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Mit denselben Tugenden auch in Pinkafeld punkten


Kantersieg schwer einzuordnen

Besser hätten die ersten drei Punktspiele der BVZ-Burgenlandliga im Frühjahr gar nicht laufen können, denn mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 19:4 kann Trainer Markus Schmidt mit dem Auftreten seiner SV BauWelt Koch Mattersburg Amateure durchaus zufrieden sein, denn die konnten mit einem zuletzt beeindruckenden 11:0-Heimerfolg gegen den SV Leithaprodersdorf die Tabellenführung ausbauen.

Aufgrund des mehr als deutlichen Sieges ist das Ergebnis nur schwer einzuordnen, doch der Amas-Coach zeigte sich mit dem Auftritt seiner Schützlinge mehr als zufrieden. „Sicherlich kannst du als Gegner besser verteidigen, keine Frage. Doch zu einem sehr, sehr großen Teil lag dieser Spielverlauf am Verhalten unserer Mannschaft, die genau das umgesetzte, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten und das über die gesamte Spieldauer hinweg“, zeigte sich Schmidt begeistert.

Zielstrebig nach vorne

Was der Coach damit genau meinte, präzisierte er wie folgt: „Nach dem Horitschon-Match wussten wir, dass unser Platz sicherlich besser sein wird, doch nicht nur das Geläuf auch unsere eigene Leistung mussten wir dort kritisch durchleuchten und auch verbessern. Im Gegensatz zum Spiel in Horitschon galt es nach Ballverlust viel schneller ins Gegenpressing zu kommen und auch den Faktor Fitness besser auszuspielen, eben zu zeigen, dass man körperlich besser ist und das auch ausspielt.“

Das sieht der Ex-Profi in erster Linie im eigenen Offensivspiel, wo er von seinen Schützlingen eine gute Leistung sah. „Wir wollten mit hohem Tempo zielstrebig nach vorne agieren, die Laufweg in die Tiefe suchen, so den Gegner unter Druck setzen, Chancen herausarbeiten und Tore zu erzielen. Das ist uns von Beginn an gelungen, wenn dann auch noch gleich nach Anpfiff Tore fallen stärkt das dein Selbstvertrauen für den weiteren Spielverlauf erheblich“, spielten sich die Amas in einen Rausch.

Wichtige Botschaft

Phasenweise hatte man als Zuschauer das Gefühl, die Leithaprodersdorfer wären nur Statisten, denn die kamen oftmals gar nicht in nähe ihrer Gegenspieler und entsprechend auch in keine Zweikämpfe. Aus der Sicht von Markus Schmidt lag das aber nicht zu sehr an der Spielweise der Nordburgenländer, sondern war dem konzentrierten Auftritt seiner Schützlinge geschuldet, die seine Vorgaben hervorragend umsetzten.

„Wir bewegten uns in diesem Heimspiel ausgezeichnet, mit hoher Laufbereitschaft konnten wir Räume schaffen und diese auch konsequent nutzen. Und genau das ist es, was ich meiner Mannschaft immer wieder sage, wir müssen eben diese Laufwege in die Tiefe suchen. Auch wenn du dann keinen Ball bekommst, so schaffst du aber Räume für deine Mitspieler und das ist extrem wichtig. Was im Endeffekt dabei herauskommt ist nur schwer zu beeinflussen, aber ohne Vorarbeit kein Erfolg“, hat der Trainer auch eine Botschaft an seine Spieler.

Dreier nachholen

Schließlich gilt es nach solch einem überragenden Erfolg nicht die Bodenhaftung zu verlieren, sondern so schnell, wie nur möglich, wieder fokussiert auf das nächste Spiel zu blicken, denn da wartet am Samstag (18.00 Uhr) mit dem SC Pinkafeld auswärts eine Mannschaft, die unseren Amas schon im Herbst beim 1:1 in der Akademie das Leben nicht unbedingt leicht machte und eben einen Punkt entführen konnte.

Dies soll sich nach dem Wunsch von Markus Schmidt am kommenden Wochenende nicht wiederholen, da heißt es laut dem Coach vielmehr dieses Heimspiel vergessen zu machen. „Damals waren sie gut organisiert, zwar hatten wir in der zweiten Spielhälfte eine Menge Chancen kreieren können, doch das Siegestor wollte uns einfach nicht mehr gelingen. Das wollen wir eben jetzt nachholen und im Süden des Landes den Dreier einfahren“, erinnerte sich der Amas-Coach ungern an den 21. August 2016 zurück.

Junge, ambitionierte Truppe

Doch wie auch schon im vergangenen Spätsommer wird es auch dieses Mal keine leichte Aufgabe für die SVM Amateure werden, schließlich konnten die Pinkafelder nicht zuletzt beim 4:2-Auswärtserfolg beim Tabellendritten in Klingenbach ihre gute Form unter Beweis stellen. „Sie haben eine junge Mannschaft mit zwei starken Legionären und konnten durch die Verpflichtung von Christoph Saurer zusätzliche Routine in die Truppe bringen. Sie werden vielleicht heuer nicht mehr ganz vorne mitreden, aber im nächsten Jahr ist mit ihnen ganz stark zu rechnen“, ist sich Schmidt sicher.

Dafür wird auch ihr Trainer sorgen, denn mit Thomas Pratl steht dort ein ebenfalls junger und vor allem ambitionierter Coach an der Seitenlinie. „Er legt sehr viel Wert auf Taktik, das mussten wir schon im Herbst mit ansehen, obwohl wir damals auch selbst Schuld an dem Remis waren. Dennoch erwarte ich einen gut organisierten Gegner, der sich sicherlich ein Mittel parat legt, gegen uns zu überraschen und auch dementsprechend auftreten wird“, ist sich der Amas-Coach der Ausgangslage total bewusst.

Keinesfalls nachlassen

Der wiederum möchte sich in erster Linie nicht zu viel mit dem Gegner beschäftigen, sondern die Konzentration seiner eigenen Mannschaft widmen. „Wie in jedem Auswärtsmatch wird es wichtig sein, zunächst einmal voll dagegen zu halten, in punkto Zweikampf und Laufbereitschaft dem Gegner zu zeigen, dass wir gewillt sind alles für den Erfolg zu geben. Alles andere ergibt sich dann von selbst, doch diese Grundlagen im Fußball sind überall gleich“, wünscht sich Schmidt einen genauso engagierten Auftritt wie zuletzt.

Dass dieses 11:0 jedoch nicht zu sehr in den Köpfen herumschwebt, dafür sorgt die ehemalige Laufmaschine im Mittelfeld sicherlich selbst. „Das waren eben auch nur drei Punkte für uns, sicherlich kann die Tordifferenz am Ende wichtig sein, doch vielmehr müssen wir dieses gleiche Engagement in den nächsten Trainings und Spielen bringen. Diese Tugenden und die nötige Konzentration dürfen bis zum Ende der Meisterschaft nicht nachlassen, dann werden wir sicherlich erfolgreich sein.“




SC Pinkafeld - SV Bauwelt Koch Mattersburg Amateure
21. Runde der BVZ-Burgenlandliga
Samstag, 25.03.2017, 18.00 Uhr – Sportplatz Pinkafeld
Ref: Claus Wisak; Ass: Stefan Jerson, Jan Uwe Thiel

(23.03.2017)zurück >