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Feiertags-Nachtrag in Pinkafeld

Im Heimspiel waren Christoph Halper und Co. nicht zu bremsen, gelingt das auch auswärts?

Spannung bis zum Abpfiff

Es war nichts für schwache Nerven, nämlich das Heimspiel der SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure gegen den SV St. Margarethen. Nach zuletzt eher klaren Siegen in Kohfidisch sowie Deutschkreutz und auch im Topspiel gegen Draßburg erinnerte dieses letzte Ligaspiel-Heimspiel ein wenig an jenes vor fast genau einem Monat gegen den ASK Klingenbach, nur mit einem etwas anderen Verlauf.

Gegen die Kicker aus der Grenzgemeinde mussten die Schützlinge von Trainer Markus Schmidt bekanntlich bis zur Nachspielzeit warten, ehe der erlösende Siegtreffer gelang. Das war dieses Mal etwas anders, denn gegen die St. Margarethener konnten unsere Burschen schon vergleichsweise sehr früh die Führung erzielen und hatten noch etliche Möglichkeiten, um zu erhöhen.

Etliche Chancen ausgelassen

„Die Jungs haben das sehr gut gemacht, genau jenen Plan umgesetzt, den wir uns vorgenommen hatten“, zeigte sich der Amas-Coach mit dem Auftritt unserer Truppe äußerst zufrieden, einen kleinen Makel musste er aber dennoch anmerken. „Die Chancenauswertung entsprach jedoch nicht der Gesamtleistung, passte irgendwie nicht zum Spiel“, konnte Markus Schmidt schmunzelnd analysieren.

Damit hatte der Ex-Profi an der Amas-Seitenlinie keinesfalls Unrecht, für ihn hätte die Partie schon nach 20 oder 25 Minuten entschieden sein und am Ende locker mit 5:0 oder 6:0 ausgehen können, schließlich waren die Chancen vorhanden. Darunter waren unter anderem ein vergebener Elfmeter, ein Stangenschuss aus 4 Metern und weitere Topmöglichkeiten auf mehrere weitere Treffer.

Nur der Abschluss klappte nicht

Dass es jedoch so klare spielerische Verhältnisse auf dem grünen Rasen gab lag zwar in erste Linie am starken Auftritt der SVM Amateure, aber auch zu einem großen Teil am Spielverhalten des Gegners, das sogar unseren Amas-Coach überraschte. „Sie sind schon sehr hoch gestanden und schenkten uns viel Raum in ihrer Hälfte, das machte uns die Sache natürlich etwas leichter“, analysierte Schmidt.

Der Wind trug sein übriges bei und machte es den Margarethenern schwer von hinten heraus zu kommen und sich zu befreien. „Wir waren noch dazu sehr aggressiv, zielstrebig und vor allem aktiv gegen den Ball. Dadurch taten wir ihnen sehr weh, mit unserem Kombinationsspiel versuchten wir uns Chancen zu erarbeiten, die auch da waren, leider klappte dann aber der Abschluss nicht so, wie gewünscht“, erläuterte der Trainer unserer Amas.

Hohes Tempo bis zum Schluss

Auch im zweiten Spielabschnitt mit gewechselten Seiten und auch Windverhältnissen änderte sich nicht viel am Spielverlauf, die Amas blieben weiterhin am Drücker und vergaben etliche Topchancen, um das Match schon frühzeitig zu entscheiden. „Erst in der Schlussviertelstunde kamen die Margarethener durch Standards inklusive Wind zu ein, zwei guten Möglichkeiten. Doch wir hatten wieder einen starken Manuel Salaba im Kasten, der zwar nicht viel zu tun hatte, aber die Konzentration hoch hielt und eben das eine Mal, als er gebraucht wurde, zur Stelle war und einen guten Schuss entschärfte.“

Durch das hohe Tempo, vor allem im ersten Spielabschnitt, war es nach der Pause dann auch eine Kraftfrage, denn so ein enormes Tempo über 90 Minuten durch zu halten ist extrem schwer. „Wenn man so aktiv und leidenschaftlich über 60 bis 65 Minuten marschiert, dann fehlen dir hinten hinaus womöglich ein paar PS. Da brauchst du dann auch die eine oder andere Verschnaufpause, weil auch der Gegner noch einmal alles probiert und wir eben mit hoher Laufbereitschaft keine kontrollierten Bälle von ihnen zulassen wollten“, so Schmidt.

Herausfordernde Aufgabe

Auch die Verschnaufpause nach dem Spiel gegen St. Margarethen ist nicht lange, denn schon am 1. Mai-Feiertag sind die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure wieder im Einsatz. Der zweite Nachtrag des abgesagten Frühjahresauftaktes steht auf dem Programm und dazu gastieren unsere Amas am Dienstag (17.00 Uhr) im Landessüden beim SC Pinkafeld, wo es in den vergangenen Spielen nie leicht war.

„Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es nicht leicht werden wird, denn der Platz war dort immer recht holprig. Hinzu kam natürlich eine Heimmannschaft, die alles in die Waagschale warf und uns so ordentlich Probleme bereitete“, schilderte Trainer Markus Schmidt die Erlebnisse der vergangenen Auftritte dort. Für unseren Coach kommt dies auch nicht allzu überraschend, hatte er die Pinkafelder doch vor der Saison auf dem Zettel.

Einstellung und Mentalität passen

„Schon bei der Trainerumfrage im Sommer hatte ich sie auf der Rechnung, denn nach deren starkem Frühjahr und mit einer guten Mischung aus Routiniers bzw. jungen Spielern musste mit den Pinkafeldern gerechnet werden“, umso überraschender kam es für Markus Schmidt, dass die Südburgenländern weit hinten in der Tabelle platziert sind, auch im Frühjahr nur schwer in die Gänge kamen und erst am vergangenen Wochenende den ersten Dreier im Jahr 2018 einfahren konnten.

Nichts desto trotz liegt der Fokus jedoch in erster Linie auf dem Auftritt seiner eigenen Schützlinge, da spielt nach dem umkämpften Heimspiel gegen St. Margarethen die physische Komponente auch keine allzu große Rolle. „Die Jungs sind gut drauf, können auch zwei Matches in solch kurzer Zeit wegstecken. Wir wollen jedenfalls wieder aktiv mit bzw. gegen den Ball sein, nach vorne zielstrebig agieren und durch hohe Laufbereitschaft punkten.“

Dass die SVM Amateure dies umsetzen werden, davon ist ihr Coach felsenfest überzeugt, denn „die Jungs haben eine so gute Einstellung, die Mentalität stimmt und deshalb werden wir auch wieder ein gutes Spiel abliefern. Was dabei am Ende herauskommt werden wir erst ohnehin sehen, wenn der Schiedsrichter abpfeift.“




SC Pinkafeld - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
17. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Dienstag, 01.05.2018, 17.00 Uhr – Sportplatz, Pinkafeld
Ref: Helmut Flasch
Ass: Michael Lidy, Bernd Fercher

(30.04.2018)zurück >