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Zurück in die Erfolgsspur finden

Zuhause klappte es im Herbst perfekt, nun wollen Christoph Halper und Barnabas Varga auch in Parndorf erfolgreich sein.

Respekt für die Leistung der Gäste

Das hätten sich wohl nicht viele erwartet, dass die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure beim verspäteten Frühjahrsauftakt, zwei Spiele mussten bekanntlich wegen der Witterung verschoben werden, zuhause mit einer Niederlage starten würden. Zumal die Gäste aus Neuberg in dieser Saison auch nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen, schließlich sind sie am Tabellenende zu finden und unterlagen noch dazu in der bisher einzigen Frühjahrspartie dem SV Eltendorf klar mit 0:4.

Dennoch gab es bei diesem ungleichen Duell in der Fußballakademie einen überraschenden 2:1-Auswärtserfolg der Außenseiter aus dem Südburgenland, der aber keineswegs unverdient war, wie auch Amas-Coach Markus Schmidt anerkennen musste. „Ich weiß nicht, ob das von ihnen alles so geplant war, doch wenn ja, dann ist es voll aufgegangen und man kann ihnen nur gratulieren“, zeigte der Coach Respekt vor der engagierten Leistung der Konrad-Truppe.

„Sind kaum ins Gegenpressing gekommen“

Die machte seinen Schützlingen nämlich das Leben gehörig schwer. „Sie standen mit sieben bis acht Spielern im und um den Strafraum, machten so hinten alles dicht, hielten uns so vom Chancenkreieren ab und hofften uns mit ihren zwei, drei schnellen Leuten vorne weh tun zu können. Das haben sie dann auch geschafft“, musste Schmidt von der Seitenlinie mit ansehen, wie seine Schützlinge immer wieder mit viel Ballbesitz Druck erzeugten, aber nur wenig dabei herauskam.

Das lag aber vor allem auch an der Spielweise der SVM Amateure, die sich durch das gut organisierte Auftreten der Gäste ein wenig aus der Ruhe bringen ließen. „Wir wurden zu nervös, weil unser Spiel einfach nicht funktionierte. Wenn wir Bälle im Angriffsdrittel verloren hatten, kamen wir einfach nicht ins Gegenpressing hinein und das hat die Mannschaft ein wenig aus der Bahn geworfen“, beobachtete der Trainer von der Seitenlinie.

Zu wenig Druck im Spiel nach vorne

Hinzu kam noch ein Spielverlauf, der alles andere als optimal verlief, denn schon nach fünf Minuten gerieten unsere Burschen durch einen Foulelfmeter in Rückstand. „Der hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen, denn danach war unser Spiel nach vorne nicht druckvoll genug. Die Räume ab 25 Meter vor dem Tor nutzten wir überhaupt nicht, wir hatten ein schlechtes Positionsspiel und agierten ideenlos, dann ist es eben auch schwer einen Mitspieler zu finden bzw. frei zu spielen.“

Bezeichnend für diesen verkorksten Abend war sicherlich auch der zweite Gegentreffer zur Hälfte des ersten Durchganges. „Da kam an diesem Tag alles zusammen, denn wir hatten eigentlich eine Überzahlsituation an der Grundlinie, ließen den Gegner trotzdem vorbeikommen und machten dann auch noch ein unnötiges Foulspiel. Als noch dazu ein scheinbar harmloser, flacher Ball den Weg durch die Zwei-Mann-Mauer finden und im Tor landen konnte, kann durchaus als Höhepunkt bezeichnet werden“, erinnerte sich Schmidt ungern zurück.

Dramatik bis zum Abpfiff

Danach erkannte man eben ein gewisses Nervenflattern bei so manchem Spieler, das auch der Trainer von seiner Position aus beobachten konnte. „Daran merkt man, dass wir eine junge Truppe sind, wo dem Einen oder Anderen im Kopf herumschwirrt, dass wir nun zwei Treffer aufzuholen haben und das blockiert dann eben. Ich kann den Jungs aber keinen Vorwurf machen, dass sie nicht den Willen hatten die Partie umzudrehen, aber unsere Bälle nach vorne waren nicht gut bzw. dynamisch und auch kreativ genug.“

Die Bälle in den Strafraum waren eben nicht das, was sich die Amas erwarteten, doch auch der Schlussmann der Gäste erwischte einen guten Tag und machte so manche Chance zunichte. „Ich denke, wenn uns vor der Pause noch ein Treffer gelungen wäre, hätte das einen enormen Ruck gegeben. Auf der anderen Seite mussten wir froh sein, nicht den dritten oder vielleicht vierten Gegentreffer zu kassieren und trotz alledem hätten wir in Halbzeit zwei durchaus noch ausgleichen oder sogar gewinnen können, die Möglichkeiten waren vorhanden“, brachte Schmidt die gesamte Dramatik des Spiels auf den Punkt.

Fokussiert in die Zukunft

Am Ende blieb eben nur eine 1:2-Heimniederlage als Ergebnis über, doch die konnte schon am nächsten Tag eingehend analysiert und aufgearbeitet werden. „Wir konnten in vielen Gesprächen, einzeln und mit der Mannschaft, dieses Spiel abhaken und den Fokus auf unsere nächsten Aufgaben richten“, versichert ein zuversichtlicher Markus Schmidt, der auch von einem möglichen Dämpfer zur richtigen Zeit spricht.

„Auch wenn es für viele im Herbst leicht ausgesehen haben sollte, wir konnten uns diese Position, die wir uns da geschaffen hatten und immer noch einnehmen, eben nur durch harte Arbeit holen. Keiner schenkt dir etwas in dieser Liga, denn gerade gegen uns geben alle noch ein paar Prozent mehr. Somit müssen wir uns auch weiterhin alles hart erarbeiten, um am Ende unser Ziel, nämlich den Meistertitel, zu erreichen. Schon im Training unter der Woche wurde der Fokus auf diese harte Arbeit gelegt und damit wollen wir auch am kommenden Wochenende weitermachen“, ergänzte der Amas-Coach.

Voll motivierte Mannschaft

Am Samstag (15.00 Uhr) steht jedenfalls das nächste Meisterschaftsspiel für die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure auf dem Programm und dazu gastieren die Schützlinge von Trainer Markus Schmidt im Nordburgenland bei der zweiten Mannschaft des SC/ESV Parndorf. Dort versuchen unsere Burschen wieder alles aus sich herauszuholen, von einer expliziten Reaktion auf die Auftaktpleite will der Coach aber nicht reden.

„Die Mannschaft weiß ja selbst, dass sie am vergangenen Wochenende nicht ihr Leistungsvermögen auf den Platz brachte und will daher unbedingt mit einem Dreier die richtige Antwort selbst geben. Alle Spieler wissen, was zu tun ist und das ist für mich auch das richtige Signal, um wieder erfolgreich zu sein. Da braucht es keine Forderungen von mir, die Jungs sind voll motiviert und wollen das unbedingt auch zeigen“, freut sich Schmidt über das Verhalten seiner Schützlinge.

Nicht gut genug

Dass die Parndorfer selbst eine junge Truppe sind, die unseren Burschen besser liegen könnte, ist kein großes Thema beim Coach. „Sie haben vielleicht nicht solch robuste Spieler in ihren Reihen, das macht es möglicherweise einen Tick leichter. Wir haben es aber ohnehin schon in der Vorbereitung bewiesen, dass wir uns gegen Regionalliga- bzw. Erste Liga-Teams die nötige Durchschlagkraft haben, darum verschwenden wir nun keinen Gedanken daran an uns selbst zu Zweifeln“, erläutert ein optimistischer Amas-Coach.

Wenn die 1:2-Niederlage eines gezeigt hat, dann dass die Amas keinen unterschätzen brauchen, doch dies sollte eigentlich in keinem Spiel ein Thema sein. „Wir wollen uns gar nicht all zu sehr mit dem jeweiligen Gegner beschäftigen, denn in erster Linie muss unser Spiel funktionieren. Es war nicht alles schlecht zuletzt, doch dort, wo es zählt, waren wir an diesem Tag einfach nicht gut genug“, resümierte Schmidt, den auch der abermalige kurze Wintereinbruch nicht aus der Ruhe bringt. „Wir sind überzeugt, dass der Platz in Parndorf gut zu bespielen ist und wollen mit einer guten Leistung wieder zurück in die Erfolgsspur.“




SC/ESV Parndorf II - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
19. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Samstag, 24.03.2018, 15.00 Uhr – Heidebodenstadion, Parndorf
Ref: Christian Dintar
Ass.: Bojan Jovic, Paul Buchecker

(22.03.2018)zurück >