created by schokobanane.

Die Hausaufgaben gegen Altach erledigen

Dieser Malic-Kopfball brachte im Herbst einen Heimdreier, was wird es dieses Mal?

Tolles Spiel im Prater

Für einen neutralen Zuseher war es ein packendes Spiel, für einen SVM-Anhänger sogar eine äußerst erfolgreiche Partie, das letzte Auswärtsspiel des SV BauWelt Koch Mattersburg im Ernst Happel Stadion beim FK Austria Wien, schließlich gab es neben fünf Treffern etliche weitere Topchancen zu bestaunen und am Ende einen 3:2-Auswärtserfolg unserer Mannschaft zu bejubeln.

Obwohl das Spiel lange Zeit auf Messers Scheide stand, war der Sieg für den SVM am Ende dennoch verdient. „An Torchancen gemessen waren wir besser als die Austria, weil wir auch die klareren Möglichkeiten vorfanden. Die Veilchen hatten einen Tick mehr Ballbesitz, zeigten da auch ihre spielerische Qualität, doch wir waren im Umschaltspiel von Defensive auf Offensive stets brandgefährlich“, analysierte Trainer Gerald Baumgartner treffend.

Erleichterung nach Treffer

Für einen Akteur am Platz war dieses Spiel auch irgendwie wieder eine Erleichterung, nämlich für unseren Top-Torschützen Smail Prevljak. „Alleine er hatte vier hochkarätige Möglichkeiten am Fuß und es freut mich, dass Smail wieder getroffen hat, denn die letzte Zeit war nicht leicht für ihn. Er haderte schon ein wenig aufgrund der verschossenen Elfmeter und deshalb hat ihm dieser Treffer schon recht gut getan“, freute sich der SVM-Coach mit.

Freuen konnte sich Gerald Baumgartner auch mit der Defensivleistung seiner Mannschaft im zweiten Durchgang, vor der Pause gab es da nämlich noch Luft nach oben. „Bei beiden Gegentreffern haben sie uns genau dort erwischt, wo wir es eigentlich nicht wollten, nämlich über die Seiten. Dort konnten wir ihr Kombinationsspiel nicht stoppen und fingen uns zwei Tore ein, obwohl wir noch genau diese Situationen in der Woche vor dem Spiel ansprachen.“

Starke zweite Halbzeit

Wichtig war für den Coach aber die Tatsache, dass unsere Truppe sich durch die Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen ließ und ziemlich prompt zurückschlug. „Beim ersten Mal dauerte es nur wenige Augenblicke, aber vor allem unser zweiter Treffer vor der Pause war extrem wichtig, denn damit gingen wir mit einem 2:2 in die Kabine und konnten uns dort sammeln bzw. gezielt auf die zweiten 45 Minuten vorbereiten.“

Genau das taten unsere Burschen auch, denn sie wollten nach Wiederbeginn hinten viel enger bzw. kompakter stehen, was auch gelang. „Wir hatten in den Zweikämpfen viel mehr Selbstvertrauen und konnten die Außenspieler Pires und Venuto richtig gut aufhalten, was zwar nicht immer möglich ist. Aber bis zum Schluss verteidigten wir gut und blieben trotzdem immer gefährlich.“

Führung schon früher möglich

Alleine Smail Prevljak hatte im zweiten Abschnitt zwei sehr gute Möglichkeiten am Fuß, um unsere Mannschaft im Prateroval in Führung schießen zu können. „Zumindest durch eine dieser Topchancen hätten wir schon viel früher in Führung gehen können“, musste der SVM-Coach an der Seitenlinie bis in die Schlussphase zittern, ehe ein sehr später Gruber-Treffer den Auswärtssieg unter Dach und Fach brachte.

„Zum Schluss wechselten wir sehr offensiv, gingen dadurch volles Risiko und sind dafür auch belohnt worden“, sah Gerald Baumgartner, wie durch eine klassische Kontersituation dieses Spiel letztlich zu Gunsten unserer Mannschaft entschieden wurde. „Wir sind hinten zweite Halbzeit sehr cool geblieben, ließen wenig zu und konnten mit einer überragenden Mentalität den Sieg einfahren. Wenn du dann ein Tor mehr schießt, ist der Sieg eben auch verdient“, analysierte der Coach trocken.

Die Chance lebt weiter

Mit diesem Sieg setzte der SVM sicherlich ein Ausrufezeichen im Kampf um einen vorderen Tabellenplatz, doch welche Aussagekraft hat er für den Coach? „Wenn du ganz vorne dabei sein willst und auf den 5. Platz schielst, dann haben wir unsere erste Aufgabe auswärts gegen einen Topklub gut gemeistert. Jetzt entscheidet sich Woche für Woche, ob wir dranbleiben können, indem wir in erster Linie unsere Hausaufgaben erledigen.“

Das heißt somit, dass in den restlichen vier Spielen so viele Siege, wie nur möglich, her müssen, doch auch das alleine wird nicht reichen, denn die Admira wird sich den einen oder anderen Ausrutscher leisten müssen. „Jetzt kommt es zum Duell Austria gegen Admira, da wollen die Veilchen sicherlich unbedingt gewinnen, um noch eine Restchance zu haben. Wir hingegen müssen Altach schlagen und gastieren dann bei der Admira. Jedenfalls wird das noch eine schöne und reizvolle Aufgabe für uns in den kommenden Wochen.“

In gute Richtung entwickelt

Wie schon erwähnt geht es vor dem direkten Duell auswärts in der Südstadt gegen die Admira noch zuhause im vorletzten Heimspiel der laufenden Saison am Samstag (18.30 Uhr) gegen die Vorarlberger vom Cashpoint SCR Altach. Da konnten unsere Burschen in den letzten Partien vor heimischem Publikum zwar jeweils einen Sieg einfahren, doch die waren beide mit 1:0 vom Ergebnis her äußerst knapp.

„Die Spiele gegen die Altacher waren sowohl auswärts als auch daheim immer sehr eng, man darf aber eines nicht vergessen, vor einem Jahr um diese Zeit gewannen wir 1:0 gegen sie, doch damals waren die Vorarlberger noch klar vor uns. Das zeigt, dass sich unsere Mannschaft in eine richtig gute Richtung entwickelt hat“, freut es den SVM-Coach natürlich, doch der will von einer Favoritenrolle nichts wissen.

Duell auf Augenhöhe

„Wir sind mit Altach nun auf Augenhöhe, nicht mehr und nicht weniger. Natürlich spielen wir zuhause und durchleben im Moment eine gute Phase, da die Mannschaft stimmungstechnisch und leistungsmäßig gut in Form ist, doch es schleichen sich immer wieder Blessuren ein. So musste etwa Jano unter der Woche kränklich passen oder kann eben ein Alois Höller nicht das volle Programm mitmachen“, gibt es am Ende einer langen Saison immer wieder das eine oder andere Wehwehchen zu beklagen.

Deshalb ist für den erfahrenen Mann an der Seitenlinie die geistige Frische das A und O in dieser momentanen Situation. „Wenn wir frisch im Kopf sind und den unbedingten Siegeswillen an den Tag legen, dann können wir sicherlich gewinnen. Trotzdem wird es eine harte Nuss werden, doch wir wollen unbedingt gewinnen. Ist die Mannschaft am Samstag im Kopf bereit dazu, dann passiert dies eher als wenn wir nicht voll fokussiert sind“, ist die Rechnung des SVM-Cheftrainers klar.

Extra Motivation nutzen

Ob dabei die aktuelle Tabellensituation der Gäste eine Rolle spielen wird, kann der Coach nicht wirklich vorhersagen, denn obwohl die Vorarlberger scheinbar auf Platz 8 einzementiert sind, sieht es Gerald Baumgartner weder als Vor- noch als Nachteil. „Sie werden trotz allem versuchen uns die Punkte wegzunehmen, denn sie sind sicherlich weder mit dem Tabellenplatz, noch mit ihrem Saisonverlauf glücklich und wollen daher in den restlichen Spielen zeigen, was sie drauf haben. So gesehen wird es ein enges Spiel, aber ich denke wir sind bereit und auch gut drauf.“

Der Sieg bei der Austria verlieh der Mannschaft sicherlich zusätzliche Euphorie bzw. Selbstvertrauen. „Das muss auch so sein, denn wenn du gegen einen Topklub in Wien gewinnen kannst, dann muss dir dies Motivation geben. Aber auch wenn du schon drei der vier Saisonduelle gewinnen konntest, kannst du immer aus solch einem Spiel etwas lernen“, stellt der Coach klar.

Respekt erarbeitet

Aus seiner Sicht war dies vor allem in der ersten Spielhälfte das Umschaltverhalten von Offensive auf Defensive, wo die Mannschaft seiner Meinung nach nicht kompakt genug agierte, dies dann allerdings nach der Pause viel besser machte. „Wir müssen auch weiterhin an die Chance glauben gegen gute Mannschaften gewinnen zu können, das ist alles ein Erfahrungsprozess, den wir durchmachen und ich bin gespannt, ob wir bereit sind auf diesem Level weiter performen zu können, um dann im Endeffekt am sechsten oder sogar fünften Tabellenplatz zu landen.“

Eines hat die Saison aber schon auf alle Fälle gezeigt, nämlich das Verhältnis zur Wiener Austria. „Wir waren sicherlich über Jahre hinweg ihr Lieblingsgegner und sind in dieser Saison sicherlich zu einem richtigen Angstgegner geworden. Doch das haben wir uns hart erarbeitet, deswegen können die Wiener schon ein wenig Respekt haben, wenn der SV BauWelt Koch Mattersburg kommt.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg - Cashpoint SCR Altach
33. Runde der tipico - Bundesliga
Samstag, 05.05.2018, 18.30 Uhr – Pappelstadion
Ref: Mag. Markus Hameter
Ass: Maximilian Weiß, Michael Obritzberger
4O: Alexander Harkam

(03.05.2018)zurück >