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Für die Amas gehts im Süden weiter


Heimspieldoppel als Befreiungsschlag

Das Frühjahr in der BVZ Burgenlandliga begann für die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure nicht gerade nach Wunsch, denn alleine der Start musste aufgrund der witterungsbedingten Absagen gleich zwei Mal verschoben werden. Hinzu kam noch eine 1:2-Heimniederlage gegen Schlusslicht SV Neuberg, die für viele sehr überraschend kam, doch danach standen die Schützlinge von Trainer Markus Schmidt wieder auf und schafften den Umschwung.

Einem in der Schlussphase unnötigerweise erzitterten 2:1-Auswärtserfolg in Parndorf, die Amas führten dort schon klar mit 2:0, folgten nun zwei Heimsiege am Osterwochenende. Während es am Karfreitag noch bis zur 92. Minute dauerte, ehe der Treffer von Piotr Pawlowski die überlegenen SVM Amateure spät jubeln ließ, schien das 4:0 am Ostermontag der endgültige Befreiungsschlag zu sein.

Engagierte Amas

„Vom Ergebnis her sicherlich“, stimmte der Amas-Trainer zu, doch die spielerische Leistung gefiel dem Coach am Freitag besser. „Da starteten wir konsequenter in die Partie, was aber auch mit der Doppelrunde zu tun haben könnte“, verwies Markus Schmidt auf die zwei Spiele innerhalb weniger Tage. Auch die äußeren Bedingungen waren erst gewöhnungsbedürftig, denn „es war das erste Mal richtig heiß und sonnig, der Platz wirkte daher etwas stumpf und war nicht leicht zu bespielen.“

Eines konnte der Trainer seinen Schützlingen allerdings nicht absprechen, nämlich fehlendes Engagement. „Wir probierten nach vorne zu spielen, doch uns unterliefen immer wieder technische Fehler. Deshalb dauerte es auch länger, bis wir zu unserer ersten großen Torchance kamen“, erläuterte Markus Schmidt, der auch Gründe dafür erkannte. „Obwohl Horitschon nicht so kompakt wie etwa Klingenbach agierte, trugen sie ihren Teil dazu bei“, dennoch lag das Hauptproblem woanders.

Führungstreffer zum richtigen Zeitpunkt

„Wir machten uns aber großteils selbst das Leben sehr schwer, denn wir hatten fast die gesamte erste Spielhälfte lang gebraucht, ehe wir so richtig ins Laufen gekommen sind, es war eine etwas zähe Angelegenheit“, analysierte der ehemalige Profi die erste Spielhälfte des letztlich klaren 4:0-Heimerfolges gegen die Mittelburgenländer, bei dem jedoch ein Umstand sehr hilfreich war.

„Der Führungstreffer vor der Pause hat uns richtig gut getan, wir konnten mit der Führung in die Kabine gehen und uns dort noch einmal richtig auf die zweite Hälfte vorbereiten“, freute den Coach die Performance nach dem Seitenwechsel. Zwar trauten sich die Gäste da mehr zu und versuchten dagegenzuhalten, doch die Amas legten gleich nach Wiederbeginn ihren zweiten Treffer nach.

Andere Rolle passt ebenso

„Wir kamen sehr zielstrebig aus der Kabine zurück und erzielten einen schön heraus gespielten Treffer. Das hat der Barni (Barnabas Varga, Anm.) gut gemacht“, lobte der Trainer seinen Top-Torjäger, der dieses Mal in anderer Funktion aufzeigte. „Obwohl er keinen Treffer selbst erzielte war er extrem wichtig in diesem Spiel, er legte zwei Tore super auf und ich denke, dass ihm diese Rolle auch ganz gut steht.“

Mit der 2:0-Führung waren die SVM Amateure schon voll auf Siegkurs, in der Schlussphase legten sie noch zwei Treffer nach und die waren außerdem sehr sehenswert. Stephan Schimandl traf mit einem richtigen Kracher genau in die rechte Kreuzecke, zuvor köpfte Michael Steinwender einen gut getretenen Eckball mustergültig ein. Der junge Abwehrchef hatte aber auch einen Schreckmoment, löste den jedoch bravourös.

Wichtige Erfahrungen gemacht

„Er hat beim Abspiel vermutlich den Gegenspieler übersehen, doch das kann passieren“, nahm es der Trainer nicht so wild, denn Steinwender reagierte sehr schnell und besserte mit einem gekonnten Tackling seinen Fehler prompt wieder aus. „Das sind aber genau jene Momente, aus denen junge Spieler viel lernen können und die für ihre Entwicklung extrem wichtig sind, sie müssen nur daraus die richtigen Lehren für sich ziehen“, kennt der Coach diese Situation aus eigener Erfahrung.

Denn ansonsten sah Markus Schmidt von Michael Steinwender sowie der gesamten Mannschaft in den zwei Osterheimspielen eine defensiv solide Leistung. „Alle haben in diesen 180 Minuten nach hinten gut gearbeitet und so ließen wir den Gegnern im Grunde nichts zu. Das ist sehr positiv, das brauchen wir auch für die kommenden Spiele. Die Null zu halten ist wichtig und vorne sind wir immer für ein Tor gut, auch wenn es oftmals auch sehr spät fällt.“

Kohfidisch als kleine Unbekannte

Am kommenden Samstag (18.00 Uhr) gehen die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure dann wieder auswärts auf Punktejagd. Der Spielplan führt die Schmidt-Truppe dieses Mal in den Landessüden, denn die Amas gastieren beim ASK Kohfidisch. Dort wollen unsere Burschen natürlich ihre Serie von mittlerweile drei Siegen in Folge fortsetzen, doch die Ausgangslage ist etwas ungewiss.

Schließlich konnten die Südburgenländer im Frühjahr noch nicht so wirklich in Fahrt kommen, jeweils zwei Remis sowie Niederlagen kamen dabei heraus, doch der Amas-Coach hat da noch ihren Auftritt im Herbst in der Akademie im Hinterkopf. „Da traten sie mutig auf, sind hoch gestanden und attackierten uns dementsprechend früh, so gesehen sind sie schwer einzuschätzen, zumal sie auch in Draßburg zuletzt eine gut dagegenhielten.“

Hinzu kommen noch die eigenen Fans, die Spiele der Kohfidischer sind immer gut besucht, und ein für die Jahreszeit sicherlich nicht optimaler Platz, trotzdem gibt es für Markus Schmidt nur eine Devise. „Wir müssen und wollen dort auf alle Fälle auf drei Punkte losgehen. Wenn wir unser Spiel zielstrebig nach vorne betreiben und hinten die Null steht, dann ist es auch egal, was rundherum passiert, es zählt nur unsere eigene Leistung am Platz, die muss passen.“




ASK Kohfidisch - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
21. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Samstag, 07.04.2018, 18.00 Uhr – Sportplatz, Kohfidisch
Ref: Rene Strobl
Ass: Sahin Altintas, Manuel Prenner

(06.04.2018)zurück >