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Bittere Last-Second-Niederlage in Salzburg


Zahlreiche Ausfälle

Im letzten Auswärtsspiel der Saison ging es für den SV BauWelt Koch Mattersburg zum alten und neuen Meister FC Red Bull Salzburg. Die Bullen feierten in ihrem letzten Spiel vor heimischem Publikum den Meistertitel und wollten sich auch würdig verabschieden, was ihnen aber nur im letzten Moment gelang, denn unsere Mannschaft verlangte dem Meister alles ab und hätte sich eigentlich einen Punkt verdient gehabt.

Personell sah es auf Seiten des SVM nicht allzu rosig aus, aufgrund von zahlreichen Verletzungen, Blessuren, Krankheiten und auch einer Gelbsperre von Jano fehlten gleich etliche Leute, sodass Trainer Gerald Baumgartner drei Amateurspieler in die Mozartstadt mitnahm und trotzdem nicht das volle Kontingent von 18 Kaderspielern ausschöpfen konnte.


Gute Stimmung

Jene Akteure auf dem Spielfeld machten ihre Sache von Beginn weg recht ordentlich, auch die Kulisse von knapp 15.000 Besuchern konnte unsere Burschen nicht einschüchtern. Zwar hatten die Salzburger etwas mehr vom Spiel, ließen meist den Ball in den eigenen Reihen laufen, doch unsere Mannschaft hielt mit guter Laufleistung und engagiertem Zweikampfverhalten dagegen.

Die Hausherren kamen zunächst aus dem Spiel heraus nicht wirklich gefährlich vor das Tor, bis auf einen Dabbur-Schuss aus sehr spitzem Winkel, der allerdings deutlich vorbeiging, war wenig dabei (8.). Aus Standardsituationen erzeugten die Heimischen eher Gefahr, ein direkt getretener Wolf-Freistoss auf den ersten Pfosten konnte aber von Goalie Markus Kuster pariert werden (2.).


Torlose erste Hälfte

Da die Bullen den kompakten Abwehrgürtel des SVM nicht bezwingen konnten, versuchten sie es zusätzlich aus der Distanz, wie etwa Hannes Wolf, der mit einem wuchtigen Schuss aber zum Glück nur die Latte traf (26.). Dann warf sich etwa Michael Novak in einen Schuss (28.), die folgende Ecke schoss Ramalho volley über die Latte (29.).

Auch bei einem Dabbur-Schuss war Novak mit dem Fuß zur Stelle und wehrte ab (30.), einmal landete der Ball aber im Tor, doch Schiedsrichter Schüttengruber sah ein Vergehen und pfiff ab (34.). Aber nicht nur die Bullen, auch der SVM wurde offensiv aktiv. Erst war Markus Pink bei einem Prevljak-Steilpass knapp im Abseits (34.), dann wurde Prevljak, nach einem Steilpass, vor Walke gerade noch am Abschluss gehindert (44.) und es blieb zur Pause beim 0:0.


Bullen-Schwung abgewehrt

Nach dem Seitenwechsel kamen die Bullen wieder ambitioniert aus der Kabine zurück, doch sie taten sich auch in Spielhälfte zwei schwer, die SVM-Defensive zu knacken. Nach einem Eckball gab es ein kurzes Gestocher im Strafraum, Munas Dabbur kam letztlich zum Abschluss und verfehlte der Kasten rechts knapp (50.). Kurz danach legte Takumi Minamino auf den Israeli ab und dessen Volley ging wenige Zentimeter am Tor vorbei (52.).

In Folge eines abgewehrten Eckballes der Gastgeber kam es zu einem Gegenstoß des SVM, der jedoch unschön endete, denn Masaya Okugawa wurde von Hannes Wolf mit einem derben Foul gestoppt und sah folglich völlig zu Recht die Rote Karte (56.). Der Japaner biss sich anschließend noch etwas durch, musste aber in der Schlussviertelstunde verletzt ausscheiden.


In allerletzter Sekunde geschlagen

Mit einem Mann mehr auf dem Platz hatte der SVM einige hoffnungsvolle Offensivaktionen, so brachte Manuel Seidl den fälligen Freistoss in den Strafraum, den Kapitän Nedeljko Malic per Kopf auf Markus Pink ablegen wollte, der kam allerdings nicht mehr heran (57.). Nach einem langen Erhardt-Pass auf Okugawa entschied sich der quirrlige SVM-Spieler wohl falsch, hätte selbst abschließen können, doch wollte nochmals querlegen und Pink verpasste das Zuspiel (66.).

Keine sechzig Sekunden später versuchte es Manuel Seidl mit einem langen Ball auf Masaya Okugawa, doch Goalie Alexander Walke war um einen Tick schneller an der Kugel (67.). Im direkten Gegenzug hatte der SVM aber auch Glück, dass es nicht personellen Gleichstand am Spielfeld gab, denn Philipp Erhardt traf bei einem Klärungsversuch Munas Dabbur im Gesicht, sah dafür aber nur Gelb (67.).

Es wurde in der Schlussphase jedoch sehr turbulent, da die Hausherren, trotz einem Mann weniger auf dem Feld, unbedingt gewinnen wollten. Zunächst aber hatte der SVM in Person von Andreas Gruber die Möglichkeit auf einen Treffer, doch dessen wuchtiger Schuss von der Strafraumgrenze strich knapp über die Latte (84.). In der Nachspielzeit hatten die Bullen noch einen Freistoss, der kam auf den zweiten Pfosten zu Duje Caleta-Car, der per Kopf auf Fredrik Gulbrandsen ablegte und der drückte im allerletzten Moment den Ball über die Linie (95.). Danach war nämlich Schluss und die kämpferisch starke Leistung unserer personell geschwächten Mannschaft wurde letztlich nicht belohnt.


Aufstellungen

FC Red Bull Salzburg

Walke; Lainer, Ramalho (65. Onguene), Caleta-Car, Schlager; Samassekou; Haidara, Wolf, Yabo (86. Daka); Minamino (74. Gulbrandsen), Dabbur

SV BauWelt Koch Mattersburg

Kuster; Novak, Malic, Erhardt, Renner; Seidl; Okugawa (76. Bürger), Ertlthaler, Gruber, Pink (71. Maierhofer); Prevljak

Das Durchschnittsalter der SVM-Startelf betrug 24.82 Jahre; Ö-Anteil: 82%

Rote Karte
Wolf (56./F)

Gelbe Karten
Caleta-Car (76./F), Dabbur (86./U) bzw. Seidl (33./U), Erhardt (67./F), Ertlthaler (82./F), Malic (86./U), Maierhofer (94./U)

Torfolge
1:0 (95.) Gulbrandsen

Spieldaten
21 Torschüsse 1
79% Ballbesitz (Anteil Zuspiele) 21%
62% Zweikampfquote 38%
88% Passquote 55%
8 Ecken 0
12 Flanken aus dem Spiel 6
2 Abseits 1
9Fouls am Gegenspieler25
Top-Spieler
M. Dabbur (7) Torschüsse A. Gruber (1)
H. Wolf* (3) Torschussvorlagen S. Maierhofer (1)
D. Samassekou (125) Ballkontakte M. Novak (43)
X. Schlager (91%) Zweikampfquote N. Malic (100%)
S. Lainer (4)
Flanken aus dem SpielA. Gruber (2)

* = mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

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(20.05.2018)zurück >