created by schokobanane.

In Hütteldorf möchte der SVM richtig brennen


Ein Treffer reicht oftmals

Es war eine sehr intensive englische Woche mit drei Spielen innerhalb von nur acht Tagen, wo es zwar zwei bittere Niederlagen in der Fremde setzte, doch mit einem erfreulichen Resultat zu Ende ging, schließlich konnte der SV BauWelt Koch Mattersburg das Heimspiel gegen Aufsteiger LASK Linz mit 1:0 für sich entscheiden und damit den zweiten Heimsieg in Folge feiern.

Während unsere Burschen in den Spielen davor die nötige Effizienz für Punktgewinne vermissen ließ, zeigten sich Nedeljko Malic und Kollegen gegen die Oberösterreicher verbessert. „Wenn man ein Tor erzielt und hinten zu Null spielt, dann genügt das eben auch zu drei Punkten“, brachte es Trainer Gerald Baumgartner pragmatisch auf den Punkt.

Möglichkeiten ausgelassen

Dennoch konnte unser Coach nicht restlos zufrieden sein, was dieses Thema betrifft, denn „wir haben trotzdem wieder die eine oder andere gute Möglichkeit, vor allem nach der Pause, gehabt und nicht genutzt.“ Damit sprach der Trainer explizit jene Phase des Spiels an, wo die Gäste gefährlicher wurden und sich für unser Team mehr Räume in deren Defensive boten, die aber nicht dementsprechend ausgenutzt werden konnten.

„Der LASK hat nach dem Seitenwechsel durch die Einwechslung etlicher Offensivspieler mehr riskiert und wenn das ein Gegner macht, dann solltest du auch so manchen guten Konter setzen, um diese Möglichkeiten auszunutzen“, erläuterte der SVM-Coach seine Sicht der Dinge. Hingegen wurden die Linzer nach etwa einer Stunde gefährlicher, hatten einige gute Einschussmöglichkeiten, die unser starker Schlussmann Markus Kuster allesamt zunichte machte.

Kräfteraubende englische Woche

In dieser Phase merkte man auch einen Bruch in diesem Spiel, schließlich konnten die Oberösterreicher die Partie offener gestalten, was vermutlich aber nicht nur an der zunehmenden Risikobereitschaft der Glasner-Truppe lag, denn auch der Faktor Energie sollte beim dritten Spiel innerhalb weniger Tage eine Rolle spielen, schließlich gastierte unsere Mannschaft unter der Woche in Salzburg bei einem europäischen Spitzenteam und verlangte denen alles ab.

„Keine Frage, wir mussten einschließlich dem Match in Salzburg in den jüngsten drei Partien viel laufen, doch das liegt auch an unserem eigenen Spiel, das sehr laufintensiv ist“, konnte Baumgartner diesem Ansatz nicht komplett beiseite legen, doch seiner Ansicht spielt das keine allzu große Rolle. „Die Jungs wollen immer das gut umsetzen, was wir ihnen vorgeben und das haben sie auch gemacht.“

Verdienter Erfolg

Somit konnte der Coach mit der Leistung seiner Schützlinge, abgesehen vom Resultat, ebenfalls zufrieden sein. „Wir haben es, vor allem vor der Pause, sehr gut gemacht“, lobte der Salzburger an der SVM-Seitenlinie den Auftritt unserer Burschen, doch „auch gegen einen phasenweise sehr druckvollen LASK haben wir sehr gut verteidigt und daher auch verdient zu gewinnen.“

Das Wichtigste nach diesem Spiel waren ohnehin die drei Punkte, die unser Team zur Halbzeit der heurigen Bundesliga-Saison vorbei am RZ Pellets WAC auf den vorläufigen achten Tabellenplatz brachte. „Wir konnten das zweite Spiel in Folge zuhause für uns entscheiden, können in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause noch sechs Punkte holen und blicken daher stets nach vorne.“

Noch einmal auswärts ran

Soll nichts anderes heißen, als dass der SV BauWelt Koch Mattersburg in diesen Partien so viel Punkte, wie nur möglich, noch auf das Konto verbuchen möchte. Bevor es zum Abschluss des Kalenderjahres noch zuhause gegen den Tabellennachbar aus Kärnten geht, muss unsere Mannschaft noch am Samstag (16.00 Uhr) das letzte Auswärtsspiel 2017 im Allianz Stadion in Wien-Hütteldorf absolvieren.

Der Rekordmeister konnte in den jüngsten drei Partien nur einen Punkt erobern, war zuletzt oft in den Medien vertreten, nicht alle Themen bezogen sich auf sportliche Belange, doch all das möchte Gerald Baumgartner nicht zu sehr überbewerten. „Wir dürfen auf keinen Fall vergessen, dass sie davor einen riesigen Lauf hatten. Auch den Aufruhr über so manche Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen, denn bei unserer Heimpartie war auch nicht alles so eindeutig“, erinnerte sich unser Coach ungern daran zurück.

Positive Erinnerungen

Damals entschied nämlich ein sehr kurioser Handtreffer von Stefan Schwab zu Gunsten der Gäste, doch all das zählt für unseren Trainer jetzt so oder so nichts mehr, einzig die Leistung am kommenden Wochenende spielt für ihn eine Rolle. „Wir wollen gegen Rapid wieder alles reinhauen, eine gute Leistung bringen und vielleicht auch den einen oder anderen Punkt mitnehmen“, ist die Marschroute klar.

Dass dies keine unmögliche Sache darstellt bewies schon das erste Duell im Westen Wiens, denn zum Auftakt der heurigen Saison konnte unsere Mannschaft dem Rekordmeister in deren eigenem Stadion, trotz eines 0:2-Rückstandes, noch einen Punkt abknöpfen. „Das war ein sehr gutes Spiel von uns, wir konnten mit einer erfreulichen Leistung gut ins Spieljahr starten, doch das müssen wir nun erneut bestätigen.“

Vermutlich geilstes Auswärtsspiel

Somit wird es eine Rückkehr an eine Stätte toller Erinnerungen. „Gegen Rapid bringen wir immer gute Leistungen, vor allem auswärts ist es ein tolles Erlebnis. Du spielst in einem supermodernen Stadion vor einer Wand von vielen Fans, in Österreich ist es wahrscheinlich das geilste Auswärtsspiel, das du haben kannst“, freut sich auch schon der Trainer auf das kommende Gastspiel.

Von seinen Schützlingen erwartet er jedoch einen ganz klaren Zugang. „Wir dürfen in erster Linie keine Angst haben, sondern müssen darauf brennen dort spielen zu dürfen und das muss man auch auf dem Platz sehen“, ist sich der Coach sicher, der sich dafür auch das eine oder andere überlegen wird. „Wir werden uns wieder einen Matchplan zurechtlegen und versuchen diesen bestmöglich umzusetzen.“

Angst als Fremdwort

Was genau da entscheidend sein könnte, weiß Gerald Baumgartner nur zu gut. „Wir wollen Rapid ordentlich unter Druck setzen und versuchen sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das erfordert sicherlich möglichst hoch zu verteidigen, aber wir dürfen auf keinen Fall ängstlich an die Sache herangehen, wollen Bälle erobern, aber dann auch bei Ballgewinn versuchen so aktiv wie möglich zu sein.“

All das sollen keine leeren Versprechungen sein, der SVM-Coach ist überzeugt von seinen Schützlingen und traut ihnen einiges zu. „Die Mannschaft ist im Moment gut drauf, wir können dort Bonuspunkte holen und wollen auch zuschnappen, wenn dies möglich ist. Dazu bedarf es eben einer entsprechenden Mentalität im Spiel. Bringen wir die auf den Platz, dann können wir zu Recht hoffen dort etwas zu holen.“




SK Rapid Wien - SV Bauwelt Koch Mattersburg
19. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 09.12.2017, 16.00 Uhr – Allianz Stadion, Wien-Hütteldorf
Ref: Ing. Sebastian Gishamer
Ass: DI Christian Rigler, Ing. Johannes Pummerer
4O: Rene Eisner

(07.12.2017)zurück >