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Amas triumphieren auch mit neun Mann

Mit diesem wuchtigen Kopfball brachte Michael Steinwender die Amas auf Siegkurs.

Frühe Führung durch wuchtigen Kopfball

Es sollte das absolute Spitzenspiel der BVZ Burgenlandliga sein, schließlich empfingen die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure als Tabellenführer ihren unmittelbaren Verfolger, den ASV Draßburg, der noch dazu im Frühjahr eine makellose Bilanz aufweisen konnte, in fünf Spielen ebenso viele Siege einfuhr, doch das „Spitzenspiel“ bekam im Verlauf des zweiten Durchganges einen gehörigen Dämpfer, wobei hier der Schiedsrichter einen nicht unwesentlichen Teil dazu beitrug.

Aber alles der Reihe nach, die Hausherren begannen in der Fußballakademie ziemlich engagiert und konnten dies auch gleich in eine rasche Führung verwandeln, denn Abwehrchef Michael Steinwender traf nach einem Eckball wuchtig per Kopf in die linke Ecke (6.). Damit waren für die Amas die Weichen schon früh auf Sieg gestellt und diesen Weg sollten sie auch nicht mehr verlassen.

Beide Teams schenkten sich nichts.

Gute Chancen ausgelassen

Die Schützlinge von Trainer Markus Schmidt machten mächtig Dampf und hatten kurz danach die nächste dicke Möglichkeit zu erhöhen. Denn nach einem guten Pressing eroberten sie tief in der gegnerischen Hälfte die Kugel, Stephan Schimandl zog mit dem Ball am Fuß an die Strafraumgrenze, doch sein Schussversuch fiel zu zentral aus und landete genau bei Gästegoalie Lukas Stifter (11.).

Die erste Chance der Draßburger war dann einer Unkonzentriertheit der Amas geschuldet, schließlich war Goalie Manuel Salaba wohl mit den Gedanken schon schneller als mit seinen Armen, denn er vergaß die Kugel aufzunehmen, die Gäste hatten dadurch die Riesenchance den Ball im leeren Tor unterzubringen, doch durch eine beherztes Tackling im Rutschen konnte Michael Steinwender den Fehler seines Schlussmannes ausbessern (15.).

Stephan Schimandl traf platziert von der Strafraumgrenze.

Klare Führung zur Pause

Es sollte auch die einzige Unachtsamkeit des jungen Schlussmannes in seinem erst zweiten Ligaspiel bleiben, denn der SVM-Goalie sollte noch zu einem Garanten des Sieges werden. Zunächst aber waren seine Kollegen an der Reihe, denn Stephan Schimandl erhöhte mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze auf 2:0 (18.). Kurz später konnte sich dann Salaba gleich zwei Mal auszeichnen, denn sowohl gegen Elmir Hrustanbegovic (25.) als auch Markus Knebel (27.) kam er rechtzeitig aus seinem Kasten und blockte deren Abschlüsse.

Es ging in dieser Phase Schlag auf Schlag weiter, denn Toptorjäger Barnabas Varga schnappte sich einen missglückten Rückpass, umkurvte den Schlussmann und schloss dann etwas zu hastig aus spitzem Winkel ab, sodass ein Verteidiger gerade noch vor der Linie klären konnte (29.). Keine sechzig Sekunden später war es dann aber soweit, nach einem Eckball traf Christoph Halper aus sehr spitzem Winkel nahe der Grundlinie unter Mithilfe des Goalies zum 3:0-Pausenstand (30.), denn anschließend passierte nicht mehr fiel, klatschte nur noch ein Halper-Schuss ans Aluminium (42.).

Manuel Salaba war wieder ein starker Rückhalt.

Zwei Ausschlüsse nach dem Wechsel

Nach dem Seitenwechsel änderte sich auch nicht viel am Spielverlauf, mit der klaren Führung im Rücken konnten es die Amas etwas ruhiger angehen, mehr als ein zu zentraler Schuss von Luca Pichler kam dabei aber nicht heraus (50.). Wesentlich spannender machte es hingegen der Schiedsrichter, der innerhalb weniger Minuten mit Michael Steinwender (52.) und Christoph Halper (57.) zwei Amas mit Gelb/Rot vorzeitig unter die Dusche.

Zur Überraschung vieler in der Akademie konnten die Gäste mit der zahlenmäßigen Überlegenheit eigentlich nicht viel anfangen, hatten zwar mehr Ballbesitz, doch mehr als ein Distanzschuss, den Salaba glänzend parierte (70.), sah dabei nicht heraus. Die tapfer kämpfenden acht restlichen Feldspieler des SVM hingegen waren eigentlich das offensiv gefährlichere Team mit den gefährlicheren Möglichkeiten.

Auch mit neun Mann waren die Amas nicht zu stoppen.

Amas mit den besseren Möglichkeiten

So etwa hätte Stephan Schimandl, noch bei Zehn gegen Elf, mit einem Schuss bzw. Abspiel auf Christoph Halper und dem daraus resultierenden vierten Treffer alles klar machen können, doch er dribbelte wohl zu lange (55.). Auch ein Varga-Zuspiel, nach einem schnellen Gegenstoß über die rechte Seite, auf den eingewechselten Piotr Pawlowski kam einen Tick zu ungenau, sonst hätte der pfeilschnelle Pole im SVM-Dress alleine vor dem Torhüter abschließen können (67.).

So aber blieb es weiterhin beim 3:0, da zunächst Raphael Behounek eine scharfe Hereingabe gerade noch zur Ecke klärte (76.) und auch Manuel Salaba einen richtigen Kracher auf seinen Kasten sicher wegfaustete (83.). Aber die Amas versteckten sich mit 2 Mann weniger keineswegs, ein herrlicher Helic-Heber über die Abwehr auf Luca Pichler brachte, da sein Schuss vom Fünfereck geblockt wurde (81.), jedoch genauso wenig den erlösenden vierten Treffer, wie auch ein wuchtiger Varga-Kopfball kurz danach (86.). Den Schlusspunkt setzten dann aber die Gäste, die in der Nachspielzeit noch zum Ehrentreffer kamen, denn Alen Gluhak verwandelte einen direkten Freistoss (94.).


Aufstellungen

SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure

Salaba; Leitgeb, Steinwender, Behounek; Helic, Hawlik, N. Pichler (81. Reichardt), L. Pichler; Varga (88. Pisacic), Halper, Schimandl (58. Pawlowski)

ASV Draßburg

Stifter; Knartz, Cosic, Gluhak, Puchegger (46. Derdak); F. Kornholz, L. Kornholz; Knebel, Sari, Weber; Hrustanbegovic (68. Vargek)

Gelb/Rote Karten
Steinwender (52.), Halper (57.)

Gelbe Karten
Steinwender (20.), Halper (54.), Pawlowski (65.), Reichardt (93.) bzw. Derdak (52.), Hrustanbegovic (64.), L. Kornholz (86.)

Torfolge
1:0 (6.) Steinwender
2:0 (18.) Schimandl
3:0 (30.) Halper
3:1 (94.) Gluhak

(13.04.2018)zurück >