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Absolut der RENNER!

Rene Renner hat einen Lauf!

Vor der Länderspielpause war die Tabellensituation aus Sicht des SV Mattersburg nicht ganz so rosig. Drei Runden später ist die Meistergruppe aber plötzlich schon wieder in greifbarer Nähe. Zu verdanken haben wir diese positive Trendumkehr Neo-Trainer Klaus Schmidt und seinem richtig guten Näschen für besondere Spielertypen.

Dazu gehört auch unser aktuell torgefährlichster Mittelfeldspieler, Rene Renner. Nicht ganz zufällig hat unsere Nummer 17 unter den Fittichen seines „neuen alten“ Trainers bisher ungeahnte Fähigkeiten entdeckt. Längst überfällig, dass wir uns unsere neue Wunderwaffe mal für ein Interview zur Brust nehmen:

Rene, du bist vor einem Jahr von Blau-Weis-Linz zum SV Matterburg gekommen. War es ein großer Schritt für dich in der Bundesliga Fuß zu fassen?

Ich glaube das ist für jeden Spieler am Anfang schwer, denn natürlich ist die Umstellung von der zweiten Liga auf das Bundesliga-Niveau nicht einfach. In der Meisterschaft geht es noch viel mehr über Taktik und Schnelligkeit. Es wird in der weniger körperbetont gespielt und die individuelle Klasse der Gegner ist ohne Frage um ein vielfaches höher.

Aktuell bist du der torgefährlichste Mittelfeldspieler beim SVM, woran liegt das? Wie würdest du dich als Spielertyp beschreiben?

Ich glaube das liegt daran, dass sich meine Rolle im Spielsystem geändert hat. Ich bin ja ein sehr schneller, wendiger aber eher ein gradliniger Spieler - also kein "Übersteiger und Ballkünstler". Im Moment spiele ich ja in der 3er-Kette als linker Außenverteidiger und kann auf diese Weise meine Stärke besser entfalten.

Klaus Schmidt meinte unmittelbar nach deinem Hammertor gegen Sturm, dass er immer wusste, wie schusskräftig du sein kannst? Wusstest du das auch?

Naja, dass mir jetzt auch Tore gelingen ist zwar schön, aber in erster Linie gut und wichtig für uns als Mannschaft. Es läuft einfach gut im Moment und mehr Gedanken muss ich mir darüber gar nicht machen.

Du hast mit Trainer Klaus Schmidt ja schon in drei verschieden Teams zusammengearbeitet. Was ist Klaus Schmidt für ein Trainertyp?

Das ist gar kein großes Geheimnis. Unser Trainer ist menschlich top und hat einen guten Umgang mit uns Spielern. Er pushed uns auf positive Weise an unsere Grenzen und darüber hinaus. Wenn wir einmal in der Pause niedergeschlagen sind, findet er immer die richtigen Worte, um uns wieder aufzurichten. In Mattersburg hat er sofort einen Draht zu den Spielern gefunden. Er geht auf jeden individuell ein und weiß sofort wer, was, wann und wie braucht, um über sich hinaus wachsen zu können. Er selbst macht sich vermutlich am meisten Druck, lässt sich nach außen hin, oder uns Spielern gegenüber aber nie etwas anmerken. Klaus Schmidt ist zu 100 Prozent auf den Job fokussiert. Jeder, der mit ihm zusammenarbeitet, weiß, dass er ein akribischer Arbeiter ist und den Fußball bist in die Haarspitzen lebt. Dadurch wird es ihm immer leicht fallen, sein Team richtig zu formen, einzustellen und Vertrauen auf zu bauen.

Wir sind neugierig und wollen wissen, ob es im Laufe eurer Zusammenarbeit irgendwelche Ankedoten über unseren Trainer zu erzählen gibt?

(Lacht) Nein, gar nicht! Und wenn es welche gäbe, würde ich das ohnehin nicht erzählen. Wie gesagt, nimmt er seine Aufgabe sehr ernst und macht keine halben Sachen. Das heißt nicht, dass es nicht lustig zugeht bei uns. Hin und wieder lässt er schon mal den einen oder anderen Spruch ab, aber man hat immer das Gefühl, dass er ganz genau überlegt, was er tut und was er sagt.

Am kommenden Sonntag trefft ihr erneut auf den SK Rapid Wien, diesmal sitzt ein anderer Trainer auf der Trainerbank - einer, der den SV Mattersburg sehr gut kennt. Was ist Rapid unter Neotrainer Dietmar Kühbauer für ein Gegner?

Ganz klar, Rapid wird nach dem Trainerwechsel schnell wieder Aufschwung bekommen und es ist gut möglich, dass die Mannschaft ein ganz anderes Bild zeigen wird, als zuletzt im Cup. Die Spieler werden 150% geben, um sich beim neunen Trainer zu empfehlen. Wir wissen natürlich, dass es nicht einfach wird, aber auswärts ist es für jede Mannschaft schwer gegen Rapid zu spielen. Trotzdem werden wir unsere Chance nutzen und können Rapid bezwingen. Das haben wir schon im Cup bewiesen. Wir haben nichts zu verlieren, uns bisher in jedem Spiel gesteigert und haben wieder Selbstvertrauen getankt.



(04.10.2018)zurück >