created by schokobanane.

Wieder eine Reaktion gefragt

Zuhause gab es einen knappen 2:1-Sieg, gelingt auch auswärts ein Dreier?

Sieges-Serie gerissen

Sieben Siege in Folge konnten die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure in den vergangenen Spielen einfahren, darunter waren auch beeindruckende Spiele, wie etwa der Heimsieg mit neun Mann gegen Verfolger ASV Draßburg, doch im achten Spiel riss diese Serie nun beim Gastspiel in Pinkafeld. Dies kommt einerseits überraschend, andererseits wiederum keineswegs.

Schon vor der Partie war Trainer Markus Schmidt klar, dass bei den Südburgenländern die Trauben relativ hoch hängen werden, schließlich waren sie für ihn vor der Saison einer der Mitfavoriten auf den Titel, hinzu kommt dort ein nie leicht zu bespielender Platz und ein leidenschaftliches Publikum, kurzum ein Gastspiel in Pinkafeld ist immer etwas besonderes.

Amas-Spiel nur phasenweise umgesetzt

In den jüngsten Partien kamen die SVM Amateure immer besser in Schwung, rechneten sich somit auch bei den Pinkafeldern etwas aus, wollten dort die Siegesserie weiterführen und einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Daraus wurde allerdings nichts, denn am Ende setzte eine nicht unverdiente 1:3-Niederlage bei den Südburgenländern.

„Wir brachten einfach nicht jene mentale Stärke auf den Platz, die uns in den letzten Spielen so stark gemacht und ich deshalb auch gelobt hatte. Genau die hätte ich mir auch in Pinkafeld erwartet bzw. von der Mannschaft eingefordert, doch das konnten wir letztlich nicht, oder besser gesagt nur phasenweise, in die Tat umsetzen“, wirkte der Amas-Coach nach dem Spiel auch ein wenig resigniert.

Amas fighteten sich zurück

Dabei begann die Partie keineswegs schlecht für Kapitän Peter Hawlik und Kollegen, denn schon nach etwas mehr als einer Minute hätte Barnabas Varga die Führung am Fuß gehabt, schoss jedoch knapp über die Latte. In der Folge aber ließen unsere Burschen die Hausherren immer besser ins Spiel kommen, daraus resultierte auch der frühe Rückstand aus einem Strafstoß.

„Jene Zielstrebigkeit, jener Wille und auch jene Leidenschaft, die uns in den vergangenen Spielen so ausgezeichnet hatte und die jeder einzelne Spieler auf den Platz gebracht hatte, genau die fehlte in Pinkafeld ein wenig schon von Beginn weg“, erläuterte Markus Schmidt, der jedoch dann von der Seitenlinie aus sah, wie seine Schützlinge sich zurückfighteten und den verdienten Ausgleich erzielten.

Tugenden vermissen lassen

Danach jedoch riss der Faden wieder ein wenig, konnten die Gastgeber offensiv Akzente setzen, die auch in einem Pausenrückstand resultierten. „Es ist schwer zu erklären, warum wir es nur phasenweise geschafft hatten, unsere Tugenden auf den Platz zu bringen, sprich unser aggressives Spiel gegen den Ball und eben auch die Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne. Das war dort einfach zu wenig“, schilderte der Coach.

Klarerweise spielt dabei auch der Gegner eine nicht unwesentliche Rolle, ebenso war der Platz gewöhnungsbedürftig und schwer zu bespielen, doch im Endeffekt lag das Hauptproblem für Markus Schmidt im eigenen Spielverhalten. „Oftmals waren wir zu nachlässig, hatten beim Spielaufbau zu viele Ballkontakte und brachten nicht jene Spielanlage auf das Spielfeld, deren Automatismen wir tagtäglich trainieren, dafür sind wir bestraft worden.“

Wieder in den Landessüden

Vielleicht war es aber auch ein Dämpfer genau zur richtigen Zeit. Da kann man eigentlich nur an den Frühjahrsauftakt gegen den SV Neuberg erinnern, wo die Amas ebenfalls eiskalt erwischt wurden und die Folge war eben jene Serie mit sieben Siegen, die erst am ersten Mai endete. So ein Effekt wäre nun wünschenswert, schließlich warten bis Saisonende noch sechs schwere Aufgaben auf unsere Burschen.

Den Auftakt dazu bildet nun am Samstag (19.00 Uhr) das nächste Auswärtsspiel im Landessüden, beim UFC Markt Allhau, wo es auf alle Fälle keinesfalls leichter werden wird. Alleine schon die Bilanz im Frühjahr spricht da Bände, denn mit Ausnahme einer Heimniederlage gegen Draßburg blieben die Allhauer in den restlichen sieben Spielen ungeschlagen, feierten dabei in den jüngsten drei Begegnungen zwei Siege bei einem torlosen Remis.

Ähnlicher Spielcharakter

Dementsprechend sieht Markus Schmidt die Ausgangsposition ähnlich, wie auch schon in Pinkafeld, denn es geht gegen eine Mannschaft, die dir nichts schenken wird. „Pinkafeld hat vielleicht den etwas stärkeren Kader, doch Allhau legt immer alles in die Waagschale, wird sicherlich aggressiv zu Werk gehen und vor allem versuchen, den eigenen Platz zum Vorteil zu nutzen.“

Der ist ziemlich eng und auch etwas holprig, was auf eine wesentliche Aufgabe rückschließen lässt. „Dort wird es wieder etliche Zweikämpfe zu bestreiten geben und sollten wir dort den einen oder anderen nicht annehmen bzw. nur halbherzig bestreiten, dann kann es auch dieses Mal wieder ein böses Erwachen geben“, prophezeit der Coach, der dies jedoch mit aller Macht verhindern möchte.

Reaktion zeigen

Dass der eine oder andere in der jungen Truppe der Amas gegen Ende der Saison hin etwas nervös werden könnte, möchte Markus Schmidt keineswegs bestätigen, denn „dafür ist die Coolness der Jungs groß genug, die wissen genau was sie können. In Pinkafeld war es eben so, dass der Favorit stolperte, das wird es im Fußball immer geben. Nun gilt es, gut zu analysieren, um wieder auf die Erfolgsspur einbiegen zu können.“

Einen Aspekt wollte der Amas-Coach keinesfalls ausblenden, doch irgendwie kann er schon eine kleine Rolle gespielt haben. „Ich hatte in Pinkafeld auf fünf Positionen umgestellt, wollte ein wenig rotieren. Dabei hatte ich aber nie das Gefühl, dass wir dadurch schwächer wären, schließlich zeigen die Jungs im Training immer jenes Engagement, das ich mir erwarte, und von da her darf es keine Ausrede sein. Wir müssen nun aber aus diesem Spiel lernen, es nächstes Mal besser machen und jene Mannschaft, die dann in Allhau auf dem Platz steht, soll dort die richtige Reaktion zeigen.“




UFC Markt Allhau - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
25. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Samstag, 05.05.2018, 19.00 Uhr – z-Immobilien arena, Markt Allhau
Ref: Cezar Iacob
Ass: Slavisa Stojanovic, Thomas Galfusz

(03.05.2018)zurück >