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Noch einmal alles reinwerfen


Gute Leistung blieb unbelohnt

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, unter diesen Aspekt könnte man in der letzten Zeit die Auswärtsfahrten des SV BauWelt Koch Mattersburg in die Salzburger Red Bull Arena stellen, denn die Ereignisse spiegelten dies wieder bzw. zog sich in jüngster Vergangenheit wie ein roter Faden durch. Denn unsere Mannschaft hielt beim Serienmeister lange Zeit gut mit, hätte sich etwas verdient und stand am Ende dennoch punktelos da.

Dieses Mal dauerte es sogar bis zur 95. Spielminute, sprich bis zur letzten Aktion im Spiel, ehe der FC Red Bull Salzburg durch eine Standardsituation kurz vor dem Abpfiff dennoch unseren starken Schlussmann Markus Kuster bezwingen konnte. Wieder einmal war es bitter, von einem Red Bull-Fluch zu sprechen wäre für Coach Gerald Baumgartner zu viel des Guten, denn der streicht vielmehr die eigene Leistung hervor.

Heroische Vorstellung

„Sicherlich ist es sehr schade am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. Man darf aber keineswegs vergessen, mit welchen Personalsorgen wir dort angetreten waren. Nicht weniger als zehn Feldspieler standen aufgrund von Verletzungen, Blessuren, Krankheiten oder auch einer Sperre nicht zur Verfügung. Somit hatten wir nur noch zwei Kaderspieler auf der Ersatzbank, von da her muss man der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, dass sie die Partie so lange offen halten konnte.“

Aufgrund dieser Personalsituation kann man durchaus von einer heroischen Leistung sprechen, wie auch der Coach bestätigt. „Auf alle Fälle, denn durch den kurzfristigen Lercher-Ausfall hatten wir keinen Linksverteidiger mehr, auch die Innenverteidigung und das zentrale Mittelfeld mussten neu gestaltet werden“, erläuterte Gerald Baumgartner die schwierigen Entscheidungsfindungen vor dem Anpfiff.

Durchschlagskraft nach vorne fehlte

Die Leistung auf dem Platz machte den SVM-Cheftrainer dann schon ein wenig stolz, denn „wir setzten unseren Matchplan taktisch richtig gut um. Einsatz und Laufbereitschaft waren top, doch im Spiel nach vorne hätten wir manche Kontersituationen besser ausnutzen bzw. zu Ende spielen können, dann wäre möglicherweise uns der Siegtreffer in diesem Spiel gelungen.“

Das Spiel nach vorne war aus Sicht von Gerald Baumgartner ein wenig das Problem. „Hinten sind wir sehr kompakt gestanden, ließen nur wenige Chancen der Salzburger zu, doch auf der Gegenseite fehlte uns etwas die Durchschlagskraft, was vermutlich auch daran lag, dass wir auch da wieder neu zusammengewürfelt waren“, sah der Coach durchaus Situationen, die effizienter gelöst hätten werden können.

Bitterer Beigeschmack

Bitter war allerdings die allerletzte Aktion im Spiel, wo die Salzburger Europacup-Helden letztlich zuschlugen. „Da fehlte uns wohl die letzte Konzentration nach diesem langen und kräfteraubenden Match“, vermutete der SVM-Trainer, der jedoch einen bitteren Beigeschmack dabei nicht stehen lassen kann, denn „Smail Prevljak wurde klar am Trikot gehalten, sonst wäre er zum Ball hingekommen. Das macht die Sache noch einmal bitterer, da eine ordentliche Leistung letztlich unbelohnt blieb.“ >

Aufreger des Spiels war aber vermutlich eine andere Szene, nämlich der Ausschluss von Red Bull – Mittelfeldmann Hannes Wolf nach einem brutalen Foul an Masaya Okugawa. „In erster Linie bin ich einmal froh, dass dem Oku nichts passiert ist. Die Aktion war völlig unnötig, er ist ein junger Spieler und lernt hoffentlich daraus. Zum Einen schadet er damit nicht nur möglicherweise seinem Gegenspieler, sondern vor allem sich selbst und seiner Mannschaft, doch Hannes Wolf hat jetzt ohnehin drei Spiele lang Zeit darüber nachzudenken“, schilderte Baumgartner seine Sicht der Dinge.

Sieg zum Abschluss als Ziel

Nach der „heroischen“ Niederlage in Salzburg bleibt unseren Kickern noch ein letztes Spiel in dieser Saison, nämlich das Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den LASK, wo sich der SV BauWelt Koch Mattersburg mit einer ansprechenden Leistung von seinen eigenen Fans in die Sommerpause verabschieden möchte, am liebsten natürlich mit einem vollen Erfolg, wie auch der Trainer bestätigt.

„Das ist das ganz klar Ziel und dieses wollen wir erreichen, sprich die Saison positiv ausklingen lassen und da wäre ein Heimsieg die perfekte Umsetzung“, ist die Motivation des Coaches bis zur letzten Sekunde der Meisterschaft ungebrochen und das fordert er auch von seinen Schützlingen. „Wenn wir top motiviert ins Spiel gehen und alles reinhauen, dann können wir hoffentlich aus diesem Spiel mit einem positiven Ergebnis in die Sommerpause gehen.“

Mehr personelle Möglichkeiten

Personell könnte die Situation ein wenig angenehmer werden, doch es schleichen sich auch jetzt noch kleinere Wehwehchen ein. „Michael Novak und Manuel Seidl sind auch angeschlagen, dafür kommen Jano (nach Sperre) und Florian Sittsam (nach überstandener Gehirnerschütterung) in den Kader zurück, auch bei Michael Perlak gibt es berechtigte Hoffungen.“

Trotzdem richtet sich der Blick schon ein wenig auf die kommende Saison. „Wir wollen in diesem Spiel nichts riskieren, Thorsten Mahrer etwa soll seine Adduktorenprobleme ordentlich auskurieren und nächste Saison wieder voll angreifen. Jene Spieler, die auf dem Platz agieren, werden wieder alles für den Erfolg geben“, sehnt auch der Coach aufgrund der langen Saison die Pause herbei und hält fest, dass „es eine intensive Saison war und wenn wir diese auf Platz 6 abschließen, wäre das schon ein toller Erfolg.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg - LASK Linz
36. Runde der tipico - Bundesliga
Sonntag, 27.05.2018, 17.30 Uhr – Pappelstadion
Ref: Mag. Harald Lechner
Ass: Andreas Heidenreich, Maximilian Kolbitsch
4O: Alexander Harkam

(26.05.2018)zurück >