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Spannendes Topspiel in der Fußballakademie

Im Vorjahr schafften Christoph Halper und Kollegen, trotz eines frühen 0:1-Rückstandes, einen 3:1-Heimerfolg. Was gelingt dieses Mal gegen Wimpassing?

Intensitves Duell zweier spielstarker Teams

Das Saisonfinish in der BVZ Burgenlandliga hat es für die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure ziemlich in sich, schließlich warten mit dem SV Wimpassing sowie dem ASV Siegendorf die unmittelbaren Verfolger noch und auch die Partien zuletzt im Landessüden beim SV Eltendorf und nun beim SV Stegersbach waren richtige Gradmesser, bedurfte es einer starken Leistung, um dort bestehen zu können.

Das Gastspiel in Stegersbach zwischen zwei spielstarken Mannschaften hatte vor allem aber viel Emotionalität und auch Intensität. Man merkte schon, dass sich zwei Teams gegenüber standen, die beide das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Dementsprechend traten sowohl die Südburgenländer als auch unsere Amas auf, schenkten sich keinen Millimeter auf dem Platz und versuchten so dem Gegner keinen Raum zu lassen.

Spielplan früh verworfen

Viel offensiv Nennenswertes gab es im ersten Spielabschnitt nicht zu bestaunen, denn bis auf einen Stanglpass der Gastgeber, der allerdings keinen Abnehmer fand war von ihnen wenig zu sehen. Auch die SVM Amateure konnten ihre Ballgewinne mit schnellem Umschaltspiel nicht so zielstrebig ausnutzen. Dies lag aber durchaus auch daran, dass unsere Burschen ab Mitte der ersten Hälfte mit einem Mann weniger auf dem Platz waren.

Top-Torjäger Barnabas Varga ließ sich zu einer unnötigen Aktion hinreißen und wurde daraufhin folgerichtig vom Platz gestellt. „Wir brauchten anschließend etwa zehn Minuten, um wieder unsere Ordnung zu finden. Wir mussten schon früh unseren eigenen Spielplan mit hohem Pressing, um so lange Bälle zu erzwingen, verworfen und ihnen ihre eigene Spielhälfte überlassen“, erläuterte Trainer Markus Schmidt.

Momentum auf ihrer Seite

Dennoch präsentierten sich seine Schützlinge auf der Gegenseite sehr kompakt. „Wir konnten mit einer hohen Laufbereitschaft die Räume sehr gut schließen, machten auch ihre Stärke, das Überzahlspiel über die Seite, mit einer guten Raumaufteilung zunichte. Aufgrund der Situation mit einem Mann weniger auf dem Feld war es eine sehr gute Leistung von uns, da wir ordentlich gegen den Ball arbeiteten. Im Grunde neutralisierten sich beide Mannschaften so im ersten Durchgang“, freute sich der Amas-Coach.

Auch nach dem Seitenwechsel versuchten die Heimischen dann nochmals die Überzahl zu nutzen und Druck zu machen, doch die Amas verstanden es nichts zuzulassen, in der eigenen Spielhälfte und vor allem vor dem eigenen Tor kompakt zu agieren. Mit dem ersten Ausschluss der Stegersbacher änderte sich der Spielverlauf wieder, denn mit personellem Gleichstand war wieder das Momentum auf Seiten der SVM-Kicker.

Spielverlagerungen als Mittel zum Erfolg

„Wir konnten das Spiel wieder mehr in die Hand nehmen und weiter vorne attackieren, denn sie wirkten auch etwas verunsichert“, sah Schmidt seine Schützlinge besser in Spiel kommen, was auch an der guten Spielverlagerung lag. „Da Stegersbach weit nach innen rückte und auf der Ballseite durch Pressing den Ball erobern wollte, mussten wir geschickt die Seiten verlagern, um sich die auf der Gegenseite ergebenden Räume zu nutzen.“

Dies gelang unseren Burschen auch ganz gut, zwar wurde eine Drga-Hereingabe von Piotr Pawlowski knapp über die Latte geköpft, doch die Führung entstand aus einer ähnlichen Aktion. „Wieder war es ein Seitenwechsel auf Michael Drga, der dort für Druck sorgte und mit seiner guten Hereingabe den Stegersbacher Abwehrspieler mehr oder weniger zwang den Ball ins eigene Tor zu blocken“, erinnerte sich Markus Schmidt.

Individuelle Fehler verhinderte …

Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt auch völlig in Ordnung, denn „wir hatten eigentlich alles im Griff und die Gastgeber nicht unbedingt den Plan aus ihrer scheinbaren Verunsicherung herauszukommen.“ Außerdem musste er noch mit ansehen, wie Piotr Pawlowski die Riesenchance auf das 2:0 ausließ, als er schon vermeintlich den Torhüter umkurvte, aber dennoch nicht den Ball im Tor unterbrachte. Umso bitterer ist es aus der Sicht der Amas, dass das Spiel nicht gewonnen wurde, noch dazu da sie beim Ausgleichstreffer durch individuelle Fehler selbst tatkräftig mithalfen.

„Der Pez (Anm.: Peter Hawlik) traf schon die falsche Entscheidung, hätte auf der Seite Platz und Zeit gehabt, verlor jedoch in der Mitte den Ball. Die nächste Fehlentscheidung unterlief dann Raphael Behounek, der sich den langen Ball der der Hausherren annehmen wollte anstatt ihn gleich direkt wegzuschlagen, denn er rutschte dabei aus. So lief die Kugel in Richtung unseres Strafraumes, kam zu Nico Benkö, der auch gleich abzog und diese vor allem gut traf“, analysierte der Amas-Coach die letztlich entscheidende Szene.

… einen nicht unverdienten Sieg

Dennoch zeigte sich Trainer Markus Schmidt von der Darbietung unserer Truppe sehr angetan, weil es auch keine leichte Aufgabe war und vor allem eine Situation auftrat, die nicht alltäglich für die Amas bisher war. „Schon zu einem so frühen Zeitpunkt mit einem Mann weniger auf den Platz zu stehen war eine ganz neue Erfahrung für die Jungs, doch ich denke sie sind damit sehr gut umgegangen.“

Schließlich ließen die SVM Amateure bis auch jene eben besagte Aktion kurz vor dem Ende nicht viel zu, sondern präsentierten sich äußerst kompakt. „Diese Spiel zeigte gut, dass wir auch auf Abwarten spielen können, denn unsere Absicherung bzw. Staffelung war gut. Für mich waren wir an diesem Abend auf alle Fälle die kompaktere, bessere und auch reifere Mannschaft, wir hätten uns deshalb auch einen Sieg verdient gehabt“, attestierte der Coach seinen Schützlingen ein gutes Zeugnis bei dieser Challenge.

Nachbarschaftsduell an der Tabellenspitze

Aber wie schon zuvor erwähnt warten auch in den kommenden beiden Spielen nicht unbedingt leichte Aufgaben auf die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure. Den Auftakt macht da am Freitag (19.00 Uhr) das Heimspiel in der Fußballakademie gegen den unmittelbaren Verfolger SV Wimpassing, der nur drei Punkte hinter unserem Team liegt, jedoch am vergangenen Wochenende die erste Saisonniederlage einstecken musste.

So gesehen waren die Amas, trotz dem Remis Stegersbach, irgendwie die Sieger der letzten Runde an der Spitzem da sie den Vorsprung ausbauen konnten. „Für mich kam die Niederlage eigentlich schon ein wenig überraschend, das Spiel war auch sehr ausgeglichen, beide Mannschaften neutralisierten sich und erst ein später Elfer entschied zu Gunsten der Eltendorfer, die aber auch nicht irgendwer sind, wie wir erst unlängst selbst erlebt haben“, schildert Trainer Markus Schmidt.

Für Spannung ist gesorgt

Für ihn und seine Schützlinge wartet nun also das Topspiel der Runde, schließlich empfängt der Tabellenführer den unmittelbaren Verfolger, noch dazu heißt es bestes Heimteam ohne Punkteverlust zuhause (zwar hat Siegendorf zwei Punkte mehr geholt, aber auch zwei Spiele mehr absolviert) gegen das beste Auswärtsteam der BVZ Burgenlandliga und da ist in der Fußballakademie am Freitag-Abend für Spannung gesorgt.

„Sie wollen uns sicherlich die erste Saisonniederlage zufügen, doch klarerweise haben wir etwas dagegen, wollen unsere weiße Weste bewahren und einen Dreier einfahren, doch dazu werden wir vermutlich sehr viel investieren müssen“, ist sich der Amas-Coach sicher, denn „nach der spielerisch starken Stegersbacher Mannschaft kommt nun eine extrem routinierte Truppe zu uns, die auf viel Regionalliga- und vor allem Bundesliga-Erfahrung zurückgreifen kann.“

Tempo hoch halten und aktiv bleiben

Für den ehemaligen Profi ist klar, wie der Heimdreier gelingen kann, nämlich „durch ein Tempo, dass wir stets hoch halten müssen, und ständiges aktives Verhalten auf dem Platz. Im Spiel nach vorne heißt es zielstrebig bleiben und die Chancen eiskalt zu nutzen.“ Denn mit Thomas Dau haben sie einen besonders motivierten Goalie zwischen den Pfosten stehen. „Wir wissen ja aus eigener Erfahrung, dass er ein hervorragender Torhüter ist, wenn er die nötige Motivation und vor allem den Willen an den Tag legt, davon gehe ich in diesem Spiel jedoch auf alle Fälle aus.“

Aber nicht nur das Spiel nach vorne, sondern vor allem jenes gegen den Ball wird gegen diese routinierte Truppe entscheidend sein. „Gegenpressing ist immer wichtig, wir wollen in jedem Spiel so wenig kontrollierte Bälle zulassen wie nur möglich, da ist es egal gegen wen es gerade geht und so werden wir es auch gegen Wimpassing handhaben, schließlich haben sie mit Egharevba und Sistek gefährliche Leute vorne drinnen.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - SV Wimpassing
13. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Freitag, 20.10.2017, 19.00 Uhr – Fußballakademie, Mattersburg
Ref: Roland Braunschmidt; Ass.: Fatih Tekeli, Naim Maxharri

(18.10.2017)zurück >