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Duell der letzten Chance in der Südstadt


Ernüchterung nach Heimpleite

Eine gewisse Ernüchterung machte sich nach dem Heimspiel gegen den Cashpoint SCR Altach am vergangenen Samstag am Rasen des Pappelstadions breit, schließlich verlor der SV BauWelt Koch Mattersburg gegen die Vorarlberger zuhause mit 0:1 und erlitt einen vielleicht entscheidenden Dämpfer im Kampf um einen Europacup-Platz, denn der Rückstand auf die Admira beträgt vor den letzten drei Saisonspielen acht Punkte.

„Wir sind nicht in die Saison gegangen, um einen Europacup-Platz holen zu müssen, doch wir haben uns diese Möglichkeit hart erarbeitet, umso mehr schmerzen die liegen gelassenen Chancen“, sprach Trainer Gerald Baumgartner die bitteren Spiele der letzten Wochen an. „Wir sind haarscharf am Cup-Finale vorbeigeschrammt und ließen vor allem in den Heimspielen mit dem Remis gegen St. Pölten und nun der Niederlage gegen Altach wichtige Punkte liegen.“

Erste Halbzeit entscheidend

Vor allem das jüngste Duell mit den Vorarlbergen tat sehr weg, schließlich war es im 14. Spiel im Pappelstadion erst die zweite Niederlage gegen die Altacher, doch die hinterließ enttäuschte Gesichter. Denn nach der tollen Leistung beim 3:2-Auswärtssieg im Ernst Happel Stadion gegen die Veilchen vom FK Austria Wien keimte die Hoffnung auf, doch noch Platz 5 erobern zu können, zumal noch das direkte Duell mit den Südstädtern ansteht.

„Wir haben dieses Spiel in der ersten Halbzeit vergeigt“, spricht Gerald Baumgartner den Grund für die Niederlage klar an, denn „da konnten wir gar nicht an die Leistung bei der Austria anschließen, fanden auch nicht die 100%ige Motivation, die es eben gebraucht hätte, um gegen die Altacher zu gewinnen.“ So gingen unsere Burschen mit einem 0:1-Pausenrückstand in die Kabine, doch nach dem Wechsel gab es fast Einbahnstraßen-Fußball.

Glück fehlte ebenfalls

Unsere Mannschaft kam nämlich sehr ambitioniert auf das Spielfeld zurück und versuchte gleich vom Wiederbeginn weg ordentlich Druck zu machen. „Wir hatten einiges besprochen bzw. umgestellt und bis zum Schluss versucht den Ausgleich zu erzielen“, der nach Ansicht des Coaches auch die Partie komplett kippen hätte können. „Mit Lukas Rath hatten wir gleich nach der Pause die Topchance, er traf leider die falsche Entscheidung, auch der Stangenschuss in der Schlussphase hätte noch einmal eine Initialzündung sein können.“

Die Altacher hingegen nutzten im gesamten Spiel jene Räume aus, die ihnen der SVM ließ. „In den letzten 20 bis 25 Minuten verteidigten sie mit Mann und Maus ihre Führung, wollten den Sieg über die Zeit bringen.“ Dennoch ergab sich die eine oder andere gefährliche Kontersituation für die Vorarlberger, was aber nach Ansicht unseres Trainers in einer solchen Phase eine ganz normale Tatsache darstellt.

Kräfte noch einmal mobilisieren

„Wir spielten ja schon fast ausschließlich in ihrer Spielhälfte, nahmen sehr viel Risiko, auch bei den Wechseln warfen wir alle offensiven Waffen ins Spielgeschehen“, erläuterte Gerald Baumgartner. Am Ende blieb allerdings nur eine 0:1-Heimniederlage stehen, die in der Nachbetrachtung nicht weniger enttäuschend ist. „Auch wenn die Saison schon sehr lange ist und jetzt auch vermehrt Blessuren auftreten, müssen wir noch einmal Charakter zeigen bzw. alles reinhauen, um möglichst viele Punkte zu sammeln.“

Platz 5 ist ja theoretisch immer noch möglich, doch dazu zählen in den letzten drei ausstehenden Partien nur noch Siege. „Wir sind ja noch im Rennen, doch es wird verdammt schwierig werden. Wir sind auf einem sehr guten Weg, für ganz vorne fehlt noch etwas, doch nun heißt es aus diesen Situationen zu lernen, noch einmal alle Wehwehchen auszublenden und die letzten Kräfte zu mobilisieren.“

Sieg als klares Ziel

Schließlich heißt der kommende Gegner am Samstag (18.30 Uhr) FC Flyeralarm Admira und da geht es um die letzte Chance, doch noch einmal im Kampf um Platz 5 eingreifen zu können. „Wollen wir noch diese Minichance nutzen, dann zählt in diesem Spiel nur ein Sieg und den möchten wir auch erreichen“, verspricht der Coach alles Mögliche zu unternehmen, um aus der Südstadt drei Punkte zu entführen.

Dass dies kein Zuckerschlecken werden wird, war ohnehin auch ohne die Tabellensituation klar, schließlich wollen die Admiraner ihren fünften Platz absichern. „Sie haben sich diese Situation ebenfalls erkämpft und können nun aus einer sehr guten Ausgangsposition heraus agieren“, sieht Baumgartner die Niederösterreicher klar im Vorteil, doch „wir werden sehen, was passiert. Es hilft ohnehin nichts, den vergebenen Chancen nachzutrauern, wir werden sehen, was noch möglich ist. Die Leistung muss aber definitiv besser sein als erste Halbzeit gegen Altach.“

Restchance nutzen

Das ist jetzt auch keine große Überraschung, zumal die Darbietung nicht unbedingt erfolgreich war und auf der anderen Seite die Admira zweifelsfrei ihre Klasse besitzt. „Wir müssen aufpassen, denn sie haben eine spiel- und laufstarke Mannschaft, die mit ihren schnellen Spielern unbekümmert aufspielen kann“, liegt der Druck eher beim SVM, der dort im Grunde gezwungen ist zu gewinnen, um noch irgendeine Restchance auf europäische Spiele am Leben zu erhalten.

Generell gefällt Gerald Baumgartner die Arbeit in der Südstadt, seiner Meinung nach machen die Verantwortlichen dort einen sehr guten Job. „Ihre Nachwuchsarbeit ist sehr gut, denn sie integrieren immer wieder interessante junge Spieler in ihre Profi-Truppe, die sich dort gut weiterentwickeln können.“ Neben ihrer spielerischen Qualität sticht auch immer wieder die gute Mentalität heraus. „Das zeigte sich in dieser Saison schon in so manchen Spielen und somit stehen sie zu Recht auf Platz 5.“

Duell auf Augenhöhe

Trotz allem liegt der Fokus des SVM-Cheftrainers ganz klar auf der Leistung der eigenen Truppe und die wird versuchen den Südstädtern das Leben so schwer wie nur möglich zu machen. „Wir wollen ihren Spielstil bremsen, indem vor allem ihre schnellen Spieler aufgehalten werden. Von unserer Seite bedarf es dazu eines guten Passspieles, wenigen Ballverlusten im Spiel nach vorne und natürlich auch die nötigen Tore zu erzielen.“

Die Mannschaft ist laut dem Trainer voll motiviert und daher kann es am Samstag ein sehr gutes Spiel geben, hoffentlich mit dem besseren Ende für den SVM. Die letzten Spiele waren dort allesamt eng, entschieden oftmals Kleinigkeiten und genau die gilt es zu beachten. „Hinten heißt es konzentriert an die Sache herangehen und vorne die wenigen Möglichkeiten effizient zu nutzen. Das ist ein Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe, das wir unbedingt gewinnen wollen. Schaffen wir es lauffreudig, zweikampfstark und auch spielerisch gut zu sein, dann können wir sie sicherlich fordern.“




FC Flyeralarm Admira - SV Bauwelt Koch Mattersburg
34. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 12.05.2018, 18.30 Uhr – BSFZ-Arena, Südstadt
Ref: Dominik Ouschan
Ass: Andreas Staudinger, Maximilian Kolbitsch
4O: Julian Weinberger

(10.05.2018)zurück >