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Dem Remis soll wieder ein Heimsieg folgen

Zuhause wollen die Amas wieder über einen Sieg jubeln

Wäre mehr drinnen gewesen

Das zweite Auswärtsremis der SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure in Serie war eines der schwierigeren Sorte, denn im Gegensatz zum 0:0 in Draßburg, wo unsere Burschen das Spielgeschehen diktierten und lediglich verabsäumten einen Treffer zu erzielen, gelang dies in St. Margarethen schon ziemlich früh, doch trotzdem war es ein spannendes Spiel bis zum Schluss, das einen hart erkämpften Punkt brachte.

Trainer Markus Schmidt konnte am Ende zwar mit dem Punkt ganz gut leben, doch seiner Ansicht nach hätte mehr herausschauen können, fast schon müssen. „Unser Anspruch muss es sein, egal wo und gegen wen wir spielen, immer drei Punkte zu holen“, schilderte der Amas-Coach, der jedoch auch sah, dass es nicht nur an der Leistung seiner Schützlinge lag.

Hartnäckige Hausherren traten mutig auf

„St. Margarethen ist sehr mutig und leidenschaftlich aufgetreten, speziell in den ersten zehn Minuten haben sie uns hoch zugestellt. Da brauchten wir diese Zeit, um uns auf den Spielstil des Gegners einzustellen, doch dann hatten wir meines Erachtens die Partie sehr gut in den Griff bekommen“, analysierte Schmidt, der auch in dieser Phase den Führungstreffer bejubeln durfte.

„Der war zu diesem Zeitpunkt völlig verdient, was mich ein wenig störte ist aber die Tatsache, dass wir anschließend aus unseren guten Möglichkeiten kein Kapital schlagen und nachlegen konnten“, ärgerte sich der Ex-Bundesliga-Profi nicht nur über seine eigenen Schützlinge. „Das Schiri-Team hatte etwas gegen unsere beiden Treffer, weshalb es bei der knappen Führung blieb“, wunderte sich der Coach schon ein wenig.

Zwei Treffer aberkannt

Denn sowohl einem angeblichen Abseitstreffer als auch einem weiteren Treffer wegen eines angeblichen Foulspiels wurden keine Anerkennung gegeben. „Das Abseits ist aus meiner Warte nicht aufzulösen, doch es war eng. Hingegen beim Foulpfiff bin ich mir völlig sicher, dass der unberechtigt war, denn Stephan Schimandl setzte sich einfach mit viel Schwung super durch. Eigentlich hätten wir einen Elfer bekommen können bei einem geblockten Schuss.“

Schon das allein zeigt, dass die Amas die Partie gut im Griff hatten, leidenschaftlich und vor allem zielstrebig nach vorne agierten. „Wir ließen im Grunde nichts zu, leider hat dann Markus Böcskör bei einem Rückpass die falsche Entscheidung getroffen. Das war ein ungemein ungünstiger Zeitpunkt für einen Gegentreffer, denn nun war die Partie wieder offen.

Zu Umstellung gezwungen

In den ersten zehn bis fünfzehn Minuten nach dem Seitenwechsel tat sich wenig, ehe Markus Schmidt verletzungsbedingt Peter Hawlik ersetzen musste, was sich aber als schwierig herausstellen sollte. „Wir hatten keinen adäquaten Ersatz auf der Bank, mussten also das System verändern und das hat in diesem Spiel nicht so wirklich gepasst“, erläuterte der Trainer, der in der Folge keine wirklich zwingenden Szenen auf beiden Seiten sah.

Da gab es eigentlich nur einen herrlichen Pichler-Steilpass auf Barnabas Varga, der im Strafraum ganz klar von den Beinen geholt wurde, aber der fällige Elferpfiff ausblieb. Im Gegenzug wurde dann aber auch ein möglicher Gegentreffer wegen einem Handspiel ebenfalls nicht gegeben. Richtig turbulent wurde es aber erst in der Schlussphase.

Selbstkritischer Amas-Coach

„Die letzten zehn Minuten muss ich wohl auf meine Kappe nehmen, da muss man sich mit dem Punkt zufrieden geben. Wir hatten nämlich viel zu viele Ballverluste, die sich dann zu gefährlichen Kontern entwickelt haben. Also kann ich am Ende mit dem Punkt ganz gut leben“, zeigte sich der Amas-Coach durchaus auch selbstkritisch.

Was auf alle Fälle nach neun gespielten Runden auffällt, ist, dass die Amas trotz dieser beiden Remis in der Fremde immer noch von der Tabellenspitze lachen, aber der Schwung vom Saisonstart ein wenig verflogen ist. „Blickt man auf die letzten beiden Spiele zurück kann man das auf alle Fälle sagen. Gegen Deutschkreutz zuhause und zuletzt in St. Margarethen brauchten wir jeweils eine Weile, bis wir den nötigen Kampf annahmen und die Leidenschaft gegen den Ball hatten.“

Bewegung ohne Ball wichtig

Aus seiner Sicht haben diese beiden Gegenüber vieles richtig gemacht, denn „die waren viel präsenter und wir müssen nun schauen, um dort wieder hineinzufinden, sprich dem Auftreten zuletzt entgegenzuwirken. Wie gesagt unser Anspruch muss sein ein Spiel mit drei Punkten beenden zu wollen. Da müssen wir selbstbewusster auftreten, von Anfang an die Zweikämpfe suchen und diese aggressiv gewinnen.“

Wenn man dem Amas-Coach Glauben schenken darf, dann liegt zwischen diesen beiden Möglichkeiten nicht viel Spielraum. „Wenn wir einfach mutiger auftreten, dann haben wir auch das Werkzeug dazu, die Gegner auszuspielen. Das fehlte zuletzt ein wenig, wir müssen aber vor allem die Bewegung ohne den Ball forcieren, um uns da Räume zu schaffen und den Gegner dadurch gleichzeitig läuferisch unter Druck zu setzen. Gelingt uns das nicht, werden die Partien immer enger werden.“

Wundertüte der Liga

Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich nun am kommenden Sonntag (17.30 Uhr), wenn die Südburgenländer vom UFC Markt Allhau in der Fußballakademie zu Gast sind Die Gäste sind bisher mit ziemlich unterschiedlichen Ergebnissen durch die Saison gekommen, dementsprechend hat Amas-Trainer Markus Schmidt auch eine zutreffende Bezeichnung parat.

„Markt Allhau ist so etwas wie die Wundertüte der Liga, kann überall gewinnen, aber auch eine deftige Klatsche kassieren“, schätzt der Coach die Lage ein, hat jedoch eine klare Vorstellung vom künftigen Spiel. „Wir wollen unbedingt wieder auf die Siegerstraße zurückkehren, dazu bedarf es einer konzentrierten und auch zielstrebigen Leistung, wie etwa zu Saisonbeginn“, schilderte Schmidt mit dem hoffnungsvollen Nachsatz, dass „wir versuchen, die Burschen dort hinzubringen.“

Die Feinheiten machen es aus

Nun steht das nächste Heimspiel auf dem Programm und der Faktor heim hat beim Amas-Coach einen großen Stellenwert. „Sicherlich ist es ein ganz anderes, deutlich besseres Gefühl wenn du zuhause antreten darfst, denn da kennst du alles ganz im Gegensatz zur Fremde vor dem gegnerischen Publikum“, erklärt der Mann an der Amas-Seitenlinie, der aber auch in seinem Bereich Feinheiten zu verändern sieht.

„Vielleicht müssen wir auswärts vom System her oder auch taktisch etwas umstellen, doch man sollte ohnehin nicht allzu viel darüber grübeln. Unsere Burschen haben einiges drauf, gepaart mit den Tugenden Leidenschaft und Wille haben wir immer gute Partien abgeliefert, die meistens uns auch einen Dreier zur Folge hatten und das erwarte ich mir in jedem Match von meinen Schützlingen."




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - UFC Markt Allhau
10. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Sonntag, 01.10.2017, 17.30 Uhr – Fußballakademie Burgenland, Mattersburg
Ref: Jozo Katava; Ass.: Robert Gruber, Murat Gül

(29.09.2017)zurück >