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Trendumkehr gefragt


Ungewohnte Situation

Neun Spiele lang konnten die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure Woche für Woche Siege einfahren, doch diese Serie riss vor drei Wochen am planmäßig spielfreien Wochenende, denn danach gab es lediglich einen Punkt in Neuberg, nachdem eine 3:1-Führung aus der Hand gegeben wurde, eine 1:3-Heimniederlage gegen Draßburg und auch beim jüngsten Match am vergangenen Freitag kam das gleiche Resultat zustand.

Beim Gastspiel in Wimpassing mussten sich die Schützlinge von Trainer Markus Schmidt nämlich ebenfalls mit 1:3 geschlagen geben, obwohl man beim Tabellennachzügler mit ambitionierten Zielen ankam. „Wir wollten aus dieser für uns ungewohnten Situation herauskommen, nach den zwei Spielen ohne Sieg wieder dort anknüpfen, wo wir zuvor waren, nämlich auf der Siegerstraße“, erklärte der der Amas-Coach.

Nadelstiche der Gastgeber

Der Weg dorthin ist bekanntlich kein leichter und oftmals ein steiniger und so präsentierte sich das Duell in Wimpassing auch, wie Schmidt selbst feststellen musste. „Wir haben uns dort in den ersten Minuten sehr schwer getan ins Spiel zu finden, konnten nicht diesen Druck auf den Gegner ausüben, den wir uns vorgestellt hatten und mussten vielmehr einige Nadelstiche der Hausherren verteidigen, wobei ein Lattentreffer beinahe schon einen frühen Rückstand bedeutete.“

Diese passierte dann etwas später, doch daran waren die SVM Amateure nicht gerade unbeteiligt. „Es war ein ganz klarer individueller Fehler von uns, der zum Rückstand führte, doch nach einer Systemkorrektur probierten wir alles, um zum Ausgleich zu kommen und hatten in den zehn bis fünfzehn Minuten vor der Pause gute Chancen gehabt“, analysierte der SVM-Trainer, doch diese konnten allesamt nicht in Tore umgemünzt werden.

Wie auf schiefer Ebene

Nach dem Seitenwechsel wurde der Spielverlauf sogar noch einseitiger, entwickelte sich ein wahrer Einbahnstraßen-Fußball in Richtung dem Tor der Hausherren, dass wie vernagelt erschien, was auch daran lag, dass die Gastgeber mit EX-SVM-Keeper Thomas Dau einen an diesem Abend sehr starken Schlussmann zwischen den Pfosten hatten, denn Chancen konnten sich die Amas einige erarbeiten, doch mit dem Abschluss wollte es nicht klappen.

Da waren teilweise hochkarätige Möglichkeiten zum Ausgleichstreffer dabei, denn als etwa Julius Ertlthaler einen waren Distanz-Hammer auf den Kasten hinließ und Dau sensationell parieren konnte, hätte eigentlich Barnabas Varga den Ball aus kurzer Distanz nur noch übet die Linie drücken müssen, doch er scheiterte ebenso, wie der unermüdlich kämpfende Sven Sprangler, der nach einem Querpass am zweiten Pfosten lauernd hauchdünn rechts am Ziel vorbeischoss.

Wille klar erkennbar

„Ich kann der Mannschaft ja in Punkto Wille und Leidenschaft in dieser Partie keinen Vorwurf machen, denn diese waren klar erkennbar und auch vor allem eine deutliche Steigerung zum letzten Mal“, sah Markus Schmidt eine ambitionierte Amas-Truppe auf dem Platz, doch die eigenen Fehler warfen sie immer wieder zurück. „Wenn du auf den Ausgleich drückst und dann beim 0:2 wieder nicht gut aussiehst, dann ist das schon ein Schlag ins Gesicht für die gesamte Mannschaft.“

Im Endeffekt war es für den Amas-Coach eine durchschnittliche Leistung, wo zwar die kämpferischen Tugenden auf den Platz gebracht wurden, aber die Chancenauswertung nicht mehr zuließ. „Die Jungs ließen sich nie hängen, doch in diese Situation ist für uns im Moment schwer einzuordnen. Auf alle Fälle können wir nicht zufrieden sein, müssen uns aber schon wieder nach vorne orientieren, schließlich wartet bereits am Feiertag die nächste Partie auf uns.“

Wenig Vorbereitungszeit

Denn die Burgenlandliga hat an diesem verlängerten Wochenende eine Doppelrunde angesetzt, am Montag (17.00 Uhr) empfangen die SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure nämlich den SV Eltendorf auf der heimischen Anlage der Fußballakademie. Da wollen die Amas so rasch als nur möglich eine Trendumkehr einleiten und wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden.

Dazu werden nach Ansicht des ehemaligen Bundesliga-Profis einige Gespräche nötig sein, um die Mannschaft mental wieder aufzurichten, doch viel Zeit bleibt den Verantwortlichen eben nicht, um sich auf dieses Spiel vorzubereiten, schließlich sind nur zwei Tage zwischen den beiden Begegnungen. Die Aufgabe wird deshalb nicht leicht werden, zumal mit den Südburgenländern eine spielerisch gute Truppe in die Akademie kommt.

Tore erzielen als oberstes Ziel

„Das ist eine spielstarke Mannschaft die versucht nach vorne zu agieren und gute Individualisten in ihren Reihen hat“, weiß auch Markus Schmidt, doch „wir wollen uns nicht zu sehr auf den kommenden Gegner konzentrieren, müssen in erster Linie unsere eigenen Hausaufgaben erfüllen, um das nächste Meisterschaftsspiel erfolgreich zu Ende bringen zu können.“

Das Rezept dafür klingt jedenfalls einfach, wenn man den Worten des Amas-Coaches lauscht. „Wir haben es in den letzten Spielen verabsäumt Tore zu erzielen, weil wir eben zu wenige Chancen kreieren oder diese nicht konsequent nutzen konnten. Dies müssen wir versuchen besser zu machen und vor allem in der Defensive zu jener Stabilität zurückfinden, dass wieder die Null steht.“

Zurück zu den Basics

Dazu wäre jene Leichtigkeit zu Beginn der Frühjahrssaison nötig, doch die wiederzufinden wird sicherlich eine Herausforderung sein. „Es klingt vielleicht eigenartig, aber wir müssen diese Leichtigkeit erzwingen“, wirft der Coach einen vielleicht ungewöhnlichen Ansatz auf, präzisiert diesen jedoch. „Wir dürfen nicht zu viel nachdenken, sondern den ersten Gedanken wählen und konsequent verfolgen. Auch Fehler sollen uns nicht zu sehr belasten, die können schließlich immer wieder passieren und gehören zum Fußball dazu. Wir brauchen viel mehr den Glauben wieder an uns selbst.“

Dies hängt auch für Markus Schmidt stark mit seinen oft genannten Tugenden, wie Einsatz, Wille, Leidenschaft und auch Laufbereitschaft zusammen. „Das sind die Basics eines jeden Fußballspiels, die müssen immer auf dem Platz sein und waren zuletzt auch vorhanden. Dann kommt eben noch die spielerische Komponente dazu, stets für die Mannschaft zu arbeiten und entschlossen sein, in dem was ich tue“, gibt der Coach die Marschroute klar vor.




SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure - SV Eltendorf
27. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Montag, 01.05.2017, 17.00 Uhr – Fußballakademie Burgenland
Ref: Albert Wandl; Ass: Christian Heiner, Stefan Jerson

(30.04.2017)zurück >