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Schmidt-Truppe will Aufsteiger unter Druck setzen

Christoph Halper wird das Offensivspiel der Amas wieder kräftig ankurbeln

“Es geht immer besser“

Bei den SV BauWelt Koch Mattersburg Amateuren sind mittlerweile schon aller guten Dinge fünf, denn mit ebenso vielen Siegen sind die Schützlinge von Trainer Markus Schmidt in die Saison gestartet, zuletzt gab es einen 4:1-Erfolg in Klingenbach, mit dem der Coach glücklich, aber nicht restlos zufrieden war. „Das ist aus meiner Sicht auch gar nicht möglich, denn Fakt ist, dass es immer ein wenig besser geht.“

Der Respekt war auf alle Fälle vorhanden, zumal die Erinnerungen an das Vorjahr nicht ganz weg sind. „Wir wussten, dass es in Klingenbach schwer werden kann, was wir im letzten Herbst am eigenen Leib verspüren mussten, wo wir 1:0 führten und dennoch 1:2 unterlagen. Als wir dort ankamen, machten wir uns schon unsere Gedanken über die Gegebenheiten“, schmunzelte Schmidt über den auffällig hohen Rasen.

Hartes Stück Arbeit

Doch nach kurzer Begutachtung war allen Beteiligten sofort klar, dass dies keine Ausrede sein durfte. „Es ist egal auf welchem Untergrund wir spielen, in erster Linie müssen wir unsere Leistung/Tugenden auf den Platz bringen und, egal wie, erfolgreichen Fußball spielen, denn am Ende des Tages zählen immer nur die drei Punkte“, erläuterte der Amas-Coach, der die drei zusätzlichen Zähler gerne auf seinem Punktekonto sah.

Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit, denn die Hausherren präsentierten sich, wie auch schon die Gegner zuvor, sehr defensiv, wollten kompakt verteidigen und so die Räume vor dem eigenen Tor so eng wie nur möglich machen. Aufgrund des unebenen Platzes hat auch das Kombinationsspiel nicht so wie erwartet funktioniert, da die Kugel nicht die erhofften Bahnen behielt, immer wieder versprang und ungenau wurde.

Verdiente Führung mit Portion Glück

Trotz allem kamen die Gäste rund um Kapitän Peter Hawlik zu einigen guten Einschussmöglichkeiten. „Wir mussten sogar mehr hohe Bälle hinter die Abwehr auspacken, was gut funktionierte, doch erst ein Tausend Gulden – Schuss ermöglichte uns die längst verdiente Führung“, denn eine versuchte Behounek-Hereingabe senkte sich hinter einem überraschten Schlussmann genau in der langen Ecke, doch den Verantwortlichen war es egal, denn Tor ist Tor.

Danach schlichen sich bei dem einen oder anderen Spieler jedoch Mängel in der Konzentration ein. „Klingenbach kam durch einen stinknormalen hohen Ball hinter die Abwehr zu einer Topchance, wo uns Markus Böcskör zum Glück die Führung gleich zwei Mal rettete“, schilderte Schmidt, der dennoch knapp vor der Pause den Ausgleich hinnehmen musste. „Die haben es außen gut gemacht, doch, auch wenn etwas Glück dabei war, müssen wir in der Mitte mehr zum Ball orientiert sein, dann können die Gegner nicht so frei abschließen.“

Umstellungen fruchteten sofort

Zur Pause wurde die Situation noch einmal genau besprochen, Trainer Markus Schmidt reagierte auch personell, brachte mit Christoph Halper einen zusätzlichen Offensivmann. „Er ist einer der wenigen Kreativspieler in unserer Mannschaft, der aus nichts etwas machen kann, finale Pässe spielen und auch selbst abschließen kann“, bereute es der Coach schon ein wenig, den Mittelfeldmotor aufgrund größerer Robustheit im Zentrum, zunächst auf der Bank gelassen zu haben.

Auch die etwas offensivere Ausrichtung von Außenbahnspieler Luca Pichler sollte sich als goldrichtig erweisen, denn beide Umstellungen brachten die neuerliche Führung kurz nach Wiederbeginn. Christoph Halper spielte nämlich auf der linken Seite Luca Pichler frei und dessen Maßflanke verwertete Barnabas Varga in der Mitte gekonnt mit dem Kopf zum 2:1-Treffer.

Kraft als entscheidender Faktor

Damit war wieder alles im Plan, kam auch wieder mehr Fluss in das Spiel der SVM-Amateure, die, nach einem wunderschönen Konterangriff mit schnellem Umschaltspiel, sogar auf 3:1 erhöhten und auch bei der einzigen nennenswerten Offensivaktion der Gastgeber im zweiten Durchgang einen nicht wirklich beschäftigten, aber trotzdem hellwachen Schlussmann zwischen den Pfosten hatten. „Markus Böcskör war immer da, wenn wir ihn benötigten und parierte auch diesen Kopfball hervorragend“, konnte Schmidt auf starken Rückhalt bauen.

Am Ende war der Faktor Kraft wohl entscheidend für den Ausgang des Spiels, denn aus Sicht des Amas-Coaches konnten die Hausherren die Räume in der zweiten Spielhälfte nicht mehr so schließen, wie noch vor der Pause, was für Markus Schmidt vor allem an den fehlenden Körnern lag. „Dadurch sind viel mehr Räume für uns entstanden, die dann etwa ein Christoph Halper zwischen den Linien zu nutzen weiß, das spricht eindeutig für unsere Qualität.“

Favoritenrolle angenommen und mehrfach bestätigt

Die ist auch den Klingenbachern nicht verborgen geblieben, die neidlos anerkennen mussten, dass die Amas in ihrer momentanen Verfassung nur schwer zu schlagen sind. „Natürlich ist das eine Auszeichnung für uns alle, doch das wussten wir ohnehin schon selbst, dass wir heuer der ganz klare Favorit auf den Titel sind und diese Rolle habe ich auch vor der Saison angenommen, weil ich wusste, was die Mannschaft im Stande ist zu leisten“, versicherte der Ex-Profi.

Jene Qualität, die die Amas im Vorjahr zum souveränen Meister machte, konnte mit den Neuzugängen noch weiter gehoben werden, außerdem sind die Schützlinge von Markus Schmidt ein Jahr reifer geworden, was sich auch in ihrem Spiel widerspiegelt. „Keine Frage es wird sicherlich noch engere Spiele geben, aber wir haben nun auch die nötige Geduld, um auf unsere Chance zu warten. Wichtig wird nur sein jeden Gegner, egal wie er heißt, zu respektieren, aber vor allem unser Spiel auf den Platz zu bringen, dann können wir gut spielen, gefährlich sein und Tore erzielen.“

Aufsteiger gastiert in der Akademie

Der nächste Gegner heißt da am kommenden spielfreien Bundesligawochenende am Freitag (19.00 Uhr) Aufsteiger ASK Kohfidisch. Die Südburgenländer gastieren in der Fußballakademie und wollen laut ihren eigenen Aussagen gut gegen den Ball arbeiten, hinten die Räume dicht machen und so den Amas keine Räume in den Angriffszonen lassen, was für den Amateure-Trainer keine große Überraschung ist.

„Kohfidisch hat mit Marcel Wölfer und Julian Binder zwei erfahrene Spieler aus Stegersbach dazubekommen, ansonsten aber nicht viel verändert. Ich habe sie persönlich zwar noch nicht gesehen, konnte mir aber dennoch die eine oder andere Information über sie holen. Sie werden sicherlich ihr Heil im Konterspiel suchen, doch das wollen wir auf keinen Fall zulassen“, wünscht sich Schmidt eine hellwache Amas-Truppe.

Klarer Matchplan

Der Schlüssel dazu ist sicherlich wieder ein starkes Auftreten der SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure, die vor allem durch ihre Tugenden und mit dem dazugehörigen Matchplan ein gutes Spiel abliefern möchten, um am Ende auch die nächsten drei Punkte einfahren zu können. Dazu bedarf es allerdings einem klaren Statement, das die Youngsters auf dem Spielfeld vermitteln wollen.

„Mit oder ohne Ball, wir müssen ständig aktiv bleiben. Das heißt im Ballbesitz gut zu kombinieren sowie die Tiefe zu suchen und bei Ballverlust eben schnell wieder ins Gegenpressing zu kommen, um dem Gegner Druck zu machen, damit er kein geordnetes Aufbauspiel starten kann. Hinzu kommt eine aufmerksame Defensive, die jene Bälle, die noch in Klingenbach gefährlich waren, dieses Mal schon vorher unterbindet“, gibt Schmidt die Marschroute vor.




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - ASK Kohfidisch
06. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Freitag, 01.09.2017, 19.00 Uhr – Fußballakademie Burgenland, Mattersburg
Ref: Helmut Flasch; Ass.: Yücel Günes, Manfred Weiland

(30.08.2017)zurück >