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Prevljak-Doppelpack brachte dritten Sieg im Frühjahr

Kollektiver Jubel nach dem erlösenden Siegtreffer in der Schlussphase.

Spieß umgedreht

Das Heimspiel des SV BauWelt Koch Mattersburg gegen den FK Austria Wien war ein Duell der Tabellennachbarn, schließlich lagen beide Mannschaften punktegleich auf Platz sechs und sieben der Tabelle, die Platzierungen hatten auch noch Bestand, nur mit einem gravierenden Unterschied. Denn unsere Mannschaft überholte mit dem 2:1-Sieg die Veilchen und legte noch dazu drei Punkte Abstand dazwischen.

SVM-Coach Gerald Baumgartner hatte eigentlich keinen Grund nach dem souveränen 3:0-Erfolg in St. Pölten etwas an der Startformation unserer Mannschaft zu ändern, nahm dennoch eine Änderung vor, die aber nicht ganz freiwillig. Schließlich musste Rechtsverteidiger Michael Novak kurzfristig erkrankt passen und wurde von Alois Höller vertreten, der seine Sache gut machte und auch bei beiden Treffern beteiligt war, aber alles der Reihe nach.

Super Start mit früher Führung

Unserer Mannschaft merkte man das Selbstvertrauen durch die starken Leistungen der vergangenen Wochen und Monate an und dementsprechend engagiert begannen die Baumgartner-Schützlinge. Nicht einmal sechzig Sekunden waren absolviert, da eroberte Masaya Okugawa einen Querpass der Wiener, zog gleich in den Strafraum, wurde aber beim Schussversuch geblockt (1.).

Es dauerte aber nicht lange, ehe der SVM in Führung ging. Ein scheinbarer Rettungsabschlag zu Mario Grgic kam über Alois Höller von der rechten Seite wieder postwendend zurück, denn der Rechtsverteidiger flankte in den Strafraum auf Smail Prevljak, der tanzte Gegenspieler Abdul Kadiri aus und schob trocken in die lange Ecke ein (3.).

Smail Prevljak schoss aus allen Lagen und traf doppelt.

Ausfall von Jano schmerzte

Von den Gästen war in der Anfangsphase nur wenig zu sehen, bis auf einen Kadiri-Kopfball nach einer Ecke, den Markus Kuster im SVM-Kasten gut parierte, war von den Veilchen nicht viel dabei (9.). Der SVM hingegen präsentierte sich sehr spielfreudig, ein Okugawa-Doppelpass an der Strafraumgrenze mit Michael Perlak brachte den Japaner in eine gute Schussposition, doch der Versuch wurde zu zentral und ging genau auf Goalie Patrick Pentz (10.).

Auch den Grgic-Nachschuss, nach einem in der Mauer hängen gebliebenen Lercher-Freistoss, konnte der Austria-Schlussmann parieren (12.). Kurz danach dann ein Schock-Moment für unsere Mannschaft, denn Mittelfeldmotor Jano musste nach einem unglücklichen Aufprall auf dem Boden mit einer Schulterverletzung vom Platz (13.), für ihn übernahm Cesar Ortiz die Position vor der Abwehr.

Austria fand besser ins Spiel

Der SVM ließ sich dadurch aber zunächst nicht aus der Ruhe bringen, hatte in Person von Smail Prevljak die nächste gute Chance am Fuß, denn die Sturmspitze zog von der rechten Seite mit dem Ball in den Strafraum, schloss aus spitzem Winkel ab und verfehlte die lange Ecke nur knapp (17.). Mit Fortdauer der ersten Spielhälfte wurde das Fehlen unseres Taktgebers im Zentrum schon sichtbar, auch die Austria merkte das, legte spielerisch etwas zu.

So konnte etwa Michael Lercher eine Holzhauser-Flanke noch direkt klären (19.), kurz danach fanden die Wiener, nach einer geklärten Grgic-Ecke, sogar eine große Chance mittels schnellem Konter vor, aber Friesenbichlers Zuspiel auf Venuto wurde zu steil und so konnte ihm Kuster noch die Kugel wegschnappen (21.). Mitte der ersten Spielhälfte wurde auch der Schneefall immer stärker, beeinflusste die Partie aber kaum und sollte noch im Verlauf des Spiels komplett aufhören.

Die Austria versuchte alles, brachte aber den SVM nicht zu Fall.

Individueller Fehler begünstigte Ausgleich

Eine strittige Situation gab es kurz danach, als Lercher Kollege Prevljak mit einem weiten Ball auf die Reise schickte. Der wurde vom brasilianischen Innenverteidiger der Austria, Ruan, als letzter Mann vor Goalie Pentz knapp in der Hälfte der Veilchen mit einem Foulspiel gestoppt und sah dafür die Gelbe Karte, was viele im Stadion nicht nachvollziehen konnten, die hätten lieber Rot gesehen (25.).

Dennoch spielten die Wiener komplett weiter. Durch einen langen Ball auf Markus Pink, der ablegte, kam Smail Prevljak von der Strafraumgrenze zum Abschluss, verzog aber knapp rechts (31.). Nach einer Flanke musste auch Austrias Licksverteidiger Stefan Stangl verletzungsbedingt raus (37.) und sah kurz danach, wie seine Kollegen beim Herausspielen des SVM einen Ball abfingen, Holzhauser spielte auf Venuto, der dann zum 1:1-Pausenstand traf (38.).

Riesenchance nach Seitenwechsel vergeben

Nach dem Seitenwechsel nahm sich unsere Mannschaft einiges vor, versuchte gleich wieder Druck zu machen, was anscheinend Innenverteidiger Kadiri spürte, denn der spielte einen missglückten Rückpass zum Goalie. Markus Pink schnappte sich gedankenschnell die Kugel, umkurvte den Schlussmann und ließ dann aber zur Überraschung vieler im Pappelstadion die Riesenchance auf die abermalige Führung aus, denn er schoss über die Latte (46.).

Im zweiten Spielabschnitt herrschte generell weniger Action in beiden Strafräumen, die beste Möglichkeit der Gäste etwa hatte Kevin Friesenbichler am Fuß, doch der schoss, nach einem Serbest-Zuspiel, deutlich am Ziel vorbei (57.). Auch unsere Truppe tat sich in Folge schwer, den entscheidenden Zug zum Tor zu finden, hatte aber aus einem Eckball, den Markus Pink am zweiten Pfosten knapp verpasste (61.) oder einem zu zentralen Prevljak-Distanzschuss (63.) die eine oder andere Möglichkeit zur Führung.

Julius Ertlthaler hatte das gute Auge und servierte Prevljak die Kugel ideal.

Wechsel brachte frischen Schwung

So richtig gefährlich wurde es dann erst wieder in der Schlussphase, wo unsere Mannschaft noch einmal richtig Gas gab und das Angriffsspiel durch die Einwechslung von Julius Ertlthaler wieder Fahrt aufnahm. Der SVM konnte nämlich die Hintermannschaft der Gäste mehr und mehr unter Druck setzen und dann wirkten die Hinterleute der Veilchen nicht sattelfest, neigten immer wieder zu Fehlern.

Nach einem Foulspiel an Pink trat etwa Prevljak zum Freistoss an und krachte die Kugel hammerhart auf den Kasten, doch Pentz konnte parieren (74.). Beim folgenden Eckball kam Markus Pink gleich zwei Mal zum Kopfball, den zweiten Versuch verlängerte dann Thorsten Mahrer über die Latte (75.). Einige rechneten bereits mit einer Punkteteilung, machten die Rechnung aber ohne den SVM, der unaufhörlich weiter nach vorne spielte und dafür spät aber doch belohnt wurde.

Später Treffer ließ SVM dennoch jubeln

Nach einem herrlichen langen Höller-Pass in den Lauf von Julius Ertlthaler, hatte der im Strafraum auch noch das Auge für den gut postierten Smail Prevljak, legte quer und der SVM-Angreifer durfte über seinen nächsten Doppelpack, nach jenem zuletzt in St. Pölten, jubeln (87.). Es hätte sogar noch ein Triplepack werden können, denn Prevljak hatte kurz vor Schluss noch eine weitere Chance am Fuß.

Er lief alleine auf den Kasten der Veilchen zu, wurde aber noch eingeholt und vergab vor Pentz die Möglichkeit auf seinen dritten Treffer (89.). Am Ende blieb es beim verdienten 2:1-Sieg unseres Teams, der neben dem Ausfall von Jano noch einen weiteren Wehrmutstropfen hatte, denn Smail Prevljak sah für seinen Jubel zum Siegtreffer die Gelbe Karte (88.), es war seine fünfte im Laufe dieser Saison und deshalb muss er beim Gastsspiel in Altach am kommenden Samstag gesperrt zusehen.

Markus Pink verpasste zwei Mal knapp ...

... am Ende durfte unser Team aber den fünften Heimsieg in Folge bejubeln.

Aufstellungen

SV Bauwelt Koch Mattersburg

Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Lercher; Jano (17. Ortiz), Grgic; Okugawa, Perlak (59. Ertlthaler), Pink; Prevljak (90. Maierhofer)

Das Durchschnittsalter der SVM-Startelf betrug 26.18 Jahre; Ö-Anteil: 73%

FK Austria Wien

Pentz; Klein, Ruan, Kadiri, Stangl (37. Salamon); Holzhauser, Serbest; Venuto, Prokop (70. Alhassan), Pires; Friesenbichler (82. Monschein)

Gelbe Karten
Pink (48./F), Höller (72./F), Ortiz (79./F), Prevljak (88./U), Ertlthaler (91./U) bzw. Ruan (25./U), Alhassan (85./U)

Torfolge
1:0 (3.) Prevljak
1:1 (38.) Venuto
2:1 (87.) Prevljak

Spieldaten
15 Torschüsse 9
30% Ballbesitz (Anteil Zuspiele) 70%
44% Zweikampfquote 56%
62% Passquote 82%
6 Ecken 6
5 Flanken aus dem Spiel 9
3 Abseits 3
19Fouls am Gegenspieler14
Top-Spieler
S. Prevljak (7) Torschüsse K. Friesenbichler (2)
M Grgic* (2) Torschussvorlagen R. Holzhauser (3)
M. Grgic (63) Ballkontakte R. Holzhauser (92)
A. Höller (73%) Zweikampfquote A. Alhassan (100%)
S. Prevljak* (1)Flanken aus dem SpielS. Stangl (4)

* = mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

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