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Nach dem Auftaktsieg kommt der Meister

Beim letzten Aufeinandertreffen im Pappelstadion ließen unsere Burschen den Salzburgern wenig Raum.

Mit viel Engagement und Herzblut bei der Sache

Vor dem ersten Spiel des SV BauWelt Koch Mattersburg in der neuen Zwölferliga wurde in den Medien viel darüber spekuliert, ob unsere Mannschaft die 32-Tore-Abgänge verkraften könne. Die Antwort darauf war zunächst einmal ein 3:2-Auswärtserfolg beim Gastspiel in Vorarlberg beim Cashpoint SCR Altach, doch allein deswegen kann Trainer Gerald Baumgartner noch nicht von einer adäquaten Kompensation sprechen.

„Ich denke, dieses Thema wurde zu Recht aufgegriffen und ist auch jetzt noch nicht vom Tisch, denn wir brauchen in der Offensive vermutlich noch den einen oder anderen zusätzlichen Spieler“, hofft der SVM-Coach auf weitere Neuzugänge, ist sich seiner Aufgabe aber stets bewusst, denn „ich bin der Trainer und arbeite mit jener Mannschaft, die mir der Verein zur Verfügung stellt mit sehr viel Engagement und Herzblut.“

Belohnung für die letzten Wochen

Erste Ergebnisse dieser Arbeit sind nun bereits sichtbar, schließlich gelang nach dem souveränen Cup-Aufstieg (die Cup-Auslosung der zweiten Runde erfolgt am Samstag in der Sendung Fußball ab 19.00 Uhr in ORF Eins) nun auch ein toller Start mit dem 3:2-Sieg im Ländle. „Die Jungs haben ihre Sache in Altach richtig gut gemacht und sind für die letzten sechs Wochen harter Vorbereitungsarbeit, wo alle einwandfrei mitzogen, belohnt worden“, freute sich Baumgartner.

Sehr wichtig war für unseren Cheftrainer, dass wir gleich mit einem Dreier voll angeschrieben haben, denn „der gibt viel Motivation für die nächsten schweren Aufgaben.“ Einer, der dabei einen wesentlichen Beitrag leistete war Torschütze Alois Höller, der mit seinem Treffer kurz nach der Pause für die neuerliche Führung sorgte und damit seine Spezialistenrolle in Vorarlberg unter Beweis stellte.

Gutes Pflaster Altach

„Ich hatte immer wieder gute Spiele gegen Altach und auch schon das eine oder andere wichtige Tor erzielt“, erinnerte sich Höller noch an jenes letzte Tor in der Cashpoint-Arena, das er ebenfalls mit seinem linken Fuß erzielte, doch nicht in hohem Bogen, sondern als richtigen Strich. „Das war einer der entscheidenden Treffer beim Klassenerhalt vor etwas mehr als vier Jahren in der Ersten Liga, für mich ist Altach schon ein gutes Pflaster.“

Für unsere Nummer 8 war es daher auch ein perfekter Auftakt in die neue Saison, denn schließlich „kannst du nicht mehr als drei Punkte einfahren.“ Aus seiner Sicht war es ein relativ souveräner und auch verdienter Sieg, da „wir zwar vermeidbare Gegentreffer kassierten, jedoch immer in Führung gingen und zum Schluss gar nichts anbrennen ließen.“

Nicht gut verhalten

In Punkto verdientem Sieg schlägt Höller mit seinem Coach in dieselbe Kerbe, doch der wiederum sieht das Spiel aus einer anderen Position und betrachtete den Erfolg etwas nüchterner. „Man darf bei diesem Spiel nicht außer Acht lassen, dass alle drei Ergebnisse, also Sieg, Remis und Niederlage, möglich gewesen wären. Wir trafen auf einen starken Gegner, waren vielleicht um einen Tick aggressiver bzw. in den Zweikämpfen konsequenter. Da wir obendrein mehr Torchancen herausgespielt hatten denke ich, dass der Sieg letztlich auch in Ordnung geht“, analysierte der routinierte Mann an der Linie.

Die beiden Gegentreffer ärgerten den SVM-Coach schon ein wenig, denn „beim Elfer hätte Mali (Anm.: Nedeljko Malic) schneller zum Ball gehen können, das haben wir auch besprochen, denn er zögerte etwas und dann geht es eben im Fußball schnell. Noch dazu hätte ihm der eine oder andere Mitspieler schreien können, dass hinter ihm ein Gegenspieler kommt. Beim ersten Ausgleich reagierten wir trotz Überzahl beim Einwurf nicht schnell genug, verhinderten so die Flanke nicht und wenn die dann scharf und gut getimt kommt, ist es in der Mitte schwer einen Stürmer, der möglicherweise auf Verdacht hineinläuft, zu verteidigen.“

Wir-Gefühl an erster Stelle

Was Gerald Baumgartner auf alle Fälle freute, war die Vorstellung der Neuzugänge, wobei einzelne Spieler aus seiner Sicht nicht unbedingt wichtig sind. „Sie passen vom Charakter zu uns und sind in der Mannschaft voll integriert. So stelle sich mir das auch vor, doch bei unseren tollen Burschen war das keine große Überraschung. Von der Qualität haben sie auch gleich aufgezeigt, es freut mich zusätzlich, dass sie auch gleich getroffen hatten, doch über allem steht bei uns das Wir-Gefühl an erster Stelle.“

Dieses wurde sicherlich durch den Erfolg in Altach noch zusätzlich gestärkt und nun blicken unsere Burschen den kommenden Aufgaben etwas gelassener entgegen. „Wenn wir dort nicht gepunktet hätten, stünden wir nun gegen die Bullen schon unter Zugzwang. Das ist immer eine schwere Partie, wo du aber nicht gewinnen musst, da geht es quasi um die Bonuspunkte. Doch mit zwei Niederlagen im Gepäck wäre es schon in Runde drei richtig hart geworden. So aber haben wir dick angeschrieben und können nun befreiter aufspielen“, schilderte Alois Höller.

Eingespielte Salzburger im Anflug

Denn wie der Lichtenegger im SVM-Dress schon anklingen ließ, geht es zum Heimspielauftakt am Samstag (17.00 Uhr) gegen den amtierenden Meister, den FC Red Bull Salzburg. Die Bullen konnten am vergangenen Wochenende mit einem souveränen 3:1-Heimerfolg gegen den LASK in die Saison starten, was in der Mozartstadt in den letzten Jahren nicht unbedingt üblich war, schließlich verlief die heurige Sommer-Transferphase etwas anders ab.

„Es gab wenig Veränderungen im Kader, der Stamm der Mannschaft ist geblieben und das konnte man auch gegen die Linzer sehen“, zeigte sich Alois Höller durchaus beeindruckt vom souveränen Auftreten des Meisters. Sein Coach geht noch einen Schritt weiter, denn aus seiner Sicht ist es „noch immer die mit Abstand beste Mannschaft in der Liga und mein Kollege Marco Rose meinte unlängst, dass er das Gefühl habe, sie seien noch besser geworden.“

„Hatten es in Mattersburg immer schwer“

Für den SVM-Coach bedeutet dies also, dass im kommenden Heimspiel eine interessante, aber auch schwierige Aufgabe wartet. „Wir wollen ohnehin von Spiel zu Spiel denken, somit liegt der Fokus nun ganz auf Salzburg und wie wir gegen sie spielen können. Das heißt wir werden versuchen kein Gegentor zu erhalten und haben sicherlich die Qualität, bei Ballbesitz den einen oder anderen Treffer zu erzielen. Trotzdem müssen wir einen guten Tag haben, um sie zu schlagen“ ergänzte Baumgartner im Nachsatz.

Was auf alle Fälle für unsere Mannschaft spricht ist die Tatsache, dass die letzten Spiele immer wieder eng waren und die Bullen richtig fighten mussten, um gegen den SVM bestehen zu können. „Wir konnten sie schon im letzten Frühjahr 2017 schlagen und waren auch in den kürzlich absolvierten Partien stets knapp dran. Sie haben sich immer in Mattersburg schwer getan und das soll auch am Samstag so sein“, gibt sich der SVM-Coach kämpferisch.

Salzburg-Spezialist mit eigenem Fanklub

Mit Alois Höller hat er einen kampferprobten Mann am Feld, der keinen Zweikampf scheut und schon so manches Erfolgerlebnis gegen die Bullen hatte. „Die liegen mir ebenfalls, ich habe auch schon drei Mal gegen die getroffen“, erinnert sich Höller gerne zurück, auch wenn dies schon fünf Jahr zurückliegt (alle 2012/13). „Es waren immer richtige Fights mit ihnen, zuletzt im Cup sind sie mit Ach und Krach weitergekommen und vielleicht können wir uns dafür revanchieren“, ergänzte der Außenbahnspieler.

Auf die Unterstützung des SVM-Publikums können sich er und seine Kollegen verlassen. „Ich denke mit der neuen 12er-Liga ist das Interesse wieder mehr geworden, es ist etwas Neues. Außerdem kommen die Kinder aus meinen Camps samt Eltern und daher rechne ich alleine da schon mit einigen hundert Leuten mehr“, kann Höller auf seinen eigenen „Fanklub“ zurückgreifen. „Wir wollen auf alle Fälle eine gute Leistung bringen, was dabei am Ende herauskommt, werden wir dann ohnehin nach dem Spiel sehen“, gibt sich Trainer Gerald Baumgartner zuversichtlich.




SV Bauwelt Koch Mattersburg - FC Red Bull Salzburg
2. Runde der tipico - Bundesliga
Samstag, 04.08.2018, 17.00 Uhr – Pappelstadion
Ref: Julian Weinberger
Ass: Mag. Sebastian Gruber, Stefan Pichler
4O: Alain Sadikovski

(02.08.2018)zurück >