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Erneuter Punktgewinn im Allianz Stadion















Flotte Partie in Hütteldorf

Es war kein Spiel für schwache Nerven, das letzte Auswärtsspiel des SV BauWelt Koch Mattersburg im Jahr 2017. Im Allianz Stadion des Rekordmeisters SK Rapid Wien sahen die knapp 15.000 Zuseher ein turbulentes Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten und insgesamt vier Toren, die am Ende gerecht aufgeteilt wurde, sodass es nach Schlusspfiff ein Ergebnis von 2:2 gab.

Lediglich eine Veränderung nahm Trainer Gerald Baumgartner im Vergleich zum Heimerfolg gegen den LASK vor, brachte Masaya Okugawa anstelle von Andreas Gruber in die Startformation unserer Mannschaft, die von Beginn weg gleich mächtig unter Druck stand, da die Hausherren loslegten, wie die Feuerwehr und munter nach vor kombinierten.

Druckvolle Hausherren

Mehr als ein abgefälschter Schobesberger-Schuss schaute dabei aber nicht heraus, da sich unsere Hintermannschaft kompakt präsentierte (10.). Aus der folgenden Ecke hatten die Gastgeber auch die erste gute Chance, denn Dejan Ljubicic kam zum Kopfball, den Michael Lercher sowie Markus Kuster mit vereinten Kräften auf der Linie abwehrten, Lercher klärte dann noch gegen Louis Schaub, der den Nachschuss im Tor unterbringen wollte (11.).

Unsere Mannschaft stellte sich nach dem überstandenen Anfangsschwung der Hütteldorfer besser auf die Spielweise der Hausherren ein, hielt die weiter vom eigenen Tor fern und konnte mehr für Entlastung sorgen bzw. selbst Akzente in der Offensive setzen. Zunächst aber hatte Joelinton eine aussichtsreiche Möglichkeit auf die Führung, denn Schaub legte eine Flanke von links auf den Brasilianer ab, doch dessen Schuss konnte Kapitän Nedeljko Malic blocken (21.).

SVM verteidigte geschickt und …

Die erste gefährliche Offensivaktion des SVM hatte Masaya Okugawa auf der rechten Seite, er drang in den Strafraum ein und schoss flach auf die lange Ecke, den Schuss konnte Richard Strebinger jedoch parieren (23.). Dann setzte sich Alois Höller an der Cornerlinie gut durch, flankte auch gefährlich zur Mitte, doch etwas zu hoch für Abnehmer Rene Renner (25.). Dann war es wieder Okugawa, der sich gleich gegen zwei Rapidler durchsetzt und zur Mitte zieht, doch der Schuss wird geblockt (26.).

Die nächste gute Chance hatten aber die Wiener, denn nach einem Schwab-Freistoss auf den zweiten Pfosten kam Joelinton zum Kopfball, hatte damit auch schon Schlussmann Markus Kuster bezwungen, doch Angreifer Markus Pink rettete mit einer spektakulären Rettungsaktion in der Luft hauchdünn vor der Linie (31.). Auch ein Schwab-Heber über Kuster hinweg ging zum Glück über die Latte auf das Tornetz (33.).

… hatte auch das nötige Quäntchen Glück

Aus Freistößen sorgte der SVM auch immer wieder für Gefahr, denn etwa eine gut getretene Seidl-Hereingaben in den Strafraum kam zu Alois Höller, der zu Nedeljko Malic ablegen wollte, doch der kam knapp nicht heran (36.). Kurz vor der Pause hatten die Grün-Weißen aus dem Westen Wiens dann noch zwei gute Einschussmöglichkeiten auf eine Pausenführung.

Nach einer Flanke von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten legte Louis Schaub per Kopf noch einmal quer ab auf Joelinton, doch der konnte den Ball im Luftzweikampf mit Malic nicht im Tor unterbringen (39.). In der Nachspielzeit lief dann auch Schaub von Lercher bedrängt auf Markus Kuster zu, der mit seinem Kopf den Schuss abwehren konnte (45+1.) und das torlose Remis zu Pause fixierte.

Mit viel Schwung aus der Kabine

Nach der Pause kam unsere Mannschaft schwungvoll aus der Kabine, auch wenn die Wiener schon einmal anklopften, denn ein Berisha-Schuss ging an die rechte Stange (55.). Zuvor aber riss Michael Perlak eine Flanke etwas ab, wurde aber sehr ungut für Schlussmann Strebinger, denn diese ging nur hauchdünn über die Latte auf das Tornetz (49.). Dann bewies Trainer Gerald Baumgartner ein goldenes Händchen.

Er brachte nämlich Smail Prevljak neu ins Spiel und der war auch gleich der nächsten Szene entscheidend beteiligt. Michael Perlak setzte nämlich auf der rechte Seite Prevljak ein, der scharf in die Mitte spielte, wo zunächst Perlak durchließ und Pinks Abschluss geblockt wird. Die Kugel fällt allerdings genau vor die Füße von Masaya Okugawa und der trifft mit einem platzierten Schuss genau in die rechte Ecke zur 1:0-Führung des SVM (58.).

SVM schlug einkalt zu

Die hielt jedoch nicht lange und das war auch schlechte Nachricht, denn unsere Mannschaft legte nur wenige Augenblicke nach, konnte sogar die Führung ausbauen. Wieder hatten Michael Perlak und Smail Prevljak ihre Füße entscheidend im Spiel, denn der Salzburger im SVM-Dress spielte mit der Bullen-Leihgabe einen Doppelpass und versenkte die Kugel anschließend trocken in der langen Ecke (61.).

Und das war noch längst nicht alles, denn der SVM hätte gut und gerne noch einmal nachlegen können. Wiederum nur wenige Minuten nach dem zweiten Treffer kam ein Seidl-Freistoss gefährlich auf den zweiten Pfosten, wo Nedeljko Malic mit dem seinem Kopfball am starken Schlussmann Strebinger scheiterte, der Abpraller kommt jedoch zu Jano, dessen Schuss dann aber geblockt wurde (64.).

Hausherren riskierten viel …

Nach einer kurzen Phase der Orientierung wollten die Gastgeber den 0:2-Rückstand in der Schlussphase noch wettmachen und riskierten dabei sehr viel. Zwar konnte Markus Kuster noch einen Schuss auf die zweite Stange parieren und anschließend Lercher klären (67.), doch wenig später schlugen die Hütteldorfer zu, denn die nutzten einen Konter zum Annschlusstreffer aus, Joelinton zirkelte einen platzierten Schuss in die lange Kreuzecke (71.).

Der Treffer gab den Wienern zusätzliche Luft und die wollten mehr, hatten auch gute Möglichkeiten dazu. Erst setzte sich Stefan Schwab im Strafraum durch, Legte quer auf den eingewechselten Georgi Kvilitaia, doch der verpasste zum Glück den Ball (73.). Auch Markus Kuster musste mit einer Klassetat ran, denn der Schlussmann parierte einen Kvilitaia-Kopfball gegen den Lauf sensationell (80.).

… und konnten ausgleichen

Kurz danach traf Louis Schaub zum vermeintlichen Ausgleich, stand aber im Abseits (81.). Der Treffer zählte ebenso wenig wie auf der Gegenseite jener von Markus Pink, der zuvor ein Foulspiel beging (82.). Kurz vor dem Ende brachte Goran Djuricin mit Philipp Prosenik einen weiteren Angreifer und der sollte auch gleich in Erscheinung treten.

Nur wenige Sekunden nach der Einwechslung kam nämlich eine Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Prosenik goldrichtig stand und einköpfte (87.). Der Sieg wäre für beide durchaus noch möglich gewesen, denn Schaub köpfte an die Latte und Kvilitaia konnte den Abpraller nicht verwerten (90.) und auf der Gegenseite setzte sich Smail Prevljak gut in Szene, doch bei seinem Gegenstoss ging ihm am Ende ein wenig die Kraft aus und er vergab die letzte Möglichkeit (90+4.), weshalb es beim 2:2 blieb.


Aufstellungen

SK Rapid Wien

Strebinger; Auer, Sonnleitner (66. Kvilitaia), Galvao, Bolingoli; Ljubicic, Schwab; Schaub, V. Berisha (86. Prosenik), Schobesberger; Joelinton

SV BauWelt Koch Mattersburg

Kuster; Höller, Malic, Ortiz, Lercher; Seidl (66. Mahrer), Jano; Okugawa, Perlak (93. Erhardt), Renner (57. Prevljak); Pink

Das Durchschnittsalter der SVM-Startelf betrug 26.63 Jahre; Ö-Anteil: 73%

Gelbe Karten
Schobesberger (27./F) bzw. keine

Torfolge
0:1 (58.) Okugawa
0:2 (61.) Perlak
1:2 (71.) Joelinton
2:2 (87.) Prosenik

Spieldaten
33 Torschüsse 9
67% Ballbesitz (Anteil Zuspiele)
33%
54% Zweikampfquote
46%
80% Passquote
56%
13 Ecken
1
19 Flanken aus dem Spiel
9
2 Abseits 3
12
Fouls am Gegenspieler
21
Top-Spieler
Joelinton (7) Torschüsse M. Okugawa (3)
P. Schobesberger (7) Torschussvorlagen M. Perlak (2)
S. Schwab (89) Ballkontakte M. Lercher (63)
M. Sonnleitner (100%) Zweikampfquote
T. Mahrer (88%)
P. Schobesberger (5)
Flanken aus dem Spiel
M. Seidl (3)

* = mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

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