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SVM fordert die Europacup-Helden

Dieses Mal soll es mit einem Punktgewinn klappen, Alois Höller kann aber nicht mithelfen, er fehlt gelbgesperrt.

Erste Halbzeit sehr gut

Im dritten Saisonduell mit dem FC Flyeralarm Admira gelang dem SV BauWelt Koch Mattersburg der erste Punktgewinn und das war auch gleich ein Dreier, nämlich der sechste Ligaerfolg zuhause in Folge. Auch die Leistung im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Duellen mit den Niederösterreichern, die beide jeweils mit Zu Null-Niederlagen endeten (0:5 bzw. 0:2), war im dritten Versuch deutlich besser, von einer souveränen Vorstellung wollte Trainer Gerald Baumgartner aber nicht sprechen.

„Wir haben es erste Halbzeit sehr gut gemacht, doch da hätten wir eigentlich höher führen müssen. Hinzu kommt noch das Geschenk an die Admira, das wir Gott sei Dank vor dem Pausenpfiff noch mit der abermaligen Führung korrigieren konnten. Eine knappe 2:1-Pausenführung ist aber immer gefährlich“, schwor sich die Mannschaft noch einmal in der Halbzeit richtig ein.

Kontersituationen besser zu Ende spielen

„Wir wollten unbedingt ein drittes Tor machen, ehe der Gegner sein zweites erzielt, was uns auch gelungen ist, doch anschließend hätten wir einfach den Sack zumachen müssen“, so der SVM-Coach nach dem zwischenzeitlichen 3:1. Er sah an der Seitenlinie mitan, wie die Südstädter dann mehr riskierten. „Sie haben offensiv gewechselt, aber gerade in dieser Phase hätten wir unsere Kontersituationen einfach routinierter und vor allem konsequenter fertig spielen müssen, denn mit dem vierten Treffer wäre es erledigt gewesen“, gab es durchaus kritische Aspekte an dem engen Spiel in der Schlussphase.

Dass nach der vermeintlich sicheren 3:1-Führung die Mannschaft sich vielleicht, ob der klaren Dominanz bis dorthin, zu sicher schien, kann der Coach nicht beurteilen, wollte es aber auch nicht gänzlich ausschließen. „Wenn man einen Gegentreffer nach einem Einwurf erhält, dann war man in dieser Phase sicherlich nicht so fokussiert, wie es nötig gewesen wäre, hat den einen oder anderen Zweikampf nicht hundertprozentig bereinigt“, merkte Baumgartner an.

Verdienter Sieg

Mit diesem Anschlusstreffer wurde es am Ende noch einmal richtig eng, mussten sich Malic und Co. richtig gegen die aufkommende Baumeister-Truppe stemmen. „Bei 3:2 ist wieder alles offen, zudem hat die Admira noch einmal alles riskiert. Da musst du dann eben auch zupacken, deine Räume nutzen und die Aktionen besser zu Ende spielen“, fasst es der Coach noch einmal zusammen, möchte sich aber nicht mehr all zu sehr über mögliches Fehlverhalten unterhalten, sondern den Sieg genießen.

„Wir freuen uns in erster Linie über die drei Punkte, fuhren einen verdienten Sieg ein und setzten obendrein mit dem sechsten Ligaerfolg in Serie ein tolles Ausrufezeichen“, zählen die positiven Aspekte umso mehr. Dazu gehörte auch die kleine Veränderung zum Cup-Sieg unter der Woche gegen Hartberg, denn Julius Ertlthaler und Michael Perlak tauschten die Positionen, denn „wir wollten auf der defensiveren Mittelfeldposition mehr Routine und taktisches Verständnis, da die Admira doch ein anderes Kaliber ist, es war auch die richtige Entscheidung, beide haben ihre Aufgaben sehr gut erledigt“, freute es den SVM-Coach, der seine Schützlinge flexibel einsetzen kann.

Zwei wesentlich Unterschiede

Ein Thema scheint die Mannschaft in all den letzten Wochen keineswegs zu sehr beschäftigt zu haben, nämlich die Trainingsumstände. Durch die anhaltende Kälte mit etlichen Niederschlägen in Form einer Menge Schnee mussten unsere Burschen permanent auf Kunstrasen trainieren, dann aber, wenn es zählt, in den Bewerbspielen stets auf Naturrasen die Leistung abrufen, doch die Ergebnisse sprechen da ohnehin für sich.

„Leider machte uns die Witterung in den letzten Wochen einen Strich durch die Rechnung, doch in den kommenden Tagen sollte sich das ohnehin ändern, sind wärmere Temperaturen angesagt, deshalb sehnen wir den Naturrasen schon ein wenig entgegen“, wünscht sich der Coach ebenfalls ein besseres Wetter, denn es gibt aus seiner Sicht schon zwei wesentliche Unterschiede, die einiges ausmachen können.

Jammern auf hohem Nievau

„Auf der einen Seite sind Technikübungen zur Schnelligkeit mit Sprüngen bzw. Antritten super zu absolvieren, wenn man so einen guten Kunstrasenplatz wie wir haben. Doch auf der anderen Seite gibt es bei Spielformen immer wieder ein gewisses Risiko, da man nicht so hart in die Zweikämpfe gehen darf, sonst sind da gleich brutale Foulspiele dabei“, geht es in erster Linie um die Gesundheit der Spieler. Generell machen sich auch kleinere Blessuren vermehrt bemerkbar.

„Die Verletzungsgefahr ist umso größer, da Rücken-, Knie- oder Gelenksbeschwerden vermehrt auftreten können und auch so mancher Muskel früher zumachen kann“, beschreibt der Coach die möglichen Gefahren, doch „das ist nun einmal im Winter so. Wir freuen uns natürlich wieder auf den Naturrasen, damit wir aggressivere Zweikämpfe und extremen Druck auf den Ball besser einstudieren können, doch es ist im Moment jammern auf hohem Niveau. Deswegen nehmen wir es, wie es kommt und die Jungs geben ohnehin Gas, was wir auch beibehalten wollen, um weiterhin erfolgreich zu sein.“

Konzentration bis zum Abpfiff

Dies wird auch in den kommenden Wochen nötig sein, schließlich warten jetzt noch zwei schwierige Aufgaben auf unsere Mannschaft, ehe es in die Länderspielpause geht, wo dann wieder ein wenig Zeit zum Durchschnaufen bzw. Regenerieren besteht. Schließlich muss unsere Truppe nächste Woche zum Tabellennachbarn LASK und empfängt bereits am Sonntag (16.30 Uhr) im Topspiel der Runde Tabellenführer und Europacup-Fighter FC Red Bull Salzburg bei uns im Pappelstadion.

Gegen das aktuelle Aushängeschild des österreichischen Fußballs war man im Herbst jeweils knapp dran zu punkten, dennoch setzte es zwei späte Niederlagen. „Wir haben es im letzten Frühjahr schon bewiesen, dass wir die Salzburger zuhause knacken können, waren in den bisherigen Duellen immer lange dabei und letztlich knapp dran, doch das hilft dir im Endeffekt nichts. Schließlich musst du auch gegen die Bullen bis zum Abpfiff fokussiert sein“, warnt der SVM-Coach.

Enorme Qualität im Kader

Jetzt heißt es für unseren Coach auch weiterhin mit der richtigen Herangehensweise an dieses Spiel zu gehen. „Es wird extrem wichtig sein im Fokus zu bleiben, um das Heimspiel bestmöglich gegen Salzburg von der Einstellung und Motivation zu gestalten, denn dann kann dabei auch eine gute Leistung herauskommen, obwohl man ganz klar sagen muss, dass die Bullen mit Abstand die schwerste Nuss zu knacken sind“, ist sich Gerald Baumgartner der Aufgabe voll bewusst und wird seine Schützlinge auch dementsprechend vorbereiten.

Unser Spiel gegen die Europacup-Fighter, die am Donnerstag einen tollen 2:1-Auswärtssieg in Dortmund feierten, befindet sich genau zwischen diesen wichtigen Aufgaben für den Doublegewinner. „Sie werden sich über uns vermutlich nicht all zu viele Gedanken machen, ihr Hauptaugenmerk liegt zu Recht auf dem Europacup“, ist sich der erfahrene Trainer an der Seitenlinie bewusst, dennoch erwartet er einen sehr starken Gegner am Sonntag.

Freudiges Wiedersehen

„Trotz allem werden sie, wenn es dann soweit ist am Sonntag-Nachmittag, eine frische Mannschaft, in der möglicherweise rotiert wird, auf das Feld schicken. Denn aufgrund ihres starken Kaders ist es eigentlich egal, ob der eine oder andere spielt, es macht nicht viel Unterscheid und spricht für ihre Qualität“, zollt der SVM-Coach Respekt und würde sich dennoch über einige Umstände freuen.

„Es wäre schon schön, wenn wir unseren Eigenbauspieler Patrick Farkas bei uns im Pappelstadion wieder über den Rasen laufen sehen. Auf der anderen Seite kommen die versprochenen wärmeren Temperaturen und folglich auch der eine oder andere Burgenländer mehr ins Stadion, um uns anzufeuern, denn die Unterstützung unserer tollen Fans half uns in der Vergangenheit immer wieder solche Herausforderungen zu meistern“, ist die Vorfreude bei unserem Trainer spürbar.

Normales Spiel

Für zwei Akteure im Dienst des SVM dürfte es wieder ein besonderes Spiel werden, schließlich treffen Masaya Okugawa und Smail Prevljak auf ihre Kollegen. „Sie sind, wie auch die gesamte Mannschaft, in einer sehr guten Form, jetzt gilt es eben diese Performance zu konservieren. Sie sollten es wie ein ganz normales Spiel ansehen, nicht all zu viele Gedanken darüber verlieren und keineswegs überpowern“, wünscht sich Gerald Baumgartner einen konzentrierten Auftritt seiner beiden Schützlinge.

Vor allem Topscorer Smail Prevljak dürfte besonders motiviert sein, schließlich wurde er unlängst vom bosnischen Teamchef Robert Prosinecki erstmals ins A-Team einberufen. „Das ist eine Leistungsbestätigung seiner Performance in der letzten Zeit, hohes Kompliment an den Verband, dass sie das auch schätzen“, freut sich der Coach natürlich mit, doch „im Endeffekt hat der Smail damit noch nicht viel erreicht, er will mehr Tore schießen und weiterhin gute Leistungen bringen.“

Die Luft wird dünner

Schließlich ist es das Schwierigste im Sport Woche für Woche die Konzentration hoch zu halten. „Spieler, die großes Talent haben und mental stark sind, können das eben laufend bestätigen und deswegen muss es für ihn normal sein, seine eigene Leistung aufs Neue zu bestätigen. Denn mit dem was gestern war kannst du am kommenden Wochenende nur wenig anfangen. Du kannst mit dem Selbstvertrauen der vielen Tore agieren, alles andere musst du dir wieder von Grund auf erarbeiten“, gibt der Coach einen wertvollen Ratschlag.

Doch dieses Duell am Sonntag wird nicht das letzte in dieser Saison zuhause bleiben, denn die Salzburger gastieren am 18. April 2018 um 18.00 Uhr im Cup-Halbfinale ebenfalls wieder im Pappelstadion. „Wir waren jetzt vier Mal Favorit und nun bei der Auslosung plötzlich der Lieblingsgegner aller Teams. Dieses Beispiel zeigt schon ganz deutlich, dass auf der Ebene des Cups die Luft immer dünner wird. Wir müssen gut sein, um Erfolge einzufahren. Doch wir haben es selbst in der Hand, so auch am Sonntag, und nur darauf liegt der Fokus.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg - FC Red Bull Salzburg
26. Runde der tipico-Bundesliga
Sonntag, 11.03.2018, 16.30 Uhr – Pappelstadion
Ref: Ing. Gerhard Grobelnik
Ass: Mag. Sebastian Gruber, Dr. Patrick Orlet
4O: Josef Spurny

(09.03.2018)zurück >