created by schokobanane.

Reaktion im abschließenden Heimspiel zeigen

Daheim soll zum Abschluss des Herbstdurchganges wieder gejubelt werden

Unnötige Niederlage

„Es ist schade, dass wir die Hinrunde nicht ohne Niederlage beenden konnten, weil die eben noch dazu so spät kam“, hätte sich Amas-Coach Markus Schmidt gerne eine makellose Herbst-Saison in der BVZ Burgenlandliga gewünscht, doch im letzten Auswärtsspiel in der 14. und vorletzten Runde mussten sich die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure beim ASV Siegendorf mit 2:3 geschlagen geben.

Nach Ansicht des Ex-Profis war dies jedoch eine unnötige Niederlage, die so nicht hätte passieren müssen. „Wenn der Gegner über das gesamte Spiel klar besser ist, dann hat er sich den Sieg auch verdient, doch das war in dieser Partie aus meiner Sicht nicht wirklich der Fall“, legte Schmidt seine Wahrnehmung des letzten Duells dar, um diese auch gleich zu präzisieren.

Völlig verschlafener Beginn

Dass die Siegendorfer nämlich nicht viel besser waren, lag vor allem an seinen eigenen Schützlingen. „Wir haben die ersten 25 Minuten in diesem Spiel komplett verschlafen, konnten weder die nötige Leidenschaft, noch Aggressivität und schon gar keine Zielstrebigkeit in dieser Phase an den Tag legen. In diesen Punkten waren die Hausherren schon viel besser im Spiel.“

Die Siegendorfer konnten in der Folge auch zum Führungstreffer kommen, wobei die SVM Amateure daran nicht unbeteiligt waren. „Da waren einfach zu viele individuelle Fehler dabei, denn wenn du als Torhüter schreist, dann solltest du eben vor dem Gegenspieler am Ball sein“, doch Schmidt sieht nicht den Schlussmann als schwarzen Peter, denn „wir hätten zuvor schon die Hereingabe attackieren und klären können, das war auf alle Fälle möglich, ist aber nicht passiert.“

Auch Glück dabei gewesen

Mit diesen Versäumnissen in der Defensive und dem daraus resultierenden Gegentreffer hatten die Gastgeber dann sicherlich das Momentum auf ihrer Seite, nutzten dies zum zweiten Treffer, der aber ebenfalls nicht ohne individuellen Fehler der Amas gefallen wäre. „Nach einem Ballverlust im Zentrum machten es die Siegendorfer auf der linken Seite gut, konterten blitzschnell, zwar konnte Bernhard Unger noch parieren, doch beim Abpraller waren die Hausherren eben handlungsschneller als wir“, musste der Coach eingestehen.

Dieser zweite Treffer war irgendwie symptomatisch für diese Begegnung, denn „das war ihr Plan, uns das Zentrum anzubieten, dort den Ballführenden in Überzahl zu attackieren und so zu Chancen zu kommen“, musste der Amas-Coach neidlos anerkennen, dass es der Aufsteiger gut gemacht hatte. „Wir hatten in der Folge nämlich Glück gehabt, dass wir nicht noch den dritten Gegentreffer kassiert haben, schließlich waren zwei, drei gute Möglichkeiten dazu da.“

Amas fanden besser ins Spiel

Erst ab Mitte der ersten Spielhälfte fanden die Amas dann besser ins Spiel, auch weil die Hausherren nicht mehr gut dagegenhalten konnten. „Es sah wohl so aus, als hätten sie in der Anfangsphase alles aus sich heraus geholt, denn ab der 25. bis 30. Spielminute wirkten wir frischer, waren läuferisch stärker und versuchten das Mittelfeld schneller zu überbrücken“, sah Markus Schmidt sein Team in dieser Phase etwas im Aufwind.

Zwar waren zwingende Torchancen Mangelware, dennoch fanden die Schmidt-Schützlinge eine tolle Möglichkeit vor und konnten sogar verkürzen. „Aus einer Standardsituation hätten wir beinahe den Anschlusstreffer erzielt, doch trafen nur den Torhüter. Nach einer Drga-Flanke war es dann aber soweit und der Pisacic-Kopfballtreffer ließ das Spiel aus meiner Sicht wieder leicht kippen.“

Dominant nach dem Wechsel

Bis zur Pause konnten sich die SVM Amateure keine Top-Torchancen mehr herausarbeiten, was auch den schwierigen Platzverhältnissen, vor allem dem holprigen Boden, geschuldet war. Dieser machte ein Kombinationsspiel sehr schwer und verhinderte einen koordinierten Spielaufbau. So richtig gefährlich wurden die Amas schließlich ohnehin erst nach dem Seitenwechsel, was wohl auch an der Kabinenansprache ihres Trainers lag.

„Wir haben das alles in der Halbzeit analysiert, wollten trotz des schwierigen Untergrundes aber mehr Aggressivität, Leidenschaft und auch Zielstrebigkeit in unser Spiel bringen, was uns auch super gelang“, erinnerte sich der Amas-Coach gerne an diese Phase zurück. Einzig ein Treffer wollte unseren Youngsters aber nicht gelingen, obwohl teilweise hochkarätige Einschussmöglichkeiten vorhanden waren.

Bitterer Gegentreffer machte Aufholjagd schwer

Christoph Halper hatte sicherlich die größten Chancen, die kann man dann auch schon einmal machen, doch wir hatten noch zwei, drei weitere Aktionen, die zu Toren führen hätten können, doch verabsäumten es zuzuschlagen“, erläuterte Markus Schmidt, der auf der Gegenseite jedoch einen sehr bitteren dritten Gegentreffer mit ansehen musste. „Es war wieder ein individueller Fehler oder vielmehr Pech, dass der Berni (Anm.: Bernhard Unger) gerade in dem Moment ausrutscht, doch die Mannschaft hat nicht aufgegeben.“

Da sprach der Coach auch die mentale Verfassung nach solch einem Gegentor an. „Wenn du als Spieler siehst, wie schwer es ist den Gegner auszuspielen und dann eben diesen Rückschlag erlebst, dann tut das schon extrem weh. Dennoch gaben wir nicht auf, brachten mit Luca Sedlatschek und Filip Borsos zwei junge Leute ins Spiel und kamen noch zum Anschlusstreffer, der aber zu spät fiel. Alles in allem war ich aber mit dem Auftritt nach der Pause zufrieden, auch wenn er nicht mehr den ersehnten Punktgewinn brachte.“

Guter Abschluss des Kalenderjahres

Nach diesem Dämpfer hieß es gleich danach die Köpfe so rasch als möglich aufzurichten und vor allem den Fokus auf das letzte Heimspiel vor der Winterpause zu legen. Da empfangen die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure nämlich am Freitag (19.00 Uhr) Aufsteiger SC Bad Sauerbrunn auf dem Gelände der Fußballakademie und möchten dort mit einer tollen Leistung das Pflichtspiel-Kalenderjahr 2017 erfolgreich beenden.

Dazu wünscht sich Trainer Markus Schmidt eine Reaktion seiner Schützlinge im abschließenden Heimspiel. „Wir haben dieses letzte Spiel in Siegendorf ganz klar angesprochen und eingehend analysiert. Ich erwarte mir von den Jungs eine dementsprechende Reaktion darauf, bin mir aber sicher, dass die kommen wird. Schließlich wollen die Spieler das ohnehin nicht auf sich sitzen lassen und zeigen, was sie wirklich draufhaben.“

Eigenes Spiel entscheidend

So soll die Festung Fußballakademie auch in diesem Spiel nicht wackeln, denn die SVM Amateure sind die heimstärkste Mannschaft der Liga, gaben bislang noch keinen einzigen Punkt vor heimischem Publikum ab und das soll auch so bleiben. Dabei soll auch der Gegner keine allzu große Rolle spielen, obwohl die Kurstädter nicht unbedingt als Auswärtsschreck in der Liga bekannt sind, denn erst drei ihrer insgesamt dreizehn Punkte auf dem Konto konnten in der Fremde erobert werden.

Diese allerdings beim letzten Auswärtsspiel im Südburgenland, beim UFC Markt Allhau, wo dem Aufsteiger ein 4:1-Erfolg gelang. „Sie sind im Mittelfeld gut klassiert, haben einige prominente Namen in ihren Reihen, doch alles in allem sollte das keine großen Bedeutung für uns haben. Wir müssen vielmehr von Beginn weg die richtigen Tugenden auf den Platz bringen, das ist das Wichtigste und der Garant für den nächsten, abschließenden Heimdreier.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - SC Bad Sauerbrunn
15. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Freitag, 03.11.2017, 19.00 Uhr – Fußballakademie, Mattersburg
Ref: Thomas Paukovitsch; Ass.: Christopher Kührer, Jan Uwe Thiel

(01.11.2017)zurück >