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In Klingenbach wartet ein robuster Gegner

Auch in Klingenbach wollen am Ende die Amas jubeln

Noch weitere Treffer möglich

Es sieht beinahe so aus, als wäre der knappe und hart erkämpfte 3:2-Auswärtserfolg in Neuberg ein Ausrutscher gewesen, denn noch am folgenden Wochenende konnten die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure in einem beeindruckenden Spiel in der Fußballakademie den Langzeit-Verfolger des Vorjahres, den SC/ESV Parndorf II, klar mit 8:0 besiegen, wobei die Gäste damit noch gut bedient waren.

Trotz einer mehr als deutlichen 6:0-Pausenführung hätten die Amas noch im ersten Spielabschnitt den einen oder anderen Treffer machen können, fast schon müssen. „Wir hatten noch einige eindeutige Möglichkeiten auf zusätzliche Treffer, doch die blieben leider ungenutzt“, sah es Trainer Markus Schmidt genauso, doch der konnte dennoch zufrieden auf den ersten Durchgang zurückblicken.

Führungstor ebnete Weg zum Sieg

Alles in allem war es eben eine klare Sache, doch es dauerte bis Mitte der ersten Spielhälfte, ehe die Amas den Torreigen eröffneten. „Es gab in der ersten Viertelstunde auch durchaus Möglichkeiten, doch erst ab der 19. Minute konnte wir diese wirklich nutzen“, analysierte der Amas-Coach, der sich auf alle Fälle überrascht zeigte, dass es gegen die Parndorfer so glatt ging.

„Ich habe sie in der heurigen Saison noch nicht gesehen, kannte die Mannschaft aber vom Vorjahr, da sich nicht viel verändert hatte und war letztlich total überrascht, dass wir so dominant auftreten konnten.“ Die Überraschung lag bei Schmidt allerdings nicht an der Spielweise seiner Schützlinge, sondern vielmehr an jener der Gäste, die wenig Gegenwehr zeigten.

Doppelbelastung besser weggesteckt

„Wir konnten zwar von Beginn weg das Heft in die Hand nehmen, taten uns aber zunächst schwer gegen einen sehr tief stehenden Gegner, da war es nicht leicht durchzukombinieren. Das war schon äußerst überraschend, wie tief sie in der eigenen Hälfte verteidigten, damit habe ich nicht gerechnet“, konnte es der Ex-Bundesligaspieler zunächst selbst nicht glauben, doch mit dem ersten Treffer änderte sich dies, war die Gegenwehr nicht mehr so vorhanden.

„Ab diesem Zeitpunkt konnten sie läuferisch mit unserem Team nicht mithalten, somit die Räume in der Defensive nicht mehr schließen. Es hatte den Anschein, als hätten sie die Doppelbelastung mit drei Spielen in wenigen Tagen nicht gut verkraftet“, wunderte sich Schmidt, der jedoch vom Auftreten seiner Mannschaft begeistert war. „Wir konnten uns mit einer Spielfreude und auch Leichtigkeit Chancen kreieren und diese großteils auch eiskalt verwerten.“

Ähnlich wie in Horitschon

Nach dem Seitenwechsel war es dann beinahe eine Kopie des Auftaktmatches in Horitschon, denn trotz klarer Feldüberlegenheit geriet die Angriffsmaschinerie der SVM Amateure ein wenig ins Stocken. „Ich denke aber, dass dies ganz normal ist. Wir wollten unbedingt an den Auftritt im ersten Durchgang anschließen und haben dies auch zur Pause angesprochen, doch mit einem 6:0-Vorsprung im Hinterkopf gehst du ganz anders an die Sache heran.“

Zwar war es der Plan weiterhin mit jener Zielstrebigkeit nach vorne zu agieren, die das Team vor dem Seitenwechsel auszeichnete, doch das gelang nur teilweise. „Bis etwa 20 Meter vor dem Tor war es von uns auch in diesem Spielabschnitt ein ganz ordentlicher Auftritt, doch dann fehlten die zündenden Ideen, hatten wir nicht mehr jenen Willen und jene Leidenschaft, um richtig geil auf Tore zu sein, was aber bei diesem Spielstand auch verständlich ist.“

Dämpfer zur richtigen Zeit?

Schließlich fehlten da bei dem einen oder anderen Spieler sicherlich das eine oder andere Prozent an Konzentration sowie Entschlossenheit, dennoch gelangen noch zwei weitere Treffer. „Alles in allem darf man mit einem Achterpack mehr als zufrieden sein, noch dazu, wenn es gegen eine spielstarke Mannschaft wie eben jene aus Parndorf geht“, zeigte sich Markus Schmidt beeindruckt.

So gesehen kam der „Dämpfer“ gegen Neuberg irgendwie gerade zur rechten Zeit. „Wir haben dieses Spiel knallhart analysiert und wussten gleich, dass wir in punkto Spiel gegen den Ball bzw. Laufarbeit besser sein müssen. Unser Ziel war es mit dem Ball Räume zu öffnen, auch einmal leere Meter in die Tiefe zu gehen, aber eben diese zu machen und vor allem bei Ballverlust schnell wieder ins Gegenpressing zu kommen, was uns gut gelang.“

Stärke bei Standards

Nach diesem Kantersieg müssen die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure nun wieder auswärts ran und das bei einem Gegner, bei dem es im Vorjahr die erste Saisonniederlage setzte, nämlich am Samstag (18.00 Uhr) beim ASK Klingenbach. Dort konnten unsere Amas zwar auch in der vorigen Saison in Führung gehen, mussten sich am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben.

Trainer Markus Schmidt weiß auch dieses Mal, was auf seine Schützlinge zukommen wird. „Auch wenn sie mit Kozak einen sehr guten Mann durch eine längere Verletzung nicht zur Verfügung haben, wartet dort auf uns sicherlich wieder ein robuster Gegner, der vor allem bei Standardsituationen sehr gefährlich ist und alles reinhauen wird, um gegen uns zu punkten. Da heißt es genauso beherzt aufzutreten wie zuletzt oder in den ersten zwei Partien.“

Abgebrühtere SVM-Amateure

Das Neuberg-Match nimmt der Amas-Coach da bewusst aus, doch seiner Meinung nach sind jene Erfahrungen aus dem Vorjahr in Klingenbach oder eben zuletzt in Neuberg für die Entwicklung einer jungen Mannschaft, wie es die SVM-Amateure eben nun einmal sind, extrem wichtig. „Aus solchen Partien kann man mehr lernen, als aus glatten Siegen und ich denke wir haben dies auch getan“, versicherte Schmidt.

Der Mann an der Seitenlinie sieht in dieser Saison generell eine Mannschaft, die sich im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt hat. „Ich habe es schon nach dem Pinkafeld-Match gesagt, wir sind abgebrühter geworden, lassen bei einem Vorsprung besser den Ball laufen und begehen somit viel weniger Fehler. Wenn man gegen eine Mannschaft wie Parndorf keinen einzigen Torschuss zulässt, dann sagt das schon eine Menge aus.“

“Müssen es immer versuchen“

So gesehen kann also das Neuberg-Spiel als kleiner Ausrutscher tituliert werden und genauso wollen es die Amas in den folgenden Spielen auch angehen, nämlich dominant auftreten und mit dem nötigen Nachdruck agieren. „Das kommt allerdings auch immer auf den Gegner an, wenn du dir jedoch Chance um Chance erarbeitest und nichts zulässt, dann ist das für jede Mannschaft kein gutes Zeichen, was ihnen sicherlich auch zusätzlichen Druck verschafft.“

Dennoch ist der Amas-Coach überzeugt, dass dies kein Dauerzustand sein wird. „Die Burschen sind sehr intelligent und wollen immer weiter an sich arbeiten. Doch es wäre vermessen zu glauben, dass wir solche Leistungen bzw. Kantersiege immer einfahren können. Mit einer hohen Laufbereitschaft bzw. Aggressivität im Zweikampfverhalten können wir immer gut aussehen, es wird uns zwar nicht stets gelingen, doch wir sollten es zumindest in jeder Partie versuchen umzusetzen.“




ASK Klingenbach - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
05. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Samstag, 26.08.2017, 18.00 Uhr – Sportplatz Klingenbach
Ref: Rene Radl; Ass.: Markus Weidinger, Slavisa Stojanovic

(24.08.2017)zurück >