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Duell der Liga-Torfabriken in der Akademie

Sind die Amas auch dieses Mal zuhause gegen Eltendorf obenauf?

Zurück in der Erfolgsspur

Kurzfristig verließen die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure am 1. Mai-Feiertag beim Gastspiel in Pinkafeld ihre Erfolgsspur, doch am darauffolgenden Wochenende fanden sie eindrucksvoll wieder zurück. Schließlich konnten die Schützlinge von Trainer Markus Schmidt beim abermaligen Auftritt im Südburgenland, dieses Mal beim UFC Markt Allhau, einen souveränen 4:0-Auswärtserfolg einfahren.

Dieser sah zunächst aber alles andere als locker aus, denn von Beginn weg sahen sich die SVM Amateure sehr destruktiven Hausherren gegenüber, die auf ihrem eignen eher kleinen und auch engen Platz versuchten, hinten dicht zu machen und kaum aus der eigenen Spielhälfte herauskamen. Dementsprechend war es auch für die Schmidt-Truppe nicht leicht vorne gefährlich zu werden.

Überraschende Hausherren

„Wir wussten, dass es dort sehr schwer werden kann“, doch nicht nur der kleine Platz, dessen Rasen sich dieses Mal in einem guten Zustand präsentierte, war eine harte Nuss an diesem Abend, vielmehr war es eben die Spielanlage der Gastgeber, die unsere Mannschaft vor einige Herausforderungen stellte. „Wir waren schon ein wenig überrascht, dass sie so wenig dagegen arbeiteten, uns weitestgehend agieren ließen.“

Dadurch taten sich die Schützlinge von Markus Schmidt aber zunächst schwer, eigene Chancen herauszuarbeiten, doch das lag zu einem großen Teil nicht nur am äußerst defensiven Verhalten des Gegners, sondern am eigenen Spielverhalten. „Wir waren zu langsam bzw. behäbig, hatten nicht jene Zielstrebigkeit wie etwa gegen Neuberg. Im Bereich ab 25 Meter vor dem Tor war kein Tempo da, agierten wir im Angriffsdrittel zu statisch“, musste Schmidt feststellen.

Wegweisender Führungstreffer

Dies änderte sich etwa Mitte der ersten Spielhälfte mit der nicht unverdienten Führung, es war allerdings eine Einzelaktion von Christoph Halper, der mit Tempo in den Strafraum eindrang, den Torwart aussteigen ließ und zur Führung einschob. Dieser Treffer änderte nicht nur das Bild auf der Anzeigetafel, sondern auch das gesamte Spiel der Amas, denn „wir sahen, wie man mit Tempo zu Chancen kommen konnte, was ja davor nicht der Fall gewesen ist.“

Schon in den Minuten nach dem Treffer bis zur Pause agierten die SVM Amateure temporeicher, verabsäumten es jedoch vor dem Halbzeitpfiff einen zweiten Treffer nachzulegen. Von den Gastgebern hingegen war auch da nicht viel zu sehen, einzig eine Konterchance sorgte vielleicht für ein wenig Gefahr, doch die wurde mit einem Distanzschuss aus etwa 18 Metern abgeschlossen und blieb somit harmlos.

Leichtsinnige Chancenauswertung

In der Halbzeit nutzte Trainer Markus Schmidt die Zeit, um seinen Schützlingen noch einmal die wichtigsten Aspekte näher zu bringen, um auch nach dem Seitenwechsel hier erfolgreich agieren zu können. Zwar war der Führungstreffer schon ein wegweisendes Signal, doch bei einer knappen 1:0-Führung kann immer etwas passieren. „Da reicht oft eine Standardsituation, bei denen sind sie nicht so schlecht aufgestellt, und das Spiel nimmt eine Wendung“, warnte Schmidt zu Recht.

Spätestens mit dem zweiten Treffer war dann die Sache erledigt, das Spiel so gut wie entschieden. „Ab diesem Zeitpunkt war viel mehr Tempo, Aggressivität und Feuer drinnen“ analysierte der Amas-Coach den beeindruckenden 4:0-Erfolg, der allerdings noch viel höher ausfallen hätte können. „In der Schlussphase vergaben wir etliche Chancen oftmals zu leichtsinnig und verschonten damit wohl die Allhauer. Bei normaler Verwertung wäre auch ein höheres Ergebnis möglich gewesen.“

Trotz allem zeigte sich Markus Schmidt nach dem Sieg, abgesehen von dieser Chancenauswertung, zufrieden. „Nach der Niederlage in Pinkafeld waren die drei Punkte extrem wichtig für uns. Wenn du dann noch dazu auswärts zu Null gewinnst, musst du auch zufrieden sein, aber wir wissen dieses Spiel schon einzuordnen. Schon im nächsten Spiel brauchen wir dieses Feuer von Beginn weg“, ist sich Schmidt sicher.

Schwerer Brocken

Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen im Südburgenland warten nun in den kommenden zwei Wochen jeweils Heimspiele in der Fußballakademie auf die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure. Da könnten unsere Burschen schon eine kleine Vorentscheidung im Titelkampf herbeiführen, doch so weit wollen die Amas gar nicht denken, wie der Trainer versichert. „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und wollen bestmöglich unsere Leistung bringen.“

Das nächste Spiel ist ohnehin kein Zuckerschlecken, schließlich gastiert am Freitag (19.00 Uhr) mit dem SV Eltendorf ein richtig schwerer Brocken in der Fußballakademie, doch „da können wir einen weiteren großen Schritt gehen, um unser Ziel zu erreichen und nur daran denken wir im Moment. Eltendorf ist das Wichtigste womit sich unsere Gedanken beschäftigen, wir wollen keineswegs zu weit nach vorne blicken.“

Gute Vorzeichen

Die Südburgenländer sind nicht unschlagbar, das bewiesen die Heimduelle der jüngsten Vergangenheit, die jeweils mit 6:0 und 6:1 klare Siege brachten. Auch im Herbst konnten die Amas als Sieger vom Platz gehen, noch dazu auswärts und das beim dritten Anlauf zum ersten Mal, doch obwohl der Sieg mit 2:1 am Ende knapp ausfiel, war er dennoch verdient. So gesehen sollten auch dieses Mal die Vorzeichen recht gut sein, doch Eltendorf ist ein richtiger Gradmesser.

„Die Tabelle lügt nicht“, versichert Trainer Markus Schmidt und meint damit die Statistik der Gäste, welche punktetechnisch etwas zurückgefallen sind, aber ein aussagekräftiges Torverhältnis vorweisen. Mit 66 erzielten Treffern liegen sie damit ligaweit an zweiter Stelle, nur die SVM Amateure haben mehr Tore auf dem Konto, doch mit 38 Gegentreffern kassierten die Südburgenländer andererseits auch die meisten Gegentreffer in der gesamten Spitzengruppe der Liga.

Offensiv brandgefährlich

„Daran sieht man, dass sie im Defensivverhalten durchaus anfällig sind, da sie nicht unbedingt die schnellsten Abwehrspieler haben und oftmals eher unbeweglich agieren. Das kann bzw. muss man sogar ausnutzen, doch umgekehrt sind sie eben brandgefährlich“, sprach Markus Schmidt die offensiven Qualitäten der Südburgenländer an und präzisierte seine Ausführungen.

„Sie haben vier oder fünf Leute in ihren Reihen, die Spiele alleine entscheiden können. Dementsprechend darfst du ihnen nicht zu viele Räume geben, sondern musst bei Ballverlust schnell umschalten und ins Gegenpressing kommen, denn sonst kann das ein böses Erwachen für uns geben“, ist sich der Amas-Coach sicher, der noch dazu seine Schützlinge warnt, denn „wir müssen auf der Hut sein.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure – SV Eltendorf
26. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Freitag, 11.05.2018, 19.00 Uhr – Fußballakademie
Ref: Thomas Laschober
Ass.: Franz Kruisz, Murat Gül

(09.05.2018)zurück >