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Zufriedener Rückblick auf einen tollen Herbst

Die SVM Amateure hatten im abgelaufenen Herbst viel Grund zu jubeln, vor allem zuhause blieben sie makellos

Während die Profiabteilung des SV BauWelt Koch Mattersburg in der tipico – Bundesliga noch sechs Runden zu absolvieren hat, befinden sich unsere SVM Amateure in der BVZ Burgenlandliga bereits in der Winterpause. Doch trotz der knapp viermonatigen Ligapause werden die Amas nicht untätig bleiben, schließlich gilt es noch einige Ziele zu erreichen und dazu bedarf es auch in den kommenden Trainingswochen einer guten Vorbereitung.

Zuvor nahm sich Trainer Markus Schmidt ein wenig Zeit, um die abgelaufenen Monate noch einmal Revue passieren zu lassen und einen kurzen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben zu geben.


Markus Schmidt, ihr steht am Ende des Herbst-Durchganges wieder an der Tabellenspitze, wie zufrieden kann der Amas-Coach also mit den vergangenen Monaten sein?

„Ich kann nur sagen, dass er sehr, sehr gut gelaufen ist. Wir sind auf dem ersten Platz und konnten sogar den Herbst des letzten Jahres noch einmal übertreffen. Vier Tore mehr geschossen, acht weniger Gegentreffer erhalten und zwei Punkte mehr erobert, noch dazu mit einem absolvierten Spiel weniger. Ich denke, das kann sich schon sehen lassen und macht uns natürlich auch stolz.“

Mit 36 Punkten und einem Torverhältnis von 52:12 habt ihr ein richtiges Ausrufezeichen gesetzt, wie denkt der Coach darüber?

„Ich denke, dass wir im Vergleich zum letzten Herbst schon gefestigter an die Sache heran gingen. In der Defensive sind wir viel stabiler aufgetreten, konnten vor allem zuhause oftmals zu Null spielen und haben uns auch in der Offensive sehr stark präsentiert, konnten den Wert vom Vorjahr noch einmal hinaufschrauben und genau da sieht man unsere Entwicklung im vergangenen Jahr, wir sind eben um diese zwölf Monate reifer geworden.“

Wenn man einen Blick auf die Tabelle blickt, dann merkt man schon ein Gedränge hinter euch, wie hat sich die Liga entwickelt?

„Ich denke, dass die Liga auf alle Fälle ausgeglichener wurde, denn hinter Wimpassing geht es schon äußerst knapp zur Sache. Bis zu Platz acht sind es nur wenige Punkte und das macht es heuer auch so spannend. Es gibt beinahe kein Match mehr, wo die Rollenverteilung ganz klar ist, du mehr oder weniger schon den Ausgang errätst. Du darfst nicht einfach glauben, dass du irgendwo hinfährst und den Gegner abschießt, jede Mannschaft in der Liga verfolgt einen Plan und versucht den konsequent umzusetzen.

Speziell bei unseren Verfolgern war das umso mehr der Fall, da mussten wir das eine oder andere Mal ordentlich kämpfen, um am Ende erfolgreich zu sein. Es gibt etliche Mannschaften mit einigen sehr starken und auch routinierten Spielern in ihren Reihen, die schon höherklassig unterwegs waren. Man wird in der Burgenlandliga jedenfalls gehörig gefordert.“

Mit Wimpassing habt ihr einen Verfolger, der im letzten Jahr noch im hinteren Bereich der Tabelle zu finden war und nun sogar bis ins Cup-Viertelfinale vordrang und dabei einen Erst- sowie einen Bundesligisten eliminierte?

„Wimpassing war für mich schon nach dem Ende der Transferphase ein Kandidat unter die ersten drei, da sie sich sehr routiniert und vor allem qualitativ verstärken konnten. Diese Erwartungen konnten sie auch erfüllen und im Cup auch so manche Sensation abliefern und damit auf sich aufmerksam machen. Man sieht daran auch, dass die Liga eine sehr hohe Qualität hat, denn Mannschaften wie Eltendorf, Draßburg, Pinkafeld, Stegersbach, Siegendorf oder St. Margarethen haben ebenfalls Spieler in ihren Reihen, die schon Regionalliga-Erfahrung aufweisen.“

Eure Spitzenposition verdankt ihr in erster Linie eurer Heimbilanz, da konntet ihr makellos bleiben, alle Spiele gewinnen?

„Auf jeden Fall, bis auf das 2:1 gegen Markt Allhau waren eigentlich alle Siege sehr souverän. In diesem Spiel hatten wir ein wenig unsere Tugenden vermissen lassen, haben uns deshalb auch etwas schwerer getan. Generell haben wir aber mit dem perfekten Rasen bzw. dem großen Platz in der Akademie unser zielstrebiges Spiel nach vorne durchziehen können und dann ist es auch für jeden Gegner schwer, da dagegen zu halten.“

Auswärts dauerte die Erfolgsserie ebenfalls lange, bis ihr im letzten Spiel eine Niederlage hinnehmen musstet, was waren die Highlights in der Fremde?

„Auswärts hat man, trotz der Niederlage in Siegendorf im letzten Spiel in der Fremde, gesehen, dass wir uns auch gefestigt haben. Wir sind nach Eltendorf, wo wir in den bisherigen Gastspielen noch nichts mitnehmen konnten, mit einer blutjungen Truppe hingefahren und konnten in einem tollen Spiel drei Punkte mit nach Hause nehmen. Da können wir schon stolz darauf sein, wie wir uns auswärts präsentierten.

Schließlich waren die Platzverhältnisse auswärts nicht immer so, dass wir auch dort dementsprechend agieren konnten, wie wir es beispielsweise zuhause tun. Noch dazu kamen immer wieder Gegner, die aggressiv aufgetreten sind und uns das Leben oftmals sehr schwer machten. Man muss eben in der Fremde vor allem in den Zweikämpfen sehr aggressiv auftreten und das hat die Mannschaft meiner Ansicht nach auch gemacht.“

Mit Barnabas Varga hattet ihr einen richtigen Torjäger, der in zwölf Spielen gleich 18 Mal traf, wie wichtig war er für euer Abschneiden?

„Seine Torausbeute spricht da schon eine ganz deutliche Sprache. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns, hat sich auch nie hängen lassen, obwohl es für ihn nicht immer leicht war. Charakterlich ein Top-Spieler, der stetig versucht seine beste Leistung auf den Platz zu bringen und mit seinen Treffern natürlich einen großen Anteil daran hat, dass wir am Ende des Herbstes auf Platz 1 stehen.“

Wenn man auf die Statistik blickt, dann sticht auch ein weiterer Spieler mit einer zweistelligen Treffer-Anzahl ins Auge, nämlich Mittelfeldmotor Christoph Halper, wie kann man seine Leistung einschätzen?

„Für einen Mittelfeldspieler eine herausragende Quote, aber er hat nicht nur im Abschluss seine Qualitäten. Für mich hat er ein ganz großes Potenzial, denn er ist ein Kreativspieler, der hinter den Spitzen agiert und stets für Überraschungen gut ist. Dadurch kann er immer wieder den Unterschied in einem Spiel ausmachen bzw. solche Partien durch eine dieser Aktionen quasi im Alleingang entscheiden.“

Generell gesehen, welche Entwicklung hat die Mannschaft aus Sicht des Trainers genommen?

„Ich denke, dass wir im Herbst sehr gut gearbeitet haben, das sieht man auch in jeder Trainingseinheit, dass die Jungs topmotiviert und mit Freude an die Sache herangehen. Da war alles dabei, um erfolgreich arbeiten zu können. Wir konnten auch viele junge Spieler, die von der Akademie zu uns in den Kader kamen, gut integrieren und die etablierten sich auch vielversprechend.

Ein Michael Steinwender, Melvin Reichardt bzw. Martin Majnovics hatten schon einige Einsätze in der Burgenlandliga, aber auch ein Luca Sedlatschek oder Filip Borsos durften sich schon das eine oder andere Mal beweisen. Sie sind jetzt am Ende der Meisterschaft schon viel näher an der ersten Elf dran als noch zu Beginn und das zeigt auch die Entwicklung der gesamten Mannschaft. Das ist auch unser Ziel, nämlich junge Spieler weiterzuentwickeln, und das werden wir auch weiterhin konsequent verfolgen.“

Welche Ziele verfolgt ihr nun in der ligafreien Zeit?

„Wir wollen natürlich unseren Titel beim Hallenmasters verteidigen, das ist keine Frage, schließlich spielen junge Kicker gerne in der Halle und das wollen unsere Jungs auch in Oberwart erneut unter Beweis stellen. Die Dynamik und taktisch-technischen Voraussetzungen bringen wir mit und ich denke, dass wir deshalb auch dieses Mal eine ordentliche Rolle spielen werden.“

Was strebt ihr im Frühjahr an, gibt es besondere Herausforderungen?

„Wir haben jetzt im Herbst einmal verloren, dann könnte ein Ziel im Frühjahr sein, ungeschlagen zu bleiben. Generell wollen wir aber weiterhin versuchen den ganz jungen Spielern mehr Einsatzzeit zu geben, sich in Defensive und Offensive weiterzuentwickeln, damit wir weniger Tore bekommen bzw. vielleicht noch mehr erzielen.

Das ganz große Ziel, nämlich den Aufstieg in die Regionalliga, haben wir, nach einer tollen Saison im Vorjahr leider im letzten Spiel verpasst. Das wollen wir heuer unbedingt schaffen bzw. besser machen und die Tabelle unterstreicht hier auf alle Fälle, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.“


Danke für das Interview!

(15.11.2017)zurück >