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Den Schwung nach Graz mitnehmen


Richtige Reaktion gezeigt

Nach den zwei Niederlagen rund um die Länderspielpause in Pasching gegen den LASK sowie zuhause gegen den SK Rapid Wien wollte Trainer Gerald Baumgartner von seinen Schützlingen eine Reaktion beim folgenden Match in Kärnten, beim RZ Pellets WAC, sehen. Dies gelang dem SV BauWelt Koch Mattersburg auch, denn unsere Mannschaft konnte dort mit einem 2:0-Erfolg einen Auswärtsdreier einfahren.

„Wir haben eine richtige Reaktion gezeigt und das, obwohl es nicht einfach war“, gestand der SVM-Coach, denn die Wolfsberger hatten mit Robert Ibertsberger einen neuen Coach auf der Bank und der „wollte unbedingt sein erster Heimspiel gegen uns gewinnen.“ Nach dem ersten Auftritt unter neuer Leitung in Salzburg, wo sich die Kärntner beim 0:2 gut verkauften, war man beim SVM vor den Lavanttalern gewarnt.

Anderes Spielkonzept

„Dort zeigten sie schon eine stabile Leistung und traten sehr aggressiv auf“, umso mehr freute sich Gerald Baumgartner über den Auswärtserfolg seiner Truppe in Wolfsberg. „In erster Linie waren die drei Punkte wichtig, noch dazu mit zwei wunderschön erzielten Treffern. Auf der anderen Seite war uns die defensive Stabilität wichtig, die wir uns unter der Woche erarbeiteten und dann beim Spiel gut umsetzten.“

Im Endeffekt konnte unsere Mannschaft die Vorgabe des Trainers perfekt umsetzen, nämlich zu Null zu spielen. Die verhaltene erste Spielhälfte war von beiden Seiten leicht erklärt, denn die Wolfsberger kamen mit sechs Niederlagen in Folge im Gepäck und der SVM wollte nach zwei Niederlagen eben auch defensiv kompakter agieren, dies schafften unsere Burschen mit einem etwas anderen Spielkonzept.

Führung möglich gewesen

„Wir wollten nicht ganz so weit vorne attackieren, da wir so zuletzt gegen Rapid vier Gegentore erhielten. Deshalb hieß es zunächst nicht so viel Risiko zu nehmen, um dann bei Ballgewinn mit schnellem Umschaltspiel gefährlich zu werden“, erläuterte der SVM-Coach, der dennoch die eine oder andere gute Möglichkeit vor der Pause sah. „Wir hätten auch da schon in Führung gehen können.“

Dennoch blieb es zur Halbzeit beim torlosen Remis, doch das sollte sich nach der Pause ändern. In den spielfreien 15 Minuten gab es einiges zu besprechen, vor allem das Risiko in der Offensive sollte erhöht werden. Das nahm wohl auch SVM-Goalie Markus Kuster ein wenig zu wörtlich, denn er kam beim Herauslaufen aus seinem Kasten gegen Issiaka Quedraogo einen Tick zu spät und holte diesen ungeschickt von den Beinen.

Gemischte Gefühle

„Das war wohl einer der Knackpunkte in diesem Spiel. Für mich als Trainer hat er da nicht die richtige Entscheidung getroffen, doch er hat dann im Endeffekt den Strafstoss super gehalten und damit seinen Fehler wieder perfekt ausgebessert“, sah es der erfahrene Mann an der Seitenlinie mit gemischten Gefühlen, der Rest war dann aber sicherlich nach dem Geschmack des Coaches.

Denn die Reaktion auf diesen turbulenten Auftakt in die zweite Spielhälfte war beinahe Einbahnstraßenfußball, nämlich in Richtung des Tores der Hausherren. „Wir gingen in Führung, konnten nachlegen und brachten das Ergebnis sehr routiniert nach Hause“, freute den SVM-Trainer insbesondere die Art und Weise, denn „mit einer insgesamt sehr kompakten Defensivleistung, inklusive starkem Schlussmann, konnten wir zu Null spielen und sehr viel Selbstvertrauen tanken.“

Guter Boden

Das braucht es auch am kommenden Samstag (16.00 Uhr), wenn der SV BauWelt Koch Mattersburg beim Tabellenzweiten SK Puntigamer Sturm Graz gastiert. Doch die Merkur-Arena war in den vergangenen Partien kein schlechter Boden, auch wenn das Ergebnis nicht immer stimmte. So etwa führte unsere Mannschaft im Herbst dort gleich zwei Mal, musste sich am Ende aber doch mit 2:3 geschlagen geben.

Zuvor gab es aber fünf Remis und einen Sieg für unsere Mannschaft, nämlich im Frühjahr der Vorsaison, dementsprechend möchte unser Team auch dieses mal auftreten. „Wir spielten dort beim letzten Mal sehr gut, verloren dennoch knapp und wollen es nun besser machen“, formulierte es Trainer Gerald Baumgartner recht simpel. Mit dem Sieg beim WAC im Rücken dürfte auch das Selbstvertrauen stimmen, doch es wird trotzdem keine leichte Aufgabe.

Matchplan im Kopf

Zumal die Grazer in der Vorwoche zuhause eine 0:2-Niederlage hinnehmen mussten und alles daran setzen werden gleich im folgenden Heimspiel diese vergessen zu machen. „Sie wollen sicherlich eine Reaktion zeigen, haben auch den Druck gegen uns unbedingt gewinnen zu müssen, darauf müssen und werden wir eingestellt sein“, ist sich der Coach sicher, der sich bereits einen Matchplan im Kopf zurechtgelegt hat.

„Ein aggressives Auftreten wird extrem wichtig sein. Das heißt, gut organisiert in der Defensive zu agieren, die fängt bei uns schon ganz vorne an. Soll heißen, dass alle Spieler gut gegen den Ball arbeiten, viel laufen, im Kopf sehr fokussiert und eben aggressiv sein müssen“, erläutert der SVM-Trainer, der da vor allem die defensive Stabilität als probates Mittel zum Erfolg sieht.

Defensivleistung als Schlüssel zum Erfolg

„Wenn wir ähnlich stabil wie gegen den WAC stehen und wenig Torchancen zulassen, dann haben wir auch die Möglichkeit dort zu punkten“, gibt sich Baumgartner optimistisch, doch dieser Optimismus kommt nicht von ungefähr, schließlich wurde in den vergangenen Tagen und Wochen intensiv daran gearbeitet. „Wir wollen einfach unsere Trainingsarbeit wieder auf dem Platz umsetzen“, bringt es der Coach auf den Punkt.

Heißt aus seiner Sicht, dass „hinten wieder die Null stehen soll und vorne mit schnellem Umschaltspiel Chancen erarbeitet werden sollen.“ Die Statistik gibt auch unserem Trainer Recht, denn in den letzten 12 Spielen traf unsere Mannschaft stets mindestens einmal ins gegnerische Gehäuse, also kann eine starke Defensivleistung einen Punkt oder sogar einen Sieg bringen.

Stets aufs Neue beweisen

Wichtig wird nur die eigene Leistung sein, schließlich „müssen wir wieder aufs Neue beweisen, dass wir eine gute Leistung abrufen können.“ Auf der anderen Seite kann man mit einer starken Vorstellung tolle Werbung in eigener Sache für das Cup-Halbfinalduell am Mittwoch gegen den FC Red Bull Salzburg machen. „Man hat schon oft gesehen, dass im Fußball in 90 Minuten viel möglich ist“, lässt Gerald Baumgartner auf eine Sensation hoffen.

Doch das liegt für den Coach noch in weiter Ferne, zählt ausschließlich das kommende Spiel in Graz. „Wir haben in der nächsten Woche auch zwei wichtige Spiele gegen Salzburg und St. Pölten, doch zuvor liegt der Fokus ganz auf dem kommenden Spiel gegen Sturm. Wenn wir da eine gute Leistung bringen, dann können wir auch erfolgreich sein und allein darauf kommt es an."




SK Puntigamer Sturm Graz - SV Bauwelt Koch Mattersburg
30. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 14.04.2018, 16.00 Uhr – Pappelstadion
Ref: Julian Weinberger
Ass: Andreas Heidenreich, Michael Obritzberger
4O: Alan Kijas

(12.04.2018)zurück >