmittag war es schon ziemlich heiß in der Fußballakademie, die Sonne knallte richtig vom Himmel, noch dazu hatten die Amas eine 4:0-Führung im Rücken und sogar zwei Spieler mehr auf dem Feld. Da ist die mentale Komponente schon eine große Herausforderung, um dich noch weiter zu überwinden. „Wenn wir phasenweise das Tempo hatten, wurde es auch gefährlich und wir erzielten noch zwei Treffer“, schilderte der Coach.

Der sah aber über weite Strecken auch ganz genau, dass seine Schützlinge, ob der Umstände, nicht mehr in der Lage waren, jene Performance des ersten Durchganges auf den Platz zu bringen. „Man hat schon klar gemerkt, dass die Spannung weg war und dann geht es nicht mehr so leicht“, war der Coach am Ende dennoch zufrieden, denn „mit dem Sieg und dem Draßburg-Umfaller sind wurden wir noch das beste Heimteam der Saison, das ist ein schöner Abschluss zuhause.“

Zu Gast beim starken Aufsteiger

Der letztlich endgültige Abschluss der BVZ Burgenlandliga-Saison 2017/18 findet aber am Donnerstag (19.00 Uhr) im Wetterkreuzstadion des SC Bad Sauerbrunn statt und dieses abschließende Spiel steht ganz im Zeichen des Abschieds aus der höchsten Spielklasse des Landes. „Hoffentlich für eine lange Zeit“, hofft Markus Schmidt auf eine erfolgreiche Zukunft in der Regionalliga Ost.

Im vorerst letzten Burgenlandliga-Spiel möchte der Amas-Coach jenen jüngsten Spielern im Kader, die zuvor in der Saison noch weniger Einsatzminuten hatten, die Chance von Beginn an geben. „Das haben wir den Jungs versprochen und das werden wir auch einhalten“, steht Schmidt zu seinem Wort, doch er sieht darin auch kein Qualitätsproblem, ganz im Gegenteil. „Auch diese Spieler haben Qualität, sonst wären sie nicht bei uns im Kader dabei.“

Top 4 im Frühjahr

Die Aufgabe wird jedenfalls keine leichte werden, schließlich wartet mit dem SC Bad Sauerbrunn ein Team, das sich spätestens im Frühjahr zu einer echten Bereicherung der Liga entwickelte. Nach 15 Runden im Herbst noch eher im hinteren Bereich der Tabelle mit 13 Punkten zu finden, konnten die Kurstädter ihre Ausbeute im Frühjahr sogar verdoppeln und holten in den bisherigen 14 Partien ganze 26 Punkte.

Damit rangieren sie in der Frühjahrstabelle auf dem hervorragenden vierten Platz, von dem sie auch nur mehr schwer verdrängt werden können. Insgesamt spülte es sie durch diese konstanten Leistungen bis auf Platz 8 der Tabelle vor, also in die erste Tabellenhälfte. Dieser Platz ist zwar noch nicht ganz fix, sie können allerdings nur noch um einen Rang zurück rutschen. Somit kann man schon den Sauerbrunnern schon vor dem letzten Spiel zu einer erfolgreichen Debütsaison als Aufsteiger gratulieren.

Noch einmal alles geben

„Sie haben sich im Winter sehr gut verstärkt und ein tolles Frühjahr absolviert“, fand auch der Amas-Coach lobende Worte und erwartet am Donnerstag ein interessantes letztes Ligaspiel. „Sie werden sich sicherlich auch anständig von ihren eigenen Fans verabschieden wollen und von daher rechne ich mit einer bärenstarken Heimmannschaft, die uns noch einmal alles abverlangen wird.“

Seine Schützlinge sind jedenfalls gerüstet und wollen dort noch ein letztes Ziel für heuer schaffen. „Unser Ziel ist es das beste Rückrunden-Team zu bleiben und dazu benötigen wir zumindest einen Punkt“, gibt Markus Schmidt das klare Ziel aus, doch die Herangehensweise ist dieselbe, wie in jedem bisherigen Spiel. „Wir werden auch im abschließenden Match versuchen, drei Punkte zu erobern, ob uns das gelingt werden wir am Ende sehen. Fix ist jedoch, dass wir um den einen oder sogar die drei Punkte zu erobern, wieder bis an unsere Grenzen gehen müssen.“




SC Bad Sauerbrunn - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
30. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Donnerstag, 07.06.2018, 19.00 Uhr – Wetterkreuzstadion, Bad Sauerbrunn
Ref: Christian Heiner
Ass: Hannah Rehling, Kathrin Huber

(06.06.2018)zurück >