created by schokobanane.

SVM empfängt den Aufsteiger zur Saisonhalbzeit


Punkt war schon zum Greifen nahe

Lange Zeit schaute es für den SV BauWelt Koch verdammt gut mit einem Punktgewinn beim amtierenden Doublegewinner und aktuellen Tabellenführer FC Red Bull Salzburg aus, doch am Ende setzte es in der Red Bull Arena eine bittere 0:2-Pleite für unsere Mannschaft, die sich dort jedoch mehr verdient hätte. „Wenn dir der Gegner zwei Tore macht, dann ist es sicherlich auch gerecht zu gewinnen, doch ich denke, wir hätten uns durchaus mehr, sprich zumindest einen Punkt, verdient gehabt“, ärgerte Trainer Gerald Baumgartner die verpasste Gelegenheit schon ein wenig.

Der Grund dafür ist eigentlich auch ganz klar, denn schließlich geriet unsere Mannschaft in der Mozartstadt erst sehr, sehr spät auf die Verliererstraße, denn zwei Treffer in den allerletzten Spielminuten ließen die Bullen jubeln. „Wir haben bis zur 88. Minute wirklich sehr gut gespielt, konnten die Räume sehr eng machen, so die Hausherren durch geschicktes Verteidigen vom eigenen Tor fernhalten“, zeigte sich der SVM-Coach mit dem Auftritt seiner Schützlinge durchaus zufrieden.

Starke Aktion zur Führung

Der wohl entscheidende Moment in diesem Spiel war dann jener Treffer zur Führung der Bullen kurz vor dem Ende. „Das war einfach überragend gemacht, der Ball hinter die Abwehr war nicht zu verteidigen“, würdigte der Salzburger an der SVM-Seitenlinie die starke Angriffsaktion des Meisters, doch „wir hätten uns nicht auskontern lassen dürfen, sondern mehr aufpassen müssen, um nicht den Ball zu verlieren.“

Dennoch hatte Gerald Baumgartner auch eine Erklärung für diesen Gegentreffer parat. „Wenn du gegen einen fast übermächtigen Gegner so viel laufen musst, um sie in Schach zu halten, dann kann so etwas eben einmal passieren“, sah unser Trainer durchaus die Performance seiner Mannschaft als Kräfte raubend an, der zweite Treffer war dann nur noch Draufgabe, denn „wir mussten alles riskieren und dann passieren solche Tore nun einmal.“

Etliche Chancen vergeben

Einen nicht unwesentlichen Grund für die späten Tore der Salzburger sah Gerald Baumgartner vor allem aber in den Möglichkeiten der Bullen. „Sie haben einen qualitativ sehr starken Kader und das konnte man mit ihren Wechseln erkennen, denn damit brachten sie nochmals viel Qualität bzw. Schwung auf den Platz und konnten dadurch das Spiel entscheiden.“

Noch vor den beiden Gegentreffern in der Schlussphase hätte unsere Mannschaft allerdings dem Spiel eine andere Wendung geben können. „Wenn du in Salzburg etwas mitnehmen möchtest, dann musst du entweder zu Null spielen oder eben zumindest einen Treffer erzielen, beides ist uns in diesem Spiel nicht gelungen“, trauerte der Coach den guten Offensivchancen seiner Schützlinge nach.

Fokus auf den Heimspielen

Vor allem im ersten Durchgang hätte es nicht unbedingt mit einem torlosen Remis in die Kabine gehen müssen. „Schade, dass wir in der ersten Halbzeit, wo wir die klareren Chancen vorfanden, nicht den Führungstreffer erzielen konnten. Durch unser gutes Konterspiel, das wir uns für dieses Spiel eigens im Training erarbeitet hatten, und so manche Standardsituation wurden wir das eine oder andere Mal gefährlich.“

Doch in diesem Zusammenhang zeigte sich auch das im Moment größte Problem unserer Mannschaft, nämlich das Verwerten der herausgearbeiteten Möglichkeiten, doch den Auftritt an sich sah der Coach vielversprechend. „Auf der Leistung können wir aufbauen, wir wissen ganz genau, wie wir gegen Salzburg spielen müssen, das ist uns über weite Strecken auch gut gelungen. Das Spiel ist auch schon wieder abgehakt und der Fokus liegt auf den Heimspielen, die wir gewinnen wollen.“

Starke Linzer

Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) kommt es zum ersten von noch zwei Heimpartien vor der Winterpause, denn da empfängt der SV BauWelt Koch Mattersburg die Oberösterreicher vom LASK Linz im heimischen Pappelstadion. Bis dahin gibt es für das Trainer-Team eine wichtige Aufgabe, nämlich „durch gute Regeneration frische Köpfe zu bekommen, um den vollen Fokus auf dieses vorletzte Heimspiel im Jahr 2017 legen zu können.“

Die Linzer haben sich in den letzten Spielen zu einem richtig starken Auswärtsteam entwickelt, die Siege in St. Pölten bzw. Altach sowie die unglückliche Niederlage in Graz sprechen da eine deutliche Sprache, weshalb Gerald Baumgartner einen starken LASK erwartet, denn „sie haben einen guten Kader zusammengestellt mit viel Routine in der Abwehr sowie vielen laufstarken Spielern. Hinzu kommt noch die Euphorie des Aufstiegs, was immer wieder sichtbar wird.“

Große Fortschritte

Das erste Saisonduell im Paschinger Waldstadion endete mit einem Remis. Am Ende hieß es 2:2, doch das Spiel selbst war für den SVM ein Wellental der Gefühle, schließlich lag unsere Truppe im ersten Spielabschnitt schon scheinbar aussichtslos mit 0:2 im Rückstand, kam durch einen Mahrer-Doppelschlag kurz vor der Pause aber wieder zurück und erkämpfte sich am Ende einen nicht unverdienten Punkt.

Aber nicht nur die Schützlinge von Oliver Glasner entwickelten sich von einer Heimmacht zu einem unangenehmen Auswärtsgegner, auch der SVM konnte sich entsprechend weiterentwickeln. „Wir haben auch seit diesem Spiel einen guten Weg eingeschlagen und große Fortschritte gemacht, doch am Samstag wird es vermutlich darauf ankommen, wie frisch unsere Spieler sind, darauf zielt unsere Vorbereitung.“

Kapitän wieder an Bord

Ein Mann wird dann wieder zur Verfügung stehen, nämlich Kapitän Nedeljko Malic, der bisher drei Saisontreffer auf seinem Konto hat und damit unserem Team bereits vier Punkte sicherte. „Es ist immer gut, wenn ein starker Spieler zurückkommt, das ist für uns natürlich ein Vorteil“, weiß Baumgartner um die Qualitäten unserer Nummer 4 vor allem bei Standardsituationen.

Dennoch muss der Coach vermutlich noch die eine oder andere Veränderung vornehmen. „Wir haben so manchen angeschlagenen Spieler in unseren Reihen und wollen natürlich bestmöglich in dieses Spiel gehen. Mit dem jungen Michael Lercher, der es bei seinem Debüt in Salzburg nicht unbedingt leicht hatte, aber seine Sache recht ordentlich machte, haben wir eine zusätzliche Option. Außerdem werden wir in der Offensive frische Kräfte bringen müssen, was wir auch wollen, um gegen den LASK mit voller Motivation ins Spiel zu gehen und alles für einen Heimsieg zu geben.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg - LASK Linz
18. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 02.12.2017, 18.30 Uhr – Pappelstadion
Ref: Christian-Petru Ciochirca
Ass: Robert Setinacher, Gerald Bauernfeind
4O: Alexander Harkam

(30.11.2017)zurück >