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Amas wollen auf die Siegerstraße zurück


Dieses Mal kein Treffer

Von der Tabellensituation her war es das absolute Topspiel der Runde, schließlich empfing der Tabellendritte den überlegenen Tabellenführer, doch das Gastspiel der SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure beim ASV Draßburg konnte rein vom Ergebnis her die hohen Erwartungen am Ende nicht erfüllen. Zwar gab es etwa noch vor knapp eineinhalb Jahren ein spektakuläres 6:5 zwischen diesen beiden, doch dieses Mal gab es in 90 Minuten keinen Treffer.

Das torlose Remis konnte zwar die Hausherren zufrieden stimmen, doch der Amas-Coach hatte da eine andere Meinung. „Nach dem Match ließ ich noch mit meinem Gegenüber das Spiel Revue passieren und er meinte, wie könnten beide mit dem Punkt leben, doch um ehrlich zu sein, war ich schon etwas enttäuscht. Denn ich denke, dass für uns in diesem Spiel viel mehr drinnen gewesen wäre“, schilderte Markus Schmidt.

Amas schnürten Hausherren ein

Dass die SVM Amateure nicht all ihre Spiele in der heurigen Burgenlandliga-Saison nicht gewinnen werden, war sicherlich auch allen Beteiligten bei unseren Amas klar, doch die Serie von sechs Siegen zum Auftakt hätte nicht unbedingt in Draßburg reißen müssen, denn vor allem in der Anfangsphase machte es den Eindruck, als könnten unsere Youngsters auch im siebten Ligaspiel als Sieger vom Platz gehen.

„In den ersten zwanzig Minuten waren die Hausherren eigentlich gar nicht vorhanden, da standen wir sehr hoch und schnürten sie ein“, erläuterte Schmidt, der bei etlichen Angriffen mit Ausnahme von Torhüter Markus Böcskör alle seine Spieler in der gegnerischen Spielhälfte sah. „In dieser Phase hätten wir eben eine Chance nutzen müssen, dann wäre die Partie sicher zu unseren Gunsten ausgegangen“, ergänzte der Coach.

Gute Chancen ungenutzt

Und dies ist keineswegs aus der Luft gegriffen, denn unsere Burschen hatten durchaus die eine oder andere Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Etwa als Luca Pichler im Eins gegen Eins-Duell an Schlussmann Lukas Stifter scheiterte oder der etwas überrascht wirkende Stephan Schimandl eine zu ihm durchgekommene Drga-Hereingabe knapp am Pfosten vorbeischob.

„Entweder wollte der Ball nicht rein oder wir waren im Abschluss einfach zu schlampig bzw. nicht entschlossen genug. Denn vom Auftreten und Willen, sprich all dem, was wir auf dem Platz zeigten, konnte ich zufrieden sein. Wir setzten vieles von dem um, was wir uns vorgenommen hatten und ließen auch nach der Pause nicht locker, was eine klare Steigerung zum Vorjahr bedeutete“, analysierte Schmidt.

Stärkerer Wind und noch defensivere Gastgeber

Der Amas-Coach lag mit dieser Einschätzung keinesfalls falsch, schließlich führten seine Schützlinge vor etwa einem Jahr zur Pause mit 1:0, gaben nach dem Seitenwechsel aber die Zügel aus der Hand und mussten sich am Ende mit einem 1:1 begnügen. Das war dieses Mal nicht der Fall, denn wie schon vor der Pause dominierten unsere Burschen das Spielgeschehen und drückten die Gastgeber weiterhin tief in deren eigene Hälfte hinein.

„Ich denke, sie standen nach dem Seitenwechsel sogar noch tiefer als zuvor, hinzu kam ein noch stärkerer, weil etwas böiger, Wind, was zusammen für uns die Sache nicht unbedingt leichter machte“, erinnerte sich der Ex-Profi auf der Betreuerbank ungern darauf zurück, denn aus seiner Sicht machte dies vor allem das Flankenspiel extrem schwierig und dort kamen die Amas auch nur noch selten durch.

Große Chance ausgelassen

Dennoch fanden die SVM Amateure die eine oder andere gute Möglichkeit vor, was nicht zuletzt auch an der Hereinnahme von Kreativspieler Christoph Halper lag, der aber selbst die größte Möglichkeit vergab. „Ich denke allerdings, dass er in dieser Situation die Kugel nicht zu 100% getroffen hatte, schließlich ist es für einen Torwart aus einer derart kurzen Distanz schwierig diese zu parieren, obwohl das seine Glanztat keinesfalls schmälern soll“, hatte Schmidt wohl schon einen Torjubel auf den Lippen.

Daraus wurde am Ende aber nichts, denn eigentlich hätte es auch extrem bitter werden können, wenn die Hausherren eine ihrer Kontermöglichkeiten besser ausgespielt hätten. „Wir haben es aber hinten extrem gut gemacht, waren trotz unserer hohen Spielweise hinten kompromisslos, wenn wir sein mussten. Am Ende kann ich mit der Leistung sicherlich zufrieden sein, mit dem Ergebnis keineswegs“, gab Markus Schmidt zu Protokoll.

Starke Kontermannschaft

Das heißt es aber so rasch als möglich abzuhaken und den Fokus auf das kommende Heimspiel, das bereits am Freitag (19.00 Uhr) auf dem Programm steht, zu richten. Schließlich gastiert mit dem FC Deutschkreutz eine Mannschaft in der Fußballakademie, die vor allem in den ersten Runden ihre gefährlichen Seiten unter Beweis gestellt hatte und für so manche Überraschung sorgte.

Einen ähnlichen Auftritt traut Amas-Coach Markus Schmidt den Mittelburgenländern auch im nun anstehenden Duell zu, denn „die Deutschkreutzer sind eine gute Kontermannschaft, die bei entsprechenden Räumen und eventuellen Ballverlusten im Spielaufbau stets zur Stelle ist und diese Möglichkeiten eiskalt ausnutzen kann.“

Eigene Leistung im Fokus

Für den Trainer der SVM Amateure zählt jedoch in erster Linie nicht die Spielweise der Gäste, sondern vielmehr jene der eigenen Mannschaft und die soll ganz deutlich zur Schau gestellt werden. „Wir wollen auf alle Fälle wieder auf die Siegerstraße zurückkehren, doch wir brauchen auf keinen Fall glauben, dass wir immer vier, fünf Tore schießen und über die Gegner quasi drüberfahren.“

Markus Schmidt spricht da in gewisser Weise sicherlich auch das letzte Duell in der Fußballakademie an, das die Amas gegen Deutschkreutz im Vorjahr mit 8:2 für sich entscheiden konnten. Solch ein deutlicher Sieg ist für den 39-jährigen Coach keineswegs selbstverständlich, sondern setzt ein optimales Umsetzen der eigenen Tugenden auf dem Platz voraus.

Nicht effizient genug

„Wir müssen einen ähnlichen Auftritt, wie zuletzt in Draßburg, hinlegen, doch mit einer entscheidenden Änderung, nämlich einem besseren bzw. zielstrebigeren Verhalten vor dem Tor. Da waren wir eben nicht entschlossen oder effizient genug und genau daran müssen wir im kommenden Spiel arbeiten“, gibt Markus Schmidt eine klare Marschroute für das Heimspiel vor.

Mit der Vorstellung in der Defensive konnte er ja schließlich und endlich schon beim Topspiel zufrieden sein. „Wenn wir jene Kompromisslosigkeit im Defensivverhalten erneut wieder auf den Platz bringen können, dann wird vor dem eigenen Tor nur wenig passieren. Aber vorne muss es definitiv besser werden, brauchen wir unbedingt einen Treffer, der dann vieles leichter machen wird“, prophezeit Schmidt, ob es dann auch so kommt, wird die Partie am Freitag endgültig beantworten.




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - FC Deutschkreutz
08. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Freitag, 15.09.2017, 19.00 Uhr – Fußballakademie Burgenland, Mattersburg
Ref: Christian Dintar; Ass.: Michael Lidy, Bojan Jovic

(13.09.2017)zurück >