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Mit mutigem Auftritt die Bullen fordern

Beim letzten Mal gab es beim 2:2 keinen Sieger, dies wird im Cup-Duell auf alle Fälle anders sein.

Highlight des Frühjahres

Es soll ein Fußballmärchen werden am Mittwoch (18.00 Uhr) im Pappelstadion, wenn der SV BauWelt Koch Mattersburg im Halbfinale des UNIQA ÖFB-Cups den Titelverteidiger FC Red Bull Salzburg, der im Moment eines der besten Teams Europas ist und nicht umsonst im Halbfinale der Europa League steht, vor heimischer Kulisse empfängt. Das wird sicherlich ein absolutes Highlight des Jahres.

„Ein Highlight des Frühjahres auf alle Fälle“, relativierte Trainer Gerald Baumgartner mit einer gewissen Portion Optimismus ein wenig, schließlich kann auch der Coach nicht abschätzen, was das restliche Jahr für den SVM noch bringen mag. Die Realität heißt eben ein Halbfinalduell mit den Bullen aus Salzburg. „Es ist eine super Sache, dass wir im Halbfinale stehen“, freut sich der Coach, doch beim Gegner hat er zwei unterschiedliche Ansichten.

Sensation ist möglich

„Auf der einen Seite ist es natürlich eine super Gelegenheit zuhause gegen das beste Team des Landes spielen zu dürfen, doch das ist auf alle Fälle nicht der leichteste Gegner, sondern eine sehr hart zu knackende Nuss“, ist sich der erfahrene Mann an der Seitenlinie der Aufgabe voll bewusst, die Vorfreude auf dieses Spiel überwiegt jedoch. „Wir freuen uns auf die Partie und werden uns dementsprechend vorbereiten, um alles in die Waagschale werfen zu können.“

Schließlich zählt im Cup-Bewerb nur eines, nämlich eine Runde weiter zu kommen und nur das kann das Ziel unserer Mannschaft sein, wenn es auch ein sehr ambitioniertes ist. „Wir wollen und werden alles dafür geben, um die Sensation möglich zu machen und ins Cupfinale einzuziehen“, gibt sich Gerald Baumgartner kämpferisch, denn „wir haben uns diese Chance verdient, weil wir hart gearbeitet bzw. gekämpft haben, werden alles reinhauen und sehen was dabei herauskommt.“

Generalprobe mit individuellen Fehlern

Dazu bedarf es aus seiner Sicht der besten Leistung im Frühjahr, um die Salzburger zu bezwingen. Die Generalprobe für dieses Cup-Halbfinale verlief jedoch alles andere als nach Plan, zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt. „Bis zum ersten Gegentreffer in Graz haben wir eigentlich sehr gut gespielt, da wussten die Steirer nicht wirklich, wie sie uns knacken können“, sah Baumgartner einen starken Beginn seiner Truppe, am Ende hieß es allerdings 3:0 für den SK Puntigamer Sturm Graz.

„Bei den beiden Gegentoren zum Doppelschlag durch Deni Alar haben wir es ihnen sehr einfach gemacht. Danach ist es eben sehr schwer wieder zurück in die Partie zu kommen“, dennoch hatte der SVM in Person von Markus Pink die Riesenmöglichkeit kurz nach dem Wiederanpfiff, um mit dem Anschlusstreffer noch einmal richtig Spannung in die Partie zu bringen.

Das beste Team zu Gast

„Einen besseren Ball kannst du als Stürmer gar nicht bekommen“, erinnerte sich der SVM-Coach gut an die Hereingabe von Andreas Gruber zurück, doch „umso bitterer ist es dann, dass diese Vorlage nicht im Tor landete.“ Danach musste unsere Mannschaft sogar noch durch einen Tausend-Gulden-Schuss den dritten Treffer hinnehmen und dann wird es eben sehr schwer noch einmal zurückzukommen.

Mit dem 3:0 für Sturm waren dann nämlich die Fronten klar verteilt, wussten wohl beide Teams, dass an diesem Samstag-Nachmittag die Partie entschieden war. Dementsprechend traten die Mannschaften auf, wohl auch mit dem Hintergedanken, dass am Mittwoch eine wichtige Aufgabe wartet. Während Sturm Graz zuhause den Rekordmeister aus Hütteldorf empfängt, gastiert das beste Team Österreichs bei uns im Pappelstadion.

Respekt und Kampfansage

Dieses zu besiegen wird eine spannende und harte Aufgabe, doch im Fußball ist schon viel passiert und bekanntlich hat der Cup seine eigenen Gesetze. „Ich hoffe, das ist auch am Mittwoch so“, wünscht sich der Salzburger an der Seitenlinie des SVM eine Überraschung gegen seine Landsleute. „Sie zeigen auch international im Moment, dass sie zusammengespielt, sehr spiel- bzw. lauffreudig sind und eine unglaubliche Qualität im Kader haben“, streut der SVM-Coach dem Gegner Rosen.

Doch gleichzeitig gibt er sich durchaus kämpferisch. „Im Fußball ist in 90 Minuten viel möglich und je schwerer wir es den Salzburgern machen vor unser Tor zu kommen, desto besser werden unsere Chancen, selbst aktiv zu agieren“, wünscht sich unser Cheftrainer eine engagierte Leistung, sieht die Lage aber durchaus realistisch, denn „vermutlich werden wir nicht viele Möglichkeiten bekommen, die müssen wir allerdings effizient nutzen.“

Klare Rollenverteilung

Dies richtet sich in erster Linie an die Offensivabteilung rund um Top-Torjäger Smail Prevljak, doch auch im Defensivverhalten soll die Mannschaft stets hellwach sein. Die Möglichkeit ein europäisches Top-Team aus dem Bewerb werfen zu können, möchte der Coach nicht unbedingt als zusätzliche Motivation stehen lassen, vielmehr heißt es den Fokus bzw. die Konzentration auf die eigenen Stärken zu legen.

„Unsere Gedanken müssen sich darum drehen, wie wir sie aufhalten und selbst aktiv werden können. Auch wir haben Waffen und die heißt es im richtigen Moment einzusetzen, in erster Linie bedarf es dazu allerdings eines mutigen Auftretens und das als richtige Einheit“, soll aus Sicht des Coaches heißen, zusammen zu verteidigen und gut gegen den Ball zu arbeiten, denn „wir sind von der Papierform her klarer Außenseiter, die Bullen rauszuwerfen wäre eine absolute Sensation. Deshalb haben wir nichts zu verlieren, können nur gewinnen und genau das gilt es umzusetzen.“

Fehler abstellen

Vor etwas mehr als fünf Wochen fand dieses Duell schon einmal an selbem Ort statt. Damals gab es im Pappelstadion ein 2:2 gegen die Salzburger, das gewisse Erkenntnisse an den Tag legte. „Wir können gegen sie Tore schießen, das hat dieses Spiel gezeigt, doch wir wissen vor allem, dass wir uns, wie bei den Gegentreffern in jenem Match, nicht mehr so leicht aushebeln lassen dürfen.“

Vor allem der zweite Gegentreffer durch Hannes Wolf stieß dem Coach etwas sauer auf, denn „da hatten wir eine 3 gegen 1 – Überzahlsituation und kassierten dennoch den Treffer, das soll sich dieses Mal nicht wiederholen, solche Fehler müssen wir schleunigst abstellen“, verdeutlichte das SVM-Trainerteam auch nach dem eingehenden Videostudium nach der Sturm-Niederlage vom Wochenende.

Alles ist möglich

Eines ist den Betreuern unseres Teams allerdings auch klar. „Es dürfen auch einmal Fehler passieren, denn wir können nicht davon ausgehen, dass wir das ganze Jahr 120% Leistung bringen können“, unterstrich Gerald Baumgartner, doch „wenn wir hoch motiviert mit der richtigen Einstellung unseren Matchplan umsetzen, sprich jeder holt in seiner Position das Maximum heraus, dann können wir mit taktischer Disziplin und dem nötigen Siegeswillen auch das Spiel für uns entscheiden.“

Als Cup-Spezialist hat der SVM-Trainer die Salzburger im Pokalbewerb besiegen können und erläutert seine Herangehensweise. „Ich bin immer mutig an die Sache herangegangen, dachte mir nie was passieren könnte, sondern wollte immer die womöglich einzige (vielleicht auch zwei oder drei) Möglichkeit(en) finden, um gegen so einen starken Gegner gewinnen zu können. Genau das möchte ich der Mannschaft vermitteln und wenn wir das zustande bringen, dann können wir ein gutes Ergebnis einfahren“, traut der Coach seinem Team alles zu, nämlich den Einzug ins Cupfinale.




SV Bauwelt Koch Mattersburg - Fc Red Bull Salzburg
Halbfinale des UNIQA ÖFB - Cups
Mittwoch, 18.04.2018, 18.00 Uhr – Pappelstadion
Ref: Manuel Schüttengruber
Ass: Roland Brandner, Mag.(FH) Stefan Kühr
4O: Dieter Muckenhammer

(16.04.2018)zurück >