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Gute Ausgangslage schaffen

Die Amas wollen auch nach der Relegation jubeln

Nachsitzen statt zurücklehnen

Die Saison in der BVZ Burgenlandliga ist eigentlich zu Ende, denn mit dem Gastspiel in Deutschkreutz haben die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure alle 32 Spiele absolviert und standen eigentlich schon länger als Meister fest. Doch anstatt sich zurückzulehnen und den Urlaub zu genießen heißt es „Nachsitzen“ und das ist im Fall unserer Amas eher als Belohnung anzusehen.

Denn nachdem im Moment kein Amateurteam aufgrund der „Überbelegung“ direkt in die Regionalliga Ost aufsteigen darf, müssen die SVM Amateure gegen das schlechtplatzierteste Amateurteam der unlängst zu Ende gegangenen Regionalliga Ost-Saison, was in diesem Fall die SKN Juniors waren, antreten, um sich in einem „Europacup-Duell“ mit Hin- und Rückspiel einen Platz in der Ostliga zu sichern.

Zwei wichtige Spiele

Zuvor gab es im Mittelburgenland jedoch noch die Generalprobe für dieses Relegationsduell und dort gewannen die Amas durch einen frühen Drga-Treffer mit 1:0. Es war zwar kein hochklassiges Spiel, da man beiden Mannschaften anmerkte, dass es eigentlich um nicht viel ging und sich sowohl bei den Hausherren, die ihr letztes Heimspiel absolvierten, als auch der Schmidt-Truppe, die noch zwei wichtige Spiele vor der Brust hat, keiner verletzen wollte.

Es hatte phasenweise den Anschein, als wäre es ein Freundschaftsspiel, doch Trainer Markus Schmidt zeigte sich mit dem Auftreten seiner Schützlinge nicht unzufrieden. „Erste Halbzeit war ich mit dem Gezeigten schon zufrieden, denn wir ließen bis auf eine Chance vor der Pause nichts für den Gegner zu“, zeigte sich der Coach mit der Defensivarbeit großteils zufrieden.

Zielstrebigkeit gefehlt

Vor allem bei Ballverlust zeigten unsere Burschen seiner Meinung nach eine gute Leistung. „Wir waren schnell im Gegenpressing und konnten uns viele verloren gegangene Bälle schnell wieder zurückerobern“, was vor allem an der taktischen Disziplin lag, die an diesem Tag definitiv vorhanden war. Im Gegensatz dazu gab es im Spiel nach vorne etwas Probleme, lief alles nicht so reibungslos ab, wie vielleicht gewünscht.

„Es wären definitiv mehr Tore möglich gewesen, doch uns gelang oftmals der finale Pass nicht oder unsere Abschlüsse waren einfach nicht gut genug“, analysierte Markus Schmidt, der zwar über eine frühe Führung durch Michael Drga jubeln durfte, doch danach war es bei so manchem Akteur am Platz einfach zu wenig, fehlte aus Sicht des Trainers die nötige Zielstrebigkeit.

Einfacher Fußball als Erfolgsrezept

„Der eine oder andere hat sich von der Führung zu sehr hemmen lassen und sich darauf ausgeruht. Uns hat danach nämlich der Nachdruck in der Offensive gefehlt, wir waren einfach nicht konsequent genug und gingen nicht mehr diese vielleicht leeren Meter, die aber notwendig sind, um einen Gegner unter Druck zu setzen, darauf wird es am Mittwoch ankommen“, ordnet Schmidt der Relegation alles unter.

Erst mit den Einwechslungen kam frischer Schwung in das Angriffsspiel der Amas. „Mit Martin Majnovics und Stephan Schimandl auf den Seiten kam viel mehr Druck nach vorne“, lobte er insbesondere seine Youngsters, denn „die spielten vielleicht den etwas einfacheren Fußball und brachten damit aber etliche Flanken in den Strafraum, wo wir zwei Stürmer hatten, die durch solche Vorlagen versorgt werden sollten.“

Entschlossenheit vor dem Tor gefragt

Genau das ist es auch, was der Ex-Bundesliga-Profi von seinen Schützlingen in den kommenden zwei Relegationsduellen fordert, nämlich „das Spiel schnell zu halten und den Abschluss konsequent zu suchen, anstatt noch einen weiteren Haken zu machen und damit die Geschwindigkeit aus den Angriffen zu nehmen.“ Die erste Chance dazu bietet sich eben am Mittwoch (18.30 Uhr), wenn die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure bei den SKN Juniors in Obergrafendorf gastieren.

Dort bedarf es aber einer nochmaligen Leistungssteigerung der SVM Amateure, wie auch ihr Coach selbst feststellt. „Ein paar Prozent mehr an Laufbereitschaft, Wille und Leidenschaft wird auf alle Fälle nötig sein und auch die Entschlossenheit im Angriff, speziell um den Strafraum, sollte gegeben sein, sprich die finalen Pässe bzw. die Abschlüsse müssen präziser sein“, mahnt Schmidt seine Truppe.

Robustes Zweikampfveralten als Trumpf?

Dass bei einem Angriff der Abschluss definitiv wichtig ist, kann eigentlich in jedem Spiel genannt werden, in diesem umso mehr, denn sonst spielt es den Niederösterreichern genau in die Karten, wie der Amas-Coach nach den letzten Beobachtungseindrücken feststellte. „Ihre Stärken liegen ganz klar im Umschaltspiel, da müssen wir eben rasch und zielstrebig abschließen, damit wir uns wieder formieren können, um dann gemeinsam gegen den Ball zu arbeiten.“

Das Spiel in Deutschkreutz war auf alle Fälle wichtig für jene Akteure, die noch Tage zuvor im Urlaub waren. „Ein Spiel unter Wettkampfbedingungen kann kein Training der Welt ersetzen und das haben die Jungs auch selbst gespürt, sie konnten wieder in den Spielrhythmus finden, der für ein erfolgreiches Abschneiden sehr wichtig ist“, erläuterte Schmidt.

Nach zwei Spielen, wo man den fehlenden Druck etwas spüren konnte, heißt es nun wieder die Hebel umzulegen und Vollgas zu geben. „Ich bin mir sicher, die Jungs wissen, worum es geht und sie haben auch den Charakter alles aus sich heraus zu holen, wenn es darauf ankommt“, ist sich der Amas-Coach sicher, der auch einen kleinen Pluspunkt sieht. „Wir sind vielleicht das etwas robustere Team und im Zweikampfverhalten einen Tick besser, weil auch aggressiver und das kann den Ausschlag geben.“




SKN Juniors - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
Hinspiel der Regionalliga Ost-Relegation
Mittwoch, 14.06.2017, 18.30 Uhr – Sportplatz Obergrafendorf
Ref: Mag. Sebastian Gruber; Ass: Safak Barmaksiz, Isa Simsek

(12.06.2017)zurück >