created by schokobanane.

Zum Frühjahrsauftakt gleich gegen den Tabellenführer


Exakt vier Wochen ist es her, dass der SV BauWelt Koch Mattersburg in die Vorbereitung auf das anstehenden Frühjahr in der tipico – Bundesliga startete, und nun steht am kommenden Samstag (16.00 Uhr) schon der Auftakt dazu auf dem Programm. Dazu empfängt unsere Mannschaft im heimischen Pappelstadion den Tabellenführer SK Puntigamer Sturm Graz zum Eröffnungsspiel des Jahres 2018.

Zuvor nahm sich noch Trainer Gerald Baumgartner Zeit über die vergangenen Wochen zu reflektieren und einen Ausblick über die anstehenden Aufgaben im Frühjahr zu geben, besonders natürlich auf das erste Pflichtspiel im neuen Jahr mit dem Winterkönig, gegen den es heuer noch nicht so gut lief, obwohl in beiden Duellen mehr drinnen gewesen wäre.


Gerald Baumgartner, ist es nicht ein wenig bitter, dass gerade in jenem Moment, wo unsere Mannschaft immer besser in Schwung kam, die Winterpause diesen Aufschwung zu einem ungünstigen Zeitpunkt beendete?

„Natürlich ist schade, denn wir waren eben gut in Schwung, doch das ist eben der vorgegebene Kalender und daran können wir nichts ändern. Wir konnten unsere Schwächephase im Herbst überstehen, indem wir erstens die neuen Spieler besser integrieren mussten, um eingespielter zu werden. Sie mussten sich auf das neue Spielsystem eingewöhnen, um es dann am Matchtag besser umsetzen zu können.

Auf der anderen Seite konnten wir Erkenntnisse gewinnen, was wir tun müssen, um erfolgreich zu sein und beides wurde am Ende des Herbstes derart gut umgesetzt, dass es auch in der Tabelle sichtbar wurde. Viele junge Spieler konnten sich mit jenen Erfahrungen gut weiterentwickeln und auch die Arrivierten fanden zu alter Stärke zurück. Genau diese Aspekte haben wir nun auch in den vergangenen Wochen versucht weiter zu stärken, um bestmöglich in das Frühjahr zu gehen.“

Die knapp vier Wochen waren schon eine enge Angelegenheit, kann man da eigentlich all seine Ideen und Trainingsansätze unterbringen?

„Natürlich war die Vorbereitungsphase sehr kurz, aber ich denke wir haben sie intensiv genutzt und mit den Jungs sehr gut und vor allem konzentriert gearbeitet. Mit dem Trainingslager in Portugal bei herrlichen Bedingungen konnten wir uns den richtigen Feinschliff holen und auch die Testspiele waren durchaus positiv. Natürlich gab es einiges zu versbessern, aber ich denke wir sind schon auf einem guten Weg und freuen uns, dass es schon bald wieder los geht.“

Apropos Testspiele. Sieben Partien in nur knapp zweieinhalb Wochen sind schon sehr ambitioniert. Sind Spiele eben nun einmal die besten Trainingseinheiten?

„Wir haben uns bewusst für diesen Schritt entschieden mehr Spiele zu haben, damit der gesamte Kader, so gut es geht, gleichwertig belastet wird. Ich denke, dass ist uns gut gelungen, wobei die Vorbereitung sicherlich nicht ganz reibungslos verlaufen ist. Wir hatten auf der einen Seite einige Probleme mit kränklichen Spielern, denn die Grippe machte auch bei uns Halt, doch das ist im Winter in Österreich keine allzu große Überraschung.

Bei dem einen oder anderen kamen dann auch noch Blessuren dazu, was auch nicht Ungewöhnliches in einer Phase, wo die Belastung im Training etwas höher ist, darstellt. Unsere medizinische Abteilung hat aber phantastische Arbeit geleistet, wir können vermutlich schon beim ersten auf fast den gesamten Kader zurückgreifen und gehen dementsprechend mit guten Hoffnungen in die Frühjahrssaison.“

Helfen da vielleicht die Erinnerungen an das Vorjahr, die Ausgangslage war sicherlich eine ganz andere, aber am Ende war der SVM die zweitbeste Frühjahrsmannschaft?

„Es ist halt schon ein Jahr her, sicherlich nimmst du das Positive mit, denn es sind ja tolle Erinnerungen bzw. Erfahrungen. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass damals jedes Spiel eine richtige Challenge und der Druck immer wieder enorm war. Das sollte uns eigentlich eine Warnung sein in nächster Zeit nicht mehr in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Die Herangehensweise von damals werden wir aber auf alle Fälle beibehalten.

Wir Trainer sind dafür da, die Mannschaft top organisiert auf den jeweiligen Wettkampf am Wochenende einzustellen, sprich die Jungs auf den Punkt gut vorzubereiten. Wir müssen eben das große Ganze im Auge behalten. Für die Spieler hingegen ist es wichtig immer von Spiel zu Spiel zu denken. Sie müssen im Kopf haben sich nur auf das nächste Spiel zu konzentrieren und diese anstehende Aufgabe bestmöglich zu lösen, damit haben sie eigentlich genug zu tun.

Ich denke, das ist uns in der Vergangenheit immer wieder gut gelungen und an dem werden wir nun auch im Frühjahr festhalten. Wenn wir dies auch in den restlichen Saisonspielen so umsetzen können, dann bin ich überzeugt, dass wir ein sehr gutes Frühjahr absolvieren werden.“

Was wäre für den SVM-Trainer ein erfolgreiches Frühjahr bzw. welche Ziele wollen noch erreicht werden?

„Ich habe schon gelesen, dass wir uns im Niemandsland befinden. Das ist sogar nicht einmal unbedingt falsch, doch nach oben hin sind wir in der Tabelle gar nicht allzu weit weg. Wenn wir noch den einen oder anderen überholen wollen, dann heißt das aber auch, dass wir noch einige Punkte einfahren müssen. Das ist unser erklärtes Ziel, nämlich so viele Punkte wie möglich zu machen und ein sehr gutes Frühjahr zu spielen.

Es liegt in erster Linie nämlich nur an uns selbst gute Leistung zu bringen, welcher Platz dann am Ende der Saison dabei herausschaut, wird man dann ohnehin sehen. Wir dürfen aber auf keinen Fall zu nachlässig sein, da müssen wir Trainer die Jungs auch ein bisschen warnen, mit dem Tabellenende wollen wir nichts mehr zu tun haben. Das heißt eben in jedem Spiel mit vollster Konzentration seine Hausaufgaben machen, dann ist sicherlich der eine oder andere Platz nach vorne sicherlich machbar.

Erfreulich ist noch dazu die Tatsache, dass wir im Cup ebenfalls noch vertreten sind. Dort können wir noch weit kommen, haben nun im Viertelfinale ein Heimspiel und das ist eine sehr gute Motivation für uns. Vielleicht können wir ins Cupfinale kommen, der Weg dahin ist jedenfalls nicht mehr so weit und es wäre eine tolle Sache.“

Wie schon im Herbst hat der SVM auch nun im Frühjahr die Ehre das Eröffnungsspiel in der tipico – Bundesliga zu bestreiten, dazu empfängt unsere Mannschaft Tabellenführer SK Puntigamer Sturm Graz, was ist da möglich?

„Sturm ist eine Top-Mannschaft in Österreich, das haben sie im letzten Herbst eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun haben sie mit Heiko Vogel einen neuen Trainer, der sicherlich neue Impulse geben wird. Der Kader ist weiterhin extrem stark, mit Bright Edomwonyi und Jakob Jantscher wurden zwei offensiv starke Spieler zurückgeholt, was die Qualität der Mannschaft weiter stärkt und das zeigt auch ganz klar, dass sie den Kampf um den Meistertitel voll annehmen. Aber in einem Spiel ist alles möglich, wir haben sicherlich unsere Chancen zu punkten.“

Im Herbst setzte es zwei bittere 2:3-Niederlagen, wobei in beiden Fällen nicht unbedingt viel gefehlt hatte, um zu punkten. Welche Lehren wurden daraus gezogen?

„Ich denke, wir waren in beiden Spielen, vor allem aber beim letzten Auswärtsspiel in Graz, mindestens auf Augenhöhe. Dort hätten wir das Spiel auch gewinnen können, haben aber leider den einen oder anderen individuellen Fehler, der dann zu Gegentoren führte, zuviel gemacht. Das wollen wir dieses Mal auf alle Fälle besser machen. Wenn wir viel laufen und gut gegen den Ball arbeiten, dann bin ich auf alle Fälle überzeugt, dass es Sturm gegen uns sehr schwer haben wird.“

Heißt also, dass in diesem Spiel für unsere Mannschaft alles drin ist?

„Ich denke schon. Wir wollen unsere Haut so teuer wie nur möglich verkaufen. Das liegt in erster Linie nur an uns selbst, wir wollen engagiert auftreten, an unsere Leistungsgrenze gehen. Erwischen wir einen guten Tag, dann können wir auch gegen Sturm Punkte holen und das ist unser absolutes Ziel.“

Danke für das Interview und einen guten Start am Samstag!




SV Bauwelt Koch Mattersburg - SK Puntigamer Sturm Graz
21. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 03.02.2018, 16.00 Uhr – Pappelstadion
Ref: Dieter Muckenhammer
Ass: Roland Brandner, Mag. Andreas Rothmann
4O: Stefan Ebner

(01.02.2018)zurück >