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Prevljak-Triplepack brachte Admira zu Fall

Mit vereinten Kräften wurde die Admira gestoppt.

Nur kleine Veränderung

Zu Beginn des letzten Saisondrittels trafen in der 25. Runde der tipico – Bundesliga im Pappelstadion zwei Mannschaften aufeinander, die in der letzten Zeit durch ihre Erfolge viel Selbstvertrauen tankten, dementsprechend agierten sowohl der SV BauWelt Koch Mattersburg als auch der FC Flyeralarm Admira befreit auf und zeigten im dritten Saisonduell ein flottes Spiel, das hin und her ging.

Für Trainer Gerald Baumgartner hieß es nach dem Cup-Aufstieg unter der Woche „Never change a winning team“, denn der SVM-Coach schickte exakt dieselbe Elf auf den Rasen, die auch die Mission Cup-Halbfinale in Angriff nahmen. Einzige kleine taktische Veränderung war der Positionstausch von Julius Ertlthaler und Michael Perlak, während Eigenbauspieler Ertlthaler als Zehner fungierte, agierte Routinier Perlak neben Jano etwas weiter hinten.

Michael Perlak macht auch in neuer Rolle gute Figur.

Guter Start des SVM

Diese Umstellung sollte sich auch bezahlt machen, denn unsere Mannschaft begann stark, war vom Anpfiff weg die aktivere Truppe und hatte auch schon nach wenigen Augenblicken die erste gute Möglichkeit. Masaya Okugawa kombinierte sich rechts mit Julius Etlthaler durch, kam dann im Strafraum aus spitzem Winkel in aussichtsreicher Position zum Abschluss, doch verzog recht deutlich (2.).

Unsere Mannschaft blieb Ton angebend, von den Gästen war offensiv nicht wirklich etwas zu sehen, doch es dauerte auch bis zum Ende der ersten Viertelstunde, ehe unsere Mannschaft wieder richtig gefährlich wurde. Smail Prevljak steckte an der Strafraumgrenze auf Kollege Markus Pink durch, doch Stefan Zwierschitz bekam noch sein Bein dazwischen und verhinderte einen möglichen Schuss des SVM-Flügelspielers (15.).

Smail Prevljak war wieder kaum zu stoppen.

Prevljak schlug wieder zu …

Sein Kärntner Landsmann Michael Novak schaltete sich auch immer wieder in die Offensive ein, flankte etwa von links scharf zur Mitte, doch dort verpasste Smail Prevljak die Hereingabe (18.). Der SVM-Angreifer hatte kurz danach auch die Riesenchance auf die Führung, dribbelte sich durch die Hintermannschaft der Südstädter, machte dann aber einen Haben zu viel und wurde von Thomas Ebner aufgehalten (22.).

Aber keine 120 Sekunden später fiel die längst überfällige Führung für unsere Mannschaft. Kapitän Nedeljko Malic eroberte die Kugel, spielte gleich steil auf Prevljak, der sich den Ball mit dem Rücken zum Kasten annahm, sich umdrehte und via Innenstange zum 1:0 für den SVM traf (24.). Nur wenig später kam Markus Pink in aussichtsreicher Situation zum Abschluss, seinen Versuch aus der Drehung verzog dieser jedoch (26.).

Die Abwehr rund um Kapitän Nedeljko Malic agierte kompromisslos.

… traf sogar noch vor der Pause doppelt …

Von den Gästen war bis dahin offensiv noch nichts erwähnenswertes zu berichten, einzig bei einem schnellen Konter versuchte Patrick Schmidt SVM-Schlussmann Markus Kuster zu überheben, was ihm auch gelang, doch er hob den Ball auch über den Kasten (29.). Wenig später aber gelang sogar der überraschende Ausgleich, denn nach einem Steilpass auf Lukas Grozurek sprang die Kugel beim Klärungsversuch unserem Schlussmann über den Fuß und der Admiraner schob seelenruhig ins leere Tor ein (35.).

Unsere Mannschaft zeigte sich davon aber keineswegs all zu geschockt, denn die versuchten auch in den restlichen Minuten vor der Pause weiter nach vorne zu spielen. Ein Okugawa-Schuss rechts von der Strafraumgrenze, der noch leicht abgefälscht wurde, ging aber genau auf Kuttin (41.). Praktisch mit dem Pausenpfiff eroberte Michael Novak in der eigenen Hälfte den Ball, sprintete nach vorne, spielte ideal in die Schnittstelle genau in den Lauf von Smail Prevljak, der den Admira-Goalie umkurvte und zur abermaligen Führung einschoss (45.).

Die Vorentscheidung, Smail Prevljak bezwang zum dritten Mal Torhüter Manuel Kuttin.

… und legte nach dem Wechsel einen weiteren nach

Nach dem Seitenwechsel reagierte Gäste-Trainer Ernst Baumeister auf das eher harmlose Spiel seiner Mannschaft, brachte mit Sasa Kalajdzic eine zusätzliche Offensivkraft, doch das machte sich zunächst nicht bemerkbar, denn der SV BauWelt Koch Mattersburg erwischte auch in Durchgang zwei den besseren Start in dieses Match.

Nur wenige Minuten waren gespielt, da spiele Mittelfeldstratege Jano auf der linken Seite einen langen Ball in den Lauf des gut gestarteten Smail Prevljak, der zog der Abwehr auf und davon, kam von der linken Seite aus spitzem Winkel zum Abschluss und schon ganz trocken in die lange Ecke zum persönlichen Triplepack ein (51.). Danach aber verloren unsere Burschen irgendwie den Faden im Spiel, was die Südstädter zu nutzen versuchten.

Julius Ertlthaler zeigte wieder eine starke Leistung im offensiven Mittelfeld.

Durch Anschlusstreffer Spannung bis zum Ende

Die legten einen Gang zu, versuchten alles, um noch einmal heran zu kommen, doch wirklich zwingend sollten sie nicht werden, da unsere Hintermannschaft ziemlich kompakt verteidigte und nichts zuließ. Der SVM hingegen hatte durch diese Spielweise der Gäste nach Ballgewinn immer wieder Platz für schnelle Gegenstöße. Masaya Okugawa etwa sprintete rechts hinunter, brachte den Ball aber am letzten Admiraner nicht vorbei, um seine dahinter postierten Mitspieler zu bedienen (71.).

Als es dann aber immer mehr nach dem 3:1-Erfolg aussah, kamen die Gäste doch noch zu einem Anschlusstreffer, denn nach einem weiten Einwurf kam vom Rücken Kalajdzics die Kugel zu Patrick Schmidt und der traf aus der Drehung zum 3:2 (78.). Trotz vollem Risiko blieb es am Ende bei diesem Resultat, denn auch die letzte Top-Möglichkeit von Prevljak brachte keinen Treffer mehr ein (93.), so durften unsere Burschen über den nächsten Sieg im Frühjahr freuen und morgen gespannt auf ein Heimspiel bei der Cup-Auslosung hoffen.

Am Ende durfte der SVM seinen sechsten Liga-Heimsieg in Folge feiern.

Aufstellungen

SV Bauwelt Koch Mattersburg

Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Novak; Jano, Perlak (89. Ortiz); Okugawa (76. Sanchez), Ertlthaler, Pink (68. Renner); Prevljak

Das Durchschnittsalter der SVM-Startelf betrug 26.27 Jahre; Ö-Anteil: 73%

FC Flyeralarm Admira

Kuttin; Zwierschitz, Lackner, Petlach, Scherzer; Vorsager (46. Kalajdzic), Ebner; Schmidt, Merkel, Grozurek; Jakolis (56. Hausjell)

Gelbe Karten
Höller (57./F), Perlak (63./F), Prevljak (87./F) bzw. Ebner (31./F), Lackner (58./U), Merkel (61./U)

Torfolge
1:0 (24.) Prevljak
1:1 (35.) Grozurek
2:1 (45.) Prevljak
3:1 (51.) Prevljak
3:2 (78.) Schmidt

Spieldaten
12 Torschüsse 9
42% Ballbesitz (Anteil Zuspiele) 58%
48% Zweikampfquote 52%
71% Passquote 77%
6 Ecken 1
17 Flanken aus dem Spiel 14
2 Abseits 1
22Fouls am Gegenspieler12
Top-Spieler
S. Prevljak (6) Torschüsse P. Schmidt (3)
J. Ertlthaler (3) Torschussvorlagen A. Merkel (3)
M. Perlak (61) Ballkontakte J. Scherzer (84)
N. Malic (75%) Zweikampfquote T. Ebner (86%)
M. Okugawa (4)Flanken aus dem SpielJ. Scherzer (6)

* = mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

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