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Last Minute-Punkt trotz einer Vielzahl an Chancen

Der Moment der Erlösung, Patrick Bürger drückte den Ball über die Linie.

Vollgas trotz Cup-Fight

Vier Veränderungen gab es beim SV BauWelt Koch Mattersburg im Vergleich zum Cup-Fight unter der Woche, der ja bekanntlich nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen ein bitteres Ende nahm, und die waren auch nötig, denn Kapitän Nedeljko Malic musste Gelb gesperrt ebenso zusehen, wie die angeschlagenen Alois Höller und Michael Perlak, außerdem nahm Rene Renner zunächst auf der Bank Platz.

Die frischen Kräfte auf dem Spielfeld machten zusammen mit ihren Kollegen von Beginn weg einen tollen Job und überraschten sogar ihren Coach Gerald Baumgartner, denn sie gaben gleich richtig Vollgas, es hatte den Anschein als hätte es das Cup-Spiel gar nicht gegeben. Durch den engagierten Anfang ließ auch die erste gute Möglichkeit nicht lange auf sich warten.


SVM gleich am Drücker

Schon nach wenigen Augenblicken gab es nämlich die erste dicke Chance zur Führung, denn Manuel Seidl steckte gut auf Masaya Okugawa durch, doch dessen etwas verunglückter Querpass war eher halb Pass bzw. halb Direktschuss und deshalb für Abnehmer Smail Prevljak in der Mitte nicht zu erreichen (2.). In dieser Tonart ging es jedoch weiter, vor allem bei Standardsituationen wurde es immer gefährlich.

Andreas Gruber brachte etliche gefährliche Bälle zur Mitte, wo es nur einen entscheidenden Schönheitsfehler gab, nämlich die Kugel kam zu keinem passenden Abnehmer bzw. wollte nicht in den Kasten der Gäste. So kam es im Verlauf des ersten Durchganges, dass der SVM zwar tonangebend war und die Niederösterreicher meist tief in deren Spielhälfte einschnürte, mehr als ein Steilpass auf Andreas Gruber, bei dem der starke Christoph Riegler rechtzeitig aus seinem Kasten kam, war aber nicht dabei (22.).


Überraschender Pausenrückstand

Von den Gästen war bis dahin eigentlich offensiv nichts zu sehen, doch die kamen dann durch eine Ambichl-Flanke zur ersten guten Möglichkeit, denn Ex-SVM-Spieler David Atanga kam in der Mitte zum Kopfball und setze diesen nur knapp über die Latte (26.). Wenig später war er dann jedoch wieder zur Stelle und traf dieses Mal, denn nach einer Schütz-Vorlage versenkte er alleine vor Kuster die Kugel direkt in der linken Ecke (28.).

Der SVM zeigte eich davon ein wenig geschockt, doch versuchte wieder zurück ins Spiel zu finden und hatte auch eine dicke Chance dazu. Denn nachdem David Stec Andreas Gruber im Strafraum zu Fall brachte musste der St. Pöltener mit einer harten Roten Karte vom Feld (38.) und Smail Prevljak trat den fälligen Strafstoss, scheiterte jedoch am glänzend parierenden Riegler (39.), der unsere Kicker noch zur Verzweiflung bringen sollte. Da auch ein Seidl-Schuss knapp über die Latte ging, blieb es zur Pause beim 0:1.


Gefahr gleich nach Wiederbeginn

Nach dem Seitenwechsel war es im Grunde ein Spiel auf ein Tor, nämlich auf jenes der Gäste aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt, doch es sollte lange dauern, ehe die Bemühungen unserer Burschen auch belohnt wurden, aber alles der Reihe nach. Unsere Mannschaft erspielte sich Chancen im Minutentakt und dies begann schon gleich nach Wiederbeginn.

Eine Novak-Flanke ging zum ersten Pfosten, wo Smail Prevljak zum Kopfball kam, doch den konnte Riegler halten (47.). Kurz danach die erste Riesenchance für den SVM auszugleichen, denn Andreas Gruber tankte sich auf der linken Seite in den Strafraum, kam auch dort zum Abschluss, aber sein Schuss mit rechts ging knapp an der langen Ecke vorbei ins Toraus (49.).


Der Ball wollte nicht rein

Es ging weiter nur in eine Richtung, der Ausgleich lag mehrmals in der Luft, wollte aber einfach nicht fallen. Auch bei einem Novak-Einwurf, den der kurz zuvor eingewechselte Stefan Maierhofer per Kopf verlängerte und dadurch eine Dreifachchance ermöglichte. Erst traf Andreas Gruber die Kopfball-Vorlage am zweiten Pfosten volley nicht voll, dann verpasste Smail Prevljak den missglückten Abschluss hauchdünn und letztlich jagte Masaya Okugawa die Kugel aus etwa sieben Metern über die Latte (54.).

Bei der nächsten Gruber-Standard kam der Ball zu Jano, der zog auch ab, doch es war wie verhext, denn der am Boden liegende Christoph Riegler konnte irgendwie den Ball erneut so ablenken, dass er nicht im Tor landete (58.). Auch bei der folgenden Gruber-Ecke war es wieder Jano, der dieses Mal am ersten Pfosten zum Kopfball kam, den auch ziemlich gut platzieren konnte, doch Martin Rasner klärte gerade noch vor der Linie (61.).


Volles Risiko lohnte sich

Die Chancen wurden nicht weniger, sondern kamen weiter im Minutentakt, so scheiterte Stefan Maierhofer mit einem Schuss aus spitzem Winkel am starken Riegler (62.) und etwas später nahm er sich eine Renner-Hereingabe nicht gut an und konnte beim Abschlussversuch gestoppt werden (70.). Da auch ein langer Ortiz-Ball, den Gruber auf Maierhofer per Kopf ablegte, nicht im Tor landete, da unsere Nummer 19 sowohl den Goalie als auch den Kasten überhob (73.), ging Coach Gerald Baumgartner volles Risiko, brachte mit Patrick Bürger seine letzte Offensivkraft von der Bank (74.).

Dies sollte sich auch noch bezahlt machen, auch wenn der Bad Tatzmannsdorfer bei seiner ersten Möglichkeit ebenfalls am glänzenden SKN-Schlussmann scheiterte (82.). Die einzige wirkliche Offensivaktion der Gäste im zweiten Durchgang hätte aber durchaus die Entscheidung sein können, denn David Atanga tauchte da alleine vor Markus Kuster auf, doch der ansonsten unterbeschäftigte SVM-Goalie verhinderte mit einer starken Abwehr einen zweiten Gegentreffer (87.).


Überfälliger Ausgleich fiel äußerst spät

In der Schlussphase wurde es dann noch einige Male brenzlig im Strafraum der Gäste, denn unsere Mannschaft ließ nicht locker, drückte weiter auf den Ausgleich. Nach einem Querpass scheiterte Masaya Okugawa an einer sensationellen Fußabwehr Rieglers (88.), dann jagte Cesar Ortiz, nach einer Hereingabe einer Ecke auf den zweiten Pfosten, den Ball über die Latte (91.).

Nach einer Ortiz-Flanke und einer Renner-Kopfballablage setzte Stefan Maierhofer diese volley über die Latte (93.). Mit der letzten Aktion im Spiel glückte dann aber doch noch der Ausgleich, denn Rene Renner servierte Patrick Bürger einen Freistoss auf den Fuß und der traf zum längst überfälligen Ausgleich (95.). Danach war Schluss und das Fazit des Spiels hieß leider, dass der SVM durch den äußerst späten Ausgleich in einem Spiel einen Last Minute-Punkt holte, indem es Chancen für gleich mehrere Siege gab. Aber so ist er eben, der Fußball, da passieren immer wieder einmal kuriose Dinge.


Aufstellungen

SV Bauwelt Koch Mattersburg

Kuster; Novak, Ortiz, Mahrer, Lercher (69. Renner); Jano, Hart (74. Bürger); Okugawa, Seidl (52. Maierhofer), Gruber; Prevljak

Das Durchschnittsalter der SVM-Startelf betrug 25.73 Jahre; Ö-Anteil: 64%

SKN St. Pölten

Riegler; Stec, Huber, Luan, Ingolitsch; Ambichl, Rasner (76. Malicsek); Atanga, Hofbauer (89. Keles), Schütz; Vucenovic (46. Wessely)

Rote Karte
Stec (38./F)

Gelbe Karten
Mahrer (67./F) bzw. Schütz (81./U)

Torfolge
0:1 (28.) Atanga
1:1 (95.) Bürger

Spieldaten
23 Torschüsse 7
64% Ballbesitz (Anteil Zuspiele) 36%
53% Zweikampfquote 47%
82% Passquote 66%
14 Ecken 2
27 Flanken aus dem Spiel 6
3 Abseits 1
12Fouls am Gegenspieler13
Top-Spieler
S. Maierhofer (6) Torschüsse D. Atanga (5)
R. Renner (4) Torschussvorlagen S. Ingolitsch (2)
C. Ortiz (86) Ballkontakte M. Rasner (55)
M. Lercher (80%) Zweikampfquote C. Riegler (100%)
A. Gruber (6)Flanken aus dem SpielM. Ambichl (2)

* = mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

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