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Amas gastieren beim Verfolger

Die Amas wollen auch in Draßburg hoch hinaus, doch dort wartet ein richtiger Gradmesser.

Zu viele Fehler im Spielaufbau

Sechs Siege in ebenso vielen Meisterschaftsspielen, noch dazu mit drei klaren Heimsiegen ohne Gegentreffer, die Serie der SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure konnte also auch vom Aufsteiger ASK Kohfidisch nicht gestoppt werden, obwohl sich Trainer Markus Schmidt schon ein wenig überrascht zeigte. Dies hatte aber nichts mit seinen Schützlingen zu tun, sondern vielmehr mit den Südburgenländern, denn die begannen recht ambitioniert.

„Sie sind sehr mutig aufgetreten, haben versucht von hinten heraus zu spielen und uns schon ein wenig ins Grübeln gebracht“, fand der Ex-Profi vorwiegend lobende Worte für den Aufsteiger. Die SVM Amateure hingegen brauchten ein wenig, um sich dem Spiel der Gäste anzupassen. „Wir hatten in den ersten zwanzig Minuten zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht, waren auch etwas zu ungeduldig“, analysierte Schmidt.

Gelungenes Karanezi-Comeback

Seiner Meinung nach war es oftmals auch zu kompliziert, wurde zu viel durch die Mitte probiert, wo die Pässe das eine oder andere Mal zu ungenau waren, was auch mitunter am regennassen Rasen lag. Erst als die Amas „einfacheren“ Fußball spielten und die Angriffe vermehrt über die Seite aufzogen wurden sie auch gefährlich, wenn auch nicht gleich alles rund lief.

„Man darf eines nicht vergessen, mit Dukagjin Karanezi hatten wir einen Spieler erstmals wieder dabei, der beinahe ein halbes Jahr pausieren musste, der hat ein wenig Zeit gebraucht, bis er ins Spiel kam, doch danach kompensierte Duki diese etwas schleppende Anfangsphase mit einem tollen Angriffsspiel nach vorne, wo er so manche gefährliche Aktion einleitete“, freute sich der Coach über das starke Comeback des Außenverteidigers.

Eine Weile gebraucht

Der konnte sich nämlich gleich in seinem ersten Pflichtspiel seit langem als Assistgeber in Szene setzen. „Das war ein wirklich toller Ball hinter die Abwehr bei unserem zweiten Treffer und kurz danach wäre sogar eine weitere Vorlage beinahe wieder im Tor gelandet, doch da strich die Kugel hauchdünn am Pfosten vorbei ins Torout“, analysierte der Amas-Coach, der sich auch schon beim Führungstreffer über einen gekonnten Hawlik-Pass in den Rückraum freuen durfte, den Christoph Halper gekonnt verwertete.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Amas-Zug in Richtung Gästetor nicht mehr zu stoppen, weil sich Peter Hawlik und Kollegen besser auf das Spiel der Südburgenländer einstellen konnten. „Wir haben ein wenig gebraucht, bis wir damit zu Recht kamen. Nach einer Weile realisierten wir aber, dass uns ihre Spielanlage eigentlich in die Karten spielt, denn unser Pressing war dann sehr erfolgreich.“

Unterschiedliche Spielhälften

In Summe gesehen war es für Markus Schmidt eine der besten ersten Halbzeiten in dieser noch jungen Saison. „Das habe ich der Mannschaft auch in der Kabine dann so kommuniziert, denn wir zwangen den Gegner zu weiten Bällen ins Out oder konnten nach der Balleroberung schnell umschalten und in die Tiefe spielen. Unser Spiel ist zwar sehr, sehr intensiv, keine Frage, doch wenn jeder mitmacht gelingt dir eben eine solch starke Vorstellung wie zuletzt.“

Nach dem Seitenwechsel klappte dies aber nicht mehr so ganz. „Da haben wir es erneut verabsäumt einfach zu agieren, wollten es wieder einmal durch die Mitte probieren oder eben auf einer Seite, die vom Gegner schon zugestellt war. Wir haben noch zwei Treffer nachgelegt, es wäre aber sicherlich auch einfacher gegangen, doch am Ende war es ein souveräner und vor allem verdienter Sieg, der durchaus noch höher hätte ausfallen können“, ist sich Markus Schmidt sicher.

Vier Siege in Folge

Das wird aber beim kommenden Auswärtsspiel am Freitag (19.30 Uhr) vermutlich anders werden, schließlich gastieren die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure bei Verfolger ASV Draßburg, die ebenfalls gut in die Saison gestartet sind, was alleine schon das Punktekonto aussagt, denn nach sechs absolvierten Runden können die Schützlinge von Ex-SVM-Kicker Josef Kühbauer auch schon 14 Punkte vorweisen.

Der Rückstand von vier Punkten auf die SVM Amateure lag vor allem aber am etwas holprigen Start in diese Saison, denn in den ersten beiden Runden gastierten die Draßburger zunächst bei Aufsteiger ASK Kohfidisch und dann bei einem weiteren Südburgenländer, dem SV Stegersbach, und kamen dabei über zwei Remis nicht hinaus. Danach lief es allerdings wie am Schnürchen, konnten die folgenden vier Begegnungen allesamt gewonnen werden.

Erster echter Gradmesser

Neben einem klaren 5:1-Heimsieg gegen Deutschkreutz, einem 2:0-Erfolg in St. Margarethen sowie einem 2:1-Sieg gegen Markt Allhau beeindruckte sicherlich der letzte Coup in der vergangenen Runde. Da konnten sich die Kühbauer-Schützlinge in Eltendorf mit 4.2 durchsetzen. „Wir wissen nur zu gut, wie es dort zu spielen ist und wenn man noch dazu so eindrucksvoll gewinnt, sagt das schon einiges aus“, zeigte sich auch Markus Schmidt beeindruckt.

Obwohl schon der SC/ESV Parndorf II vor dem Duell als erste größere Herausforderung angesehen wurde, was sich im Nachhinein nicht bestätigen sollte, schätzt Schmidt den ASV Draßburg nun als ersten echten Gradmesser ein. „Vor allem im körperlichen Bereich werden sie voll dagegenhalten. Noch dazu haben sie eine gute Mischung aus Routiniers und jungen Spielern, was für eine ordentliche Qualität spricht und das werden wir auch am Freitag verspüren“, ist sich der Amas-Coach sicher.

Richtige Mentalität gefragt

Zumal der ASV Draßburg die einzige Mannschaft ist, gegen die unsere SVM Amateure in der vergangenen Saison keinen Sieg einfahren konnten, denn nach einem 1:1 im Herbst in Draßburg ging das Heimspiel im Frühjahr in der Akademie nicht unverdient mit 1:3 verloren. Unsere Youngsters sind jedoch vorbereitet und wollen ihr Spiel dort auf den Platz bringen. „Wenn wir das schaffen, dann bin ich mir sicher, dass wir ein gutes Spiel abliefern werden. Was am Ende dabei rauskommt wird man dann ohnehin sehen“, schildert Markus Schmidt.

Worauf es ankommt ist dem Coach ebenso klar. „Es ist wichtig, im Kopf den richtigen Zugang zu finden, sprich die richtige Mentalität mitzunehmen. Die Qualität haben wir, keine Frage, denn das haben wir auch in den ersten Spielen schon bewiesen“, freut sich der Coach auf diesen Gradmesser, der „denke ich hinten wieder gut stehen wird, was es uns natürlich dementsprechend schwerer macht, da es sich hier um einen starken Gegner handelt. Mit ihrer Gefährlichkeit im Kontern, ihren robusten Angreifern und flinken Flügelspielern bringen sie enorme Qualität mit, was für eine knappe Angelegenheit sorgen wird.“




ASV Draßburg - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
07. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Freitag, 08.09.2017, 19.30 Uhr – Sportplatz Draßburg
Ref: Daniel Stauber; Ass.: Patrick Csobadi, Bünyamin Kilicdagi

(06.09.2017)zurück >