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Gelingt bereits der finale Schritt zum Titel?


Richtiges Kaliber besiegt

Der Heimerfolg gegen den SV Eltendorf kann ruhig als meisterlich angesehen werden, schließlich gelang gegen einen unmittelbaren Verfolger zuhause ein deutlicher 4:0-Sieg, der auch ein klares Ausrufezeichen in Richtung Titelverteidigung war. Trainer Markus Schmidt sah es ähnlich, wenngleich er die Leistung noch nicht als meisterlich empfand, doch er schlug in dieselbe Kerbe.

„Es war definitiv eine sehr reife Leistung unserer Mannschaft. Sie haben viel geleistet gegen eine Mannschaft, vor der ich vor dem Spiel sehr großen Respekt hatte“, und das auch zu Recht, schließlich stand den SV BauWelt Koch Mattersburg Amateuren ein richtiges Kaliber auf dem Platz gegenüber, nämlich jenes Team, das hinter den Amas die zweit meisten Treffer in der Liga erzielten.

Vor der Pause oftmals zu schlampig

„Wir konnten gleich von Beginn weg das Heft in die Hand nehmen, hatten dadurch über beinahe das gesamte Spiel hinweg das Geschehen auf dem Platz unter Kontrolle“, lobte der Amas-Coach seine Schützlinge, die aber nicht gleich das umsetzten, was sie sich vorgenommen hatten, nämlich Tore zu erzielen. Es dauerte bis kurz vor die Halbzeit, ehe ein Pisacic-Lupfer über den Torwart die Führung brachte.

„Das war aber auch in so manch anderem Spiel in diesem Frühjahr der Fall, wir brauchen oftmals viel zu viele Chancen, um Tore zu erzielen. Das liegt daran, da wir einige Male zu schlampig die finalen Pässe spielen, dadurch geht die Zielgenauigkeit verloren, die fehlt ebenfalls immer wieder vor dem Tor, wo wir nicht entschlossen genug abschließen“, erläuterte der Coach, der aber dennoch einen positiven Aspekt daraus ableitet.

Amas lassen sich nicht abbringen

„Wir lassen uns davon aber nicht aus der Ruhe bringen, die Mannschaft ist schon so weit, dass sie sich dadurch nicht beeinflussen lassen, sondern zieht unser Spiel voll durch“, freute sich der stolze Trainer, der vor allem die Coolness seiner Schützlinge schätzt. „Wir versuchen stets nach vorne zu agieren und bei Ballverlust möglichst schnell sowie aggressiv gegen den Ball zu arbeiten und das ist das Wichtigste im Fußball.“

So auch geschehen gegen die Südburgenländer vom SV Eltendorf, da dominierten die SVM Amateure eben schon den ersten Durchgang, auch wenn es zur Pause nur zu einem knappen 1:0 reichte. „Wir sind trotz unserer schlampigen Fehler zu Torchancen gekommen, machten diesen einen Treffer eben auch recht spät, doch gegen den Ball arbeiteten wir sehr gut und ließen keine Chancen der offensivstarken Gäste zu.“

Leichtigkeit kam nach dem Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann einfacher, wobei erst ein Doppelschlag Mitte des zweiten Durchganges die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Amas brachte. „Da kam die Leichtigkeit im Spiel nach vorne zurück, waren wir noch dazu sehr entschlossen bzw. zielstrebig und hatten viel weniger Ballverluste“, freute sich Markus Schmidt, der noch mit seinen Jungs drei weitere Treffer und einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg bejubeln konnte.

Vielmehr aber als die Treffer beeindruckte ihn das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft gegen eine solch starke Offensivabteilung. „Die sind vorne richtig gut bestückt und hatten in 90 Minuten nur einen Lattenkopfball nach einer Ecke“, und auch dabei waren die Amas nicht unbeteiligt, was auch der Trainer anmerkte. „Das war ein individueller Fehler von Michael Steinwender, der nicht seinen Raum abdeckte, sondern die Hereingabe attackierte“, erläuterte Schmidt, der jedoch dies alles in der Analyse mit der Mannschaft ansprach und resümierte, dass „es wieder ein riesiger Schritt in die richtige Richtung war.“

Von Spiel zu Spiel denken

Ein weiteren, vielleicht sogar den finalen, Schritt in Richtung Titelverteidigung können die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure schon am Freitag (19.00 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Stegersbach schaffen, obwohl der Amas-Coach davon noch nicht viel wissen möchte. „Wir haben mit den Jungs klar abgesprochen, dass wir nur von Spiel zu Spiel denken und das wollen wir auch durchziehen“, positioniert sich Schmidt ganz klar.

Eines ist dem Trainer jedoch klar, nach dem Spiel wird sicherlich auch ein Blick auf die anderen Ergebnisse sowie die Tabelle geblickt. „Das ist ja ganz normal, du willst dich über deine Konkurrenz informieren. Wir wollen aber in erster Linie unsere Hausaufgaben erledigen, sprich drei Punkte einfahren, wenn uns das in den restlichen Spielen gelingt, dann können die Konkurrenten ohnehin nichts tun“, sieht es Schmidt nüchtern. Für die vorzeitige Fixierung des Titels reicht ein Heimsieg gegen Stegersbach alleine nicht, braucht es auch einen Punkteverlust der Verfolger.

Drei Punkte als klares Ziel

Trotz allem ist das primäre Ziel eben die drei Punkte gegen die Südburgenländer einzufahren. Die sind aber ein richtig unangenehmer Gegner, wie auch schon die Duelle in der jüngsten Vergangenheit bewiesen, doch die Stegersbacher kamen im Frühjahr unerwartet noch nicht so richtig auf Touren. „Sie haben einen sehr starken Kader mit einigen Talenten aber auch zahlreichen routinierten Spielern“, analysierte Markus Schmidt den kommenden Gast.

Warum es für sie bislang im Jahr 2018 noch nicht so wirklich klappen wollte, ist dem Coach ebenfalls ein Rätsel, doch eines ist ihm klar. „Sie werden auf keinen Fall zu uns kommen, um uns die drei Punkte zu schenken, da müssen wir schon hart dafür arbeiten. Schließlich wollen sie sicherlich zeigen bzw. beweisen, dass sie auch auf Augenhöhe mit uns stehen können und dementsprechend auftreten.“

Flexibilität als Trumpf

Das heißt für die Amas, dass sie, wie auch in allen anderen Spielen, wieder an ihr Limit gehen müssen. Am Ende sieht man dann ohnehin, was dabei herauskommt. Der Blick unserer Burschen bleibt aber in erster Linie in den eigenen Reihen. „Wir beschäftigen uns nie zu sehr mit dem jeweiligen Gegner, sondern wollen unser eigenes Spiel durchziehen. Leidenschaft und hohe Laufbereitschaft sind jene Tugenden, die den Erfolg bringen.“

Sind die auf dem Platz, dann tut sich wohl jede Mannschaft der Liga schwer gegen die SVM Amateure zu spielen, doch nicht nur die Tugenden, auch das Spielsystem sind wichtige Schlüssel dazu. War es zu Beginn vermehrt eine Dreierabwehrkette, agieren die Amas nun wieder mit einer Viererabwehrreihe, was ihr Spiel damit extrem flexibel macht. „Wir können jederzeit reagieren, wenn etwas passiert oder die Spielanlage des Gegners eine Umstellung erfordert. Die Jungs haben es richtig drauf, sind kreativ und das zeigt unseren Entwicklungsschritt der letzten Monate“, zeigte sich Schmidt stolz.




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure – SV Stegersbach
27. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Freitag, 18.05.2018, 19.00 Uhr – Fußballakademie
Ref: Dietmar Vojtek
Ass.: Christopher-Johannes Stollewerk, Peter Wittmann

(16.05.2018)zurück >