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Der SVM startet in Altach in die neue Zwölferliga

Nedeljko Malic, Patrick Bürger und Kollegen wollen in Altach hoch hinaus.

Eher wenige Aufschlüsse

Nach exakt 62 Tagen geht es für den SV BauWelt Koch Mattersburg am kommenden Samstag (17.00 Uhr) wieder mit der tipico – Bundesliga weiter, denn da gastiert unsere Mannschaft im äußersten Westen des Landes, in Vorarlberg, beim Cashpoint SCR Altach. Nach zwei Monate spielfreier Zeit mit kurzer Erholungspause und zahlreichen Trainings inklusive etlicher Tests steht also der Ligaalltag wieder vor der Tür.

Ein Pflichtspiel gab es nämlich bereits für unsere Burschen, denn letzten Freitag gastierten die Schützlinge von Trainer Gerald Baumgartner in der Südsteiermark, nämlich etwas südlich von Graz beim Tabellensechsten der letztjährigen Regionalliga Mitte-Saison, dem USV Allerheiligen. Dort feierten Nedeljko Malic und Kollegen einen souveränen 3:1-Erfolg, der allerdings noch nicht so viele Aufschlüsse geben konnte.

Bestmögliche Punktausbeute als Ziel

„Das sind schon zwei verschiedene Paar Schuhe, in der ersten Cuprunde hast du immer andere Gegner als jene, die dann eine Woche später in der Bundesliga auf dich warten“, bringt es der SVM-Coach auf den Punkt, noch dazu macht er einen großen Unterschied aus. „Es ist immer etwas anderes wenn du daheim oder auswärts spielst. Wir beginnen eben in Altach und die blieben in der letzten Saison hinter ihren Erwartungen zurück, wollen heuer neu durchstarten und das macht die Sache für uns nicht unbedingt leichter.“

Aber nicht nur die Altacher werden ambitioniert in dieses Spiel gehen, auch unsere Mannschaft blickt dem Bundesliga-Auftakt freudig entgegen. „Wir sind ebenfalls bereit, haben Spieler mit Qualität bzw. gutem Charakter dazubekommen und den Fokus darauf gelegt den Teamgeist in der Mannschaft aufzubauen sowie weiterzuentwickeln. Mit diesen Attributen wollen wir heuer so viele Punkte wie nur möglich mitnehmen“, blickt der Coach dem ersten Ligaspiel erwartungsfroh entgegen.

Vorbereitungsarbeit auf den Platz bringen

Auch die letzte Trainingswoche stimmt da Gerald Baumgartner sehr positiv, denn „die Jungs sind gut drauf, das konnte man in den einzelnen Trainingseinheiten verfolgen und lässt mich daher zuversichtlich nach vorne blicken.“ Einen wichtigen Grundsatz gibt es für den SVM-Trainer dennoch. „Jetzt gilt es die Erwartungen an uns sowie die in der Vorbereitung erbrachten Leistungen auf den Platz zu bringen. Schaffen wir es von Beginn weg fokussiert zu sein, konzentriert ans werk zu gehen sowie mit Teamgeist und taktischem Verständnis in Altach eine gute Leistung zu bringen, dann wird auch das Ergebnis passen.“

Mit dem Auftaktgegner konnten sich unsere Verantwortlichen bereits eingehend beschäftigen und sich vor Ort ein Bild machen. „Wir haben sie beim Cup-Auftritt in Parndorf beobachtet und konnten schon einiges sehen. Vielleicht werden sie die eine oder andere Veränderung vornehmen, doch das ist eigentlich egal. Altach ist zuhause immer stark aufgetreten, wir müssen gut dagegenhalten, ihre Offensive aufhalten und bei Ballbesitz selbst gefährlich werden. Die letzten Spiele von uns dort waren eigentlich gut, auch wenn das nicht immer passte. Daran denken wir aber nicht, sondern wollen dieses Mal den Spieß umdrehen.“

Neues Ligaformat heizt Konkurrenzkampf an

Die große Veränderung zum Vorjahr stellt aber auf alle Fälle das neue Ligaformat dar, nicht zehn sondern gleich zwölf Vereine befinden sich in der obersten Spielklasse Österreichs und die meisten davon haben ein klares Ziel. Nämlich nach dem Grunddurchgang von 22 Runden (einmal daheim und auswärts gegen jedes andere Team) wollen viele in die obere Hälfte der geteilten Tabelle, das obere Play Off.

„Das ist natürlich ein sehr gutes Ziel, doch es wird keinesfalls einfach werden. Von den vier Topklubs wollen alle dorthin und auch danach wird es ein dichtes Gedränge um die Restplätze geben“, ist für unseren Coach der Konkurrenzkampf groß, doch seine Gedanken sehen ohnehin kleine Schritte vor. „Wir müssen einzig und allein von Spiel zu Spiel denken und so viele Punkte sammeln, wie nur möglich. Gelingt uns das, wird sicherlich eine gute Platzierung am Ende herauskommen.“

Keine einfache Rechnung

Grundsätzlich sieht die Herangehensweise ähnlich jener der Vorsaison aus. „In erster Linie heißt es so rasch es geht nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Danach können wir uns weiter nach oben orientieren und versuchen so lange es geht am oberen Play Off dran zu bleiben. Können wir dann sogar eine richtig gute Saison absolvieren, dann ist das umso schöner“, heißt es zunächst am Boden bleiben und Spiele zu gewinnen.

Schließlich übernahm Gerald Baumgartner den SVM vor gut anderthalb Jahren auf einem ziemlich abgeschlagenen zehnten Tabellenrang, schloss nach einem sehr guten Frühjahr die Saison noch auf Platz 7 ab, um in der Vorsaison eben lange um einen Europacup-Platz mitzuspielen, was sich am Ende aber nicht ganz ausging. Unser Team landete auf Platz 6 und ginge es nach dem Gesetz der Serie, so wäre heuer Rang 5 an der Reihe, diese Annahme wäre aus Sicht unseres Trainers jedoch sehr vermessen.

Beurteilungs-Schnellschüsse nicht gefragt

„Bei aller Vorfreude dürfen wir eines nicht außer Acht lassen, nämlich die verlorene Offensivkraft der letzten Saison. Es sind schon große Fußstapfen, die hinterlassen wurden und die es nun heißt auszufüllen“, gibt der Coach zu Protokoll, doch auch eine konträre Sichtweise wäre durchaus angebracht. „Es gibt nun für jene Spieler, die vielleicht in der zweiten Reihe standen, aber auch junge Akteure die Möglichkeit sich zu zeigen und zu etablieren, um den nächsten Schritt in der Bundesliga zu gehen, nämlich Topleistungen zu bringen. Dafür trainieren wir ja schließlich tagtäglich.“

Auch wenn nun das erste Spiel ansteht, wirklich schlau wird man alleine daraus vermutlich nicht werden, denn für eine Standortbestimmung ist es laut SVM-Coach noch zu früh. „Heutzutage wird jedes Spiel beurteilt und eingehend analysiert. Mit dem immer größeren Medienaufkommen wird beinahe jedes Spiel so bewertet, als ob es gleich um die Meisterschaft gehen würde, doch da müssen wir schon ein wenig die Kirche im Dorf lassen“, warnt Baumgartner vor Beurteilungs-Schnellschüssen.

Fußball ist Ergebnissport

Viel wichtiger ist dem erfahrenen Mann an der Seitenlinie die Herangehensweise an jedes einzelne Spiel. „Wir Trainer müssen das Große und Ganze im Fokus haben, im Gegensatz dazu aber die Mannschaft stets so vorbereiten, dass sie nur auf das nächste Spiel fokussiert sind. Das heißt in diesem Fall volle Konzentration auf Altach und dann auf die nächste Aufgabe, schließlich ist ein guter Start erst nach einigen Spielen messbar, nicht nach einem einzigen.“

Schließlich befindet sich unsere Mannschaft nach der kürzlich beendeten Vorbreitungsphase noch immer in einem Findungsprozess, der jedoch durch gute Leistungen und Punkte sicherlich beschleunigt wird. „Im Fußball zählt an allererster Stelle noch immer das Ergebnis, erst von da weg kann man auf andere Faktoren schließen. Somit heißt das für uns in Vorarlberg mit der nötigen Coolness sowie Selbstvertrauen alles reinhauen und versuchen eine gute Leistung zu bringen, alles andere ergibt sich von selbst.“




Cashpoint SCR Altach - SV Bauwelt Koch Mattersburg
1. Runde der tipico - Bundesliga
Samstag, 28.07.2018, 17.00 Uhr – Cashpoint Arena
Ref: Dieter Muckenhammer
Ass: Mag.(FH) Stefan Kühr, Markus Waldl
4O: Walter Altmann

(26.07.2018)zurück >