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Dramatisches 3:3 gegen Sturm


Patrick Bürger bekam dieses Mal als Solo-Spitze den Vorzug, während der nach seiner Rückenverletzung wieder voll fitte Jano die Position des 6ers vor der Abwehr einnahm. Schon nach zehn Spielminuten durften die Heimischen jubeln: Andi Gruber wurde rechts außerhalb des Strafraums gefoult und verwandelte den fälligen Freistoß, der an Freund und Feind vorbeiflog, selbst zur Führung. Nach einer schönen Kombination der Mattersburger Offensive landete der Ball erneut bei Gruber, doch dieser Versuch fiel zu zaghaft aus (17.).

Es folgten zwei Eckbälle für die Grazer, mit fatalen Folgen für den SVM: Kiril Despodov flankte über links bzw. rechts zur Mitte – beim ersten Mal konnte sich Anastasios Avlonitis mit einem wuchtigen Kopfball gegen Michi Lercher durchsetzen (21.), beim zweiten war es leider Philipp Erhardt, der den Ball unglücklich ins eigene Tor beförderte (24.). Der SVM fing sich von diesem Doppelschlag zur langsam, bekam dennoch vor dem Pausenpfiff die große Chance zum Ausgleich: Otari Kiteishvili foulte Patrick Bürger im Strafraum, der Südburgenländer trat selbst an, doch Siebenhandl erriet die richtige Ecke (41.).

Doch unsere Nummer 33 bewies nach dem Seitenwechsel, was sie drauf hat: Aus der Drehung traf Bürger nach Zuspiel von Christoph Halper mit einem Prachtschuss zum 2:2-Ausgleich ins Kreuzeck (58.). Juan Dominguez traf für die Gäste in der Folge nur die Stange, den Nachschuss rettete Markus Kuster gegen Despodov (70.). Um ein Haar wäre der SVM zu diesem Zeitpunkt in Führung gegangen: Andi Kuen lief alleine auf´s Tor zu, doch Thomas Schrammel rettete vor der Linie (74.). Nur drei Minuten später köpfelte der Ex-Matterburger Thorsten Röcher die Grazer erneut in Front. Doch das sollte es an diesem dramatischen Abend im Pappelstadion noch nicht gewesen sein. Thomas Schrammel bekam den Ball im Mattersburger Strafraum an die Hand und Andi Gruber verwandelte den zweiten Mattersburger Elfer souverän zum 3:3-Endstand (92.).

"Formukurve zeigt nach oben"

„Ein verdienter Punkt für uns. Vor allem als wir in der Pause zurückgelegen sind, haben wir uns in der Kabine geschworen, dass wir Gas geben wollen“, sagte unser Doppel-Torschütze Andi Gruber, der beim Elfmeter in der 92. Spielminute Nerven aus Stahl bewies: „Leider ist es aber nur ein 3:3 geworden. Bei meinem Elfmeter war ich natürlich ein bisschen nervös, der Tormann ist lange stehen geblieben. Aber ich habe dann zum Glück gut gesehen, wo ich hinschießen muss.“

„Unsere Formkurve zeigt nach oben. Wir können viel aus dieser Partie mitnehmen“, sagte Cheftrainer Franz Ponweiser, „nach den drei verlorenen Heimspielen kann man sicher von einem gewonnen Punkt sprechen.“


SV Bauwelt Koch Mattersburg – SK Puntigamer Sturm Graz 3:3 (1:2)

Pappelstadion, 2.800 Zuschauer, SR Spurny.

Torfolge:

1:0 (10.) Gruber, 1:1 (21.) Avlonitis, 1:2 (24.) Erhardt (Eigentor), 2:2 (58.) Bürger, 2:3 (77.) Röcher, 3:3 (92.) Gruber (Foulelfer).

SV Mattersburg:

Kuster; Salomon, Malic, Mahrer, Lercher; Jano; Gruber, Erhardt (83. Olatunji), Halper (71. Miesenböck), Kuen; Bürger (73. Kvasina).

Sturm Graz:

Siebenhandl; Sakic, Avlonitis, Spendlhofer (87. Huspek), Schrammel; Röcher, Dominguez, Kiteishvili; Balaj, Despodov (81. Ljubic), Hierländer (72. Jantscher).

Gelbe Karten: Mahrer, Salomon, Malic; Kiteishvili, Dominguez, Jantscher.



(21.09.2019)zurück >