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Meister gastiert bei seinem Vize

Auch in Neuberg soll der Ball das eine oder andere Mal im Netz landen.

Nächstes Ausrufezeichen

Nach dem überfallsartigen 6:0-Auftaktsieg in Horitschon, wo unsere Mannschaft bereits zur Pause fünf Treffer erzielt hatte, konnten die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure auch das erste Heimspiel der neuen Saison in der BVZ-Burgenlandliga äußerst erfolgreich hinter sich bringen, denn mit dem klaren 4:0-Sieg konnte die Truppe von Trainer Markus Schmidt das nächste Ausrufezeichen setzen.

Es ist daher keineswegs verwunderlich, dass auch der Coach eine zufriedene Bilanz zieht. „Wir konnten in diesem Spiel einen sehr, sehr guten Start hinlegen und wieder früh in Führung gehen. Das war eine starke Aktion von uns, denn wir verlieren im Angriffsdrittel den Ball, gehen sofort ins Gegenpressing über und belohnen uns schlussendlich mit dem Treffer selbst.“

Verabsäumt nachzulegen

Doch nicht alles an diesem Freitag-Abend verlief nach dem Geschmack des ehemaligen Bundesliga-Profis, er sah durchaus verbesserungswürdige Aspekte auch in diesem Spiel. „Wir haben es nach der Führung ganz klar verabsäumt einen zweiten oder sogar dritten Treffer nachzulegen, denn die Chancen waren vorhanden“, kamen Schmidt wohl ein paar Gedanken an die Partie im Vorjahr.

Damals kamen die Pinkafelder zum überraschenden Ausgleichstreffer und in der zweiten Spielhälfte rannten unsere Burschen vergeblich auf das Tor der Südburgenländer an, doch am Ende ohne weiteren Torerfolg, weshalb es damals beim 1:1 blieb. Dies war aber dieses Mal nicht der Fall, doch „wir haben den Gegner immer wieder in unser Abwehrdrittel gelassen, dadurch kamen sie zu Halbchancen, die zwar nicht zwingend gefährlich waren, doch wo immer etwas passieren kann.“

Bei zweiten Bällen konsequenter agieren

Vor allem durch lange Bälle kamen die Gäste aus dem Südburgenland so zu Offensivaktionen, was Markus Schmidt schon störte. „Wir haben es zugelassen, dass sie ein wenig Gefahr erzeugen können, das hätte nicht der Fall sein müssen, aber wir waren im Grunde vor allem bei den zweiten Bällen nicht so präsent, wie ich mir das erwartet hätte. Das hat mich schon ein wenig geärgert.“

Mit dem zweiten Treffer kurz vor dem Pausenpfiff kam dann aber wieder mehr Ruhe in das Spiel und dies war vermutlich auch die Vorentscheidung in diesem Match. „Die Zeitpunkte unserer Treffer waren irgendwie ideal, obwohl dazwischen sicherlich mehr möglich gewesen wäre“, analysierte der Amas-Coach, der dann in der zweiten Spielhälfte ein Spiel in eine Richtung sah.

Erst zwei Runden absolviert

„Wir hätten durchaus noch höher gewinnen können, sind mit unseren weiteren Chancen ein wenig fahrlässig umgegangen, doch die Jungs machen das ja nicht absichtlich“, hatte Schmidt durchaus Verständnis dafür, freute sich dennoch über so machen Moment. „Zunächst freut es mich, dass Luka Pisacic seinen ersten Treffer für uns erzielen konnte, aber auch der herrliche Halper-Kopfball, dem eine ideale Flanke vorrausging, war eines der Highlights.“

Aufgrund der zwei Siege und dem klaren Torverhältnis von 10:0 wurde schon in so manchem Medium von einem erschreckend starken Saisonstart der Amas berichtet, doch dem kann Markus Schmidt nur wenig abgewinnen. „Jeder Gegner legt sich eine Taktik gegen uns zurecht, das ist uns bewusst und zeichnet uns auch in gewisser Weise aus. Bei uns gibt jeder sein Bestes, dass es im Moment so gut läuft ist natürlich erfreulich für uns, doch man darf nicht vergessen, dass erst zwei Runden gespielt sind.“

Tabelle spielt keine Rolle

Die Warnungen des Amas-Trainers sind nicht aus der Luft gegriffen, schließlich lief auch in der vergangenen, tollen Saison auch nicht alles rund. „Wir hatten auch im Vorjahr gewisse Phasen, wo es ganz anders war. Wichtig wird sein, dass wir mit dem Kopf bei der Sache bleiben, dann werden wir auch weiterhin Siege einfahren, denn die Qualität besitzen wir, aber sicherlich nicht immer so deutlich.“

Beim Rückblick auf die schwierigen Phasen des Vorjahres blieb sicherlich ein Match genauer in Erinnerung, nämlich das Gastspiel in Neuberg. Dort führten die SVM Amateure im Frühjahr scheinbar sicher mit 3:1 und mussten sich am Ende mit einem Punkt zufrieden geben. Es folgte daraufhin ein April, wo die Amas keinen Sieg mehr einfahren konnten. Just dieses Duell gibt es zum Abschluss der Feiertagsrunde am Mittwoch (18.00 Uhr).

Wichtige Erfahrungen gemacht

„Das war damals eine ganz klare Konzentrationsgeschichte, einige hatten geglaubt, dass bei 3:1 die Sache erledigt ist und wir wurden dafür beinhart bestraft. Leider war das dann auch der Auftakt für einen kurzen Hänger, doch auch den konnten wir positiv überwinden. Das sind genau jene Erfahrungen, die uns in der heurigen Saison weiterhelfen können“, ist sich Schmidt sicher.

Eigentlich müsste dieses Duell das Topspiel der Runde sein, schließlich gastiert mit den SV BauWelt Koch Mattersburg Amateuren der Meister bei seinem Vize, doch die Neuberger legten einen kleinen Fehlstart in die Saison hin und rangieren im Moment am Tabellenende, was für Markus Schmidt und seine Schützlinge aber keine große Rolle spielt, wie der Coach bestätigt.

Gierig auf Tore sowie Siege

„Es sind, wie schon gesagt, erst zwei Runden gespielt, sie können noch genügend Punkte sammeln und eine ähnliche Rolle wie im Vorjahr spielen. Wir werden jedenfalls nicht auf die Tabelle sehen, sondern vielmehr hochkonzentriert in dieses Spiel, wie auch in jedes andere, hineingehen. Das heißt wir versuchen, dass die Spieler den richtigen Zugang finden und top motiviert sind, doch da benötigt es von unserer Seite eher weniger Zutun, denn die Jungs sind gierig auf Tore bzw. Siege.“

Dass dieses 3:3 noch in den Hinterköpfen der Spieler herumschwirrt glaubt der Coach allerdings nicht. „Wenn wir etwas dazugelernt haben, dann dass wir ruhiger bzw. abgebrühter geworden sind. Wir spielen nicht mehr auf Teufel komm raus die Bälle irgendwo hinein, wo nichts zu erreichen ist, sondern kontrollieren vielmehr Ball sowie Gegner und suchen die Lücke, um dann durchzustecken oder sofort abzuschließen, da haben wir sicherlich einen guten Schritt nach vorne gemacht, war uns das vergangene Jahr in dieser Hinsicht eine tolle Lehre“, geht Schmidt deshalb optimistisch ins Duell mit den Südburgenländern.

An der Spielanlage wird sich auch im dritten Saisonspiel nicht viel ändern. „Wir wollen auch dort unser Spiel durchziehen, sprich zielstrebig in die Tiefe spielen, bei Ballverlust durch schnelles Gegenpressing Fehler erzwingen und so gleich wieder für Gefahr sorgen. Für mich spielt es keine Rolle, ob wir auswärts oder zuhause spielen, wir wollen in jeder Partie versuchen das Maximum herauszuholen, dementsprechend sind wir geil auf solche Spiele, da braucht man als Trainer eigentlich gar nicht mehr motivieren“, ergänzte der Amas-Coach.




SV Neuberg - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
3. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Mittwoch, 16.08.2017, 18.00 Uhr – Sportplatz Neuberg
Ref: Claus Wisak; Ass.: Arif Erdem, Jan Uwe Thiel


(15.08.2017)zurück >