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Bittere Niederlage in der Pappelstadion-Sauna

Äußerst eng ging es wieder zu, doch am Ende hatten wieder die Bullen die Nase vorne.

SVM machte Bullen das Leben schwer

Bereits zum dritten Mal schickte Trainer Gerald Baumgartner dieselbe Startelf auf das Spielfeld, denn wie schon beim souveränen Cup-Aufstieg in Allerheiligen (in der nächsten Runde gastiert übrigens der SK Rapid Wien im Pappelstadion) als auch beim Ligaauftakt begannen jene elf Akteure, die auch beim Heimspielauftakt gegen Meister FC Red Bull am Platz standen.

Die machten es dem Favoriten aus der Mozartstadt über das gesamte Spiel hinweg ziemlich schwer, wobei der größte Feind an diesem Tag für beide Teams wohl die brütende Hitze in der Sauna namens Pappelstadion war. Dort dauerte es nämlich auch knapp zehn Minuten, ehe die erste gute Offensivaktion zu sehen war und die hatte der SVM in Person von Andreas Gruber, der sich links gut durchsetzte, aber mit seiner Hereingabe keinen Abnehmer fand (10.).

Marko Kvasina arbeitete viel ...

Wenig Action in den Strafräumen

Kurz danach kam ein weiter Kuster-Abschlag nach rechts zu Alois Höller, der per Kopf auf Marko Kvasina weiterleitete, von ihm kam der Ball zu Höller zurück, der noch einen Doppelpass mit Julius Ertlthaler spielte, doch der geriet etwas zu lange und unsere Nummer 8 konnte die Kugel nicht mehr rechtzeitig vor der Toroutlinie erreichen (12.).

Von den Gästen, die zwar weit mehr Ballbesitz hatten, waren aber ebenso wenig zwingende Tormöglichkeiten zu vermelden. Brenzlig wurde es nur einmal, als Cesar Ortiz als letzter Mann einen riskanten Haken mit Folgen machte. Zwar kam er an Gegner Reinhold Yabo vorbei, doch verletzte sich bei einem falschen Schritt und musste kurz danach ausgewechselt werden (19.), für ihn kam Thorsten Mahrer ins Spiel.

... und hatte bei seinem Lattenkracher Pech.

Kvasina-Lattenkracher vor dem Pausenpfiff

Richtig gefährlich wurde es dann Mitte der ersten Halbzeit bei einer Dabbur-Doppelchance. Erst köpfte der israelische Teamspieler eine Junuzovic-Ecke gefährlich auf den Kasten, wo Schlussmann Markus Kuster jedoch glänzend parierte (21.). Doch in der weiterlaufenden Aktion kam der Israeli erneut an die Kugel, schoss aber aus spitzem Winkel links an der Fünfmeter-Markierung an seinem Ziel vorbei (22.).

Danach wurde es in beiden Strafräumen wieder etwas ruhiger, erst ein Schlager-Querpass auf den freistehenden Munas Dabbur sorgte wieder für Gefahr, doch der Volleyabschluss des Salzburger Top-Torjägers fiel zu zentral aus (36.). Cican Stankovic schnappte Alois Höller einen weiten Kerschbaumer-Pass vor der Nase weg (41.), doch nur wenig später klopfte Marko Kvasina, nach einer Gruber-Ecke, mit einem Volleyschuss an die Latte am Bullen-Kasten an (44.). Da auch ein Schlager-Schuss hauchdünn rechts das Tor verfehlte (45+1.), blieb es zur Pause torlos.

Markus Kuster hielt fast alles, was auf seinen Kasten kam ...

Tapferer SVM am Ende nicht belohnt

Nach dem Seitenwechsel wurde es immer mehr zur Hitzeschlacht, da auch die körperlichen Akkus der Akteure mehr und mehr belastet wurden. Unsere Mannschaft versuchte mehr nach vorne zu machen. Einen weiten Ball verlängerte Marko Kvasina in Richtung Alois Höller, doch der konnte gerade noch von Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer am Abschluss gehindert werden (47.).

Zwei gut getretene Kerschbaumer-Ecken sorgten zusätzlich für Gefahr, die erste konnte der aufmerksame Cican Stankovic wegfausten (52.). Bei der zweiten kam er nicht ran, hatte aber Glück, dass die über ihn hinweg geflogene Kugel auf die Oberkante der Latte klatschte (55.). Im unmittelbaren Gegenzug konnte sich SVM-Goalie Markus Kuster mit einer sensationellen Fußabwehr bei einem Wolf-Volley auszeichnen und verhinderte so einen Rückstand (56.).

... in der Nachspielzeit musste er sich dennoch Munas Dabbur und Kollegen zwei Mal geschlagen geben.

Bitterer Doppelschlag in der Nachspielzeit

Auch bei einem gefährlichen Dabbur-Kopfball war unsere Nummer 1 im Kasten zur Stelle (63.), doch je länger das Spiel dauerte, desto druckvoller wurden die Favoriten aus der Mozartstadt. Unsere Mannschaft versuchte alles, um die Bullen vom eigenen Tor fernzuhalten, was auch weitestgehend gelang. Wenn die Salzburger dennoch Möglichkeiten vorfanden, war eben auch noch ein starker Markus Kuster zur Stelle.

Bei einem ungemütlichen Haidara-Distanzversuch musste sich der Jubilar, Kuster absolvierte heute sein 100. Bundesliga-Spiel, ganz lang machen und konnte vor den Augen von Teamchef Franco Foda wieder parieren (86.). In der fünfminütigen Nachspielzeit konnte er dann aber nichts mehr ausrichten, ein Lucky Punch von Andre Ramalho aus etwa 30 Metern brachte via Innenstange die Salzburger auf die Siegerstraße (93.), ein weiterer Dabbur-Treffer kurz danach (94.) besiegelte schließlich die bittere SVM-Heiminiederlage.

Am Ende blieb der Aufwand von Höller und Co. unbelohnt.

Aufstellungen

SV Bauwelt Koch Mattersburg

Kuster; Kerschbaumer, Malic, Ortiz (19. Mahrer), Renner; Jano, Salomon; Höller, Ertlthaler (65. Perlak), Gruber (57. Erhardt); Kvasina

Das Durchschnittsalter der SVM-Startelf betrug 26.45 Jahre; Ö-Anteil: 82%

FC Red Bull Salzburg

Stankovic; Mwepu, Pongracic, Ramalho, Ulmer; Samassekou; Schlager (61. Haidara), Wolf (79. Minamino), Junuzovic; Yabo (61. Prevljak), Dabbur

Gelbe Karten
Salomon (89./U), Kvasina (90./F) bzw. Wolf (72./F), Minamino (89./U)

Torfolge
0:1 (93.) Ramalho
0:2 (94.) Dabbur

Spieldaten
2 Torschüsse 17
26% Ballbesitz (Anteil Zuspiele) 74%
56% Zweikampfquote 44%
57% Passquote 84%
3 Ecken 14
3 Flanken aus dem Spiel 18
1 Abseits 3
13Fouls am Gegenspieler8
Top-Spieler
A. Höller* (1) Torschüsse M. Dabbur (5)
A. Gruber (1) Torschussvorlagen A. Ulmer (4)
M. Kuster (45) Ballkontakte E. Mwepu (99)
M. Perlak (75%) Zweikampfquote A. Ulmer (67%)
A. Gruber (2)Flanken aus dem SpielA. Ulmer (4)

* = mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

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