created by schokobanane.

Unglückliche Last-Minute-Pleite im grün-weißen Derby


Wie schon zuletzt in Altach kam Lukas Rath in der Innenverteidigung für die Mattersburger zum Einsatz – es war bereits Bundesliga-Einsatz Nummer 150 für Rath. Und unsere Nummer 18 legte bei seinem Jubiläum gleich ordentlich los und knallte den Ball per Freistoß wuchtig an die Querlatte (3.). Kurz danach eine Schrecksekunde für den SVM: Christoph Halper musste nach einem Zusammenstoß verletzungsbedingt mit einer Gehirnerschütterung aus dem Spiel (7.). Rapid kam der Führung in Minute 26 am nächsten: Christoph Knasmüller zog per Volley ab, Markus Kuster musste sich strecken, um den Ball über die Latte zu drehen. Zwei Minuten später klingelte es auf der Gegenseite – Flanke von Ex-Rapidler Andi Kuen und Andi Gruber stand in der Mitte goldrichtig und ungedeckt und vollendet eiskalt (28.). Als alles schon mit dem Pausenpfiff rechnete, kam Rapid noch zum Ausgleich. Taxiarchis Fountas zog nach Doppelpass mit Knasmüller ab und ließ mit einem platzierten Schuss ins Kreuzeck Kuster keine Chance (45.+2).

Wild entschlossen kamen die Mattersburger zurück aus der Kabine und benötigten nur zwei Minuten, um die Führung wiederherzustellen. Andi Kuen ließ seinem Assist aus Hälfte eins einen Treffer folgen. Per Prachtschuss stellte der Tiroler das vielumjubelte 2:1 her. Rapid war bemüht aufs Tempo zu drücken, Goalie Kuster konnte sich aber einige Male auszeichnen. Erst konnte er einen Schuss von Christopher Dibon noch glänzend entschärfen (68.), ehe die Stange bei einem Kopfball von Aliou Badji rettete – doch der Nachschuss von Dibon saß dann perfekt (69.). In der Folge parierte Kuster noch einen Schuss von Knasmüller prächtig (84). Weil es den Mattersburgern in der Schlussphase nicht mehr gelang, für Gefahr zu sorgen, blieb der Ball weitgehend in den Reihen Rapids. Bis kurz vor dem Schluss eine unglückliche Aktion den Endstand herstellte – der eingewechselte Victor Olatunji fälschte den Ball unhaltbar für Kuster ins eigene Tor ab (89.).

"Rapid heißen Kampf geliefert”

“Wir haben es während der letzten Viertelstunde leider verabsäumt, weiter Druck nach vorne auszuüben und viele Standards zugelassen. Leider Gottes haben wir dann noch das 2:3 kassiert“, sagte SVM-Cheftrainer Franz Ponweiser, „wir haben Rapid allerdings einen heißen Kampf geliefert. Aber Fehler nutzt Rapid mit viel Qualität eiskalt aus. Das ist bitter.“


SV Bauwelt Koch Mattersburg – SK Rapid Wien 2:3 (1:1)

Pappelstadion, 4.400 Zuschauer, SR Ciochirca.

Torfolge:

1:0 (28.) Gruber, 1:1 (45.+2) Fountas, 2:1 (47.) Kuen, 2:2 (69.) Dibon, 2:3 (89.) Olatunji (Eigentor).

SV Mattersburg:

Kuster; Salomon, Malic, Rath, Lercher; Jano; Gruber (50. Hart), Erhardt, Kuen, Halper (7. Miesenböck); Bürger (78. Olatunji).

SK Rapid Wien:

Strebinger; Dibon, Barac, Hofmann (72. Arase); Stojkovic, Ljubicic, Schwab, Ullmann; Knasmüller; Fountas (62. Schobesberger), Badji.

Gelbe Karten: Miesenböck, Malic.



(05.10.2019)zurück >