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Sind aller guten Dinge drei?

Der SVM hat gute Erinnerungen an das letzte Gastspiel in der Südstadt, schließlich gelang dort ein Sieg

Harte Nuss geknackt

Von einem zarten Pflänzchen sprach Trainer Gerald Baumgartner über das Selbstvertrauen nach dem Auswärtssieg des SV BauWelt Koch Mattersburg im Ernst Happel Stadion beim FK Austria Wien und dieses werde mit jedem weiteren Erfolg wachsen. Umso wichtiger war es für unseren Coach, gleich im ersten Spiel nach der Länderspielpause nachzulegen.

Dazu empfing der SV BauWelt Koch Mattersburg im heimischen Pappelstadion die Vorarlberger vom Cashpoint SCR Altach und konnte dort ihr oberstes Ziel erreichen, nämlich drei Punkte einzufahren. „Wir wussten, dass Altach eine sehr harte Nuss wird, schließlich konnten sie die zusätzliche Belastung aus dem Europacup hinter sich lassen, waren körperlich frisch zu uns gekommen und nahmen sich dementsprechend einiges vor“, zeigte sich der SVM-Coach umso mehr vom Heimsieg begeistert.

Dominanz mit Schönheitsfehler

Denn vor allem eines stärkt das Selbstvertrauen einer Mannschaft am meisten, nämlich Siege. „Es war in unserer Situation enorm wichtig das Spiel zuhause zu gewinnen, denn mit jedem Erfolg wächst dein Vertrauen in deine eigenen Stärken, entwickelt sich das zarte Pflänzchen weiter“, konnte der Salzburger an der Seitenlinie unseres Teams die Bedeutung des Heimdreiers veranschaulichen.

Vor allem aber der Auftritt seiner Mannschaft im ersten Spielabschnitt konnte sich wahrlich sehen lassen, sprach Baumgartner nach dem Abpfiff sogar von einer der besten ersten Halbzeiten seiner Trainertätigkeit hier in Mattersburg, doch dieses Spiel vor dem Seitenwechsel hatte dennoch einen großen Schönheitsfehler. „Nur ein Treffer hat uns gefehlt, denn ansonsten war es ein sehr starker Auftritt, wir dominierten das Spiel.“

Dem Druck Stand gehalten

Mit dem Seitenwechsel kam es dann allerdings zu einem kleinen Einschnitt in dieser Dominanz, die Altacher konnten den Verlauf etwas offener gestalten und wurden einige Male gefährlich. „Daran sieht man, welch starken Kader sie haben, denn mit den Einwechslungen wurden sie stärker, konnten viel Druck erzeugen, doch auch dem konnten wir an diesem Abend Stand halten“, freute sich Gerald Baumgartner.

Der wiederum nahm selbst ein paar personelle Veränderungen im Verlauf des zweiten Spielabschnittes vor, die alle einem Ziel untergeordnet waren. „Wir wollten unbedingt diese drei Punkte holen und haben dementsprechend viel Mut und Risiko bei den Wechseln genommen, was letztlich mit einem wunderschönen Malic-Kopfballtreffer aus einer Ecke auch belohnt wurde. In der Nachspielzeit hätten wir bei einer großen Pink-Chance sogar noch den Sack endgültig zumachen können“, wären die letzten Sekunden wohl etwas entspannter gewesen.

Auf einem guten Weg

Alles in allem war es nach der Länderspielpause ein gelungener Auftakt in die letzten sechs Meisterschaftsrunden vor der Winterpause, unsere Mannschaft ist nun seit drei Spielen ungeschlagen und konnte den zweiten Sieg in Folge feiern, was aber alles andere als ein Zufall war. „Die Mannschaft präsentierte sich in den letzten Wochen sehr stark“, war der Trainer keineswegs überrascht, sondern zeigte sich vielmehr zufrieden über die jüngsten Siege.

Schließlich konnte damit der Anschluss an jene Mannschaften, die in der Tabelle unmittelbar davor liegen, gewahrt werden. „Wir wollen so schnell wie nur möglich einen besseren Tabellenplatz erreichen“, wobei der Coach seine Schützlinge dabei auf einem guten Weg sieht. „Wir haben uns selber in diese unangenehme Tabellen-Situation gebracht und geben im Moment alles dafür, um da schleunigst wieder heraus zu kommen“, zeigt sich Baumgartner stolz.

Die Mannschaft hat dabei ein klares Ziel vor Augen, nämlich „bis Weihnachten so viele Punkte wie möglich zu holen.“ Dazu bedarf es nach Ansicht des Coaches auch weiterhin jener Tugenden wie zuletzt. „Wir müssen teamfähig sein, sprich alle an einem Strang ziehen und am Wochenende alles hineinwerfen, um den nächsten Sieg erreichen zu können“, gibt Gerald Baumgartner die Marschroute vor.

Heimstarke Admiraner

Die Aufgabe ist keine leichte, schließlich gastiert der SV BauWelt Koch Mattersburg am Samstag (18.30 Uhr) beim aktuellen Tabellenvierten FC Flyeralarm Admira in der Südstadt, wo eine heimstarke Mannschaft auf unsere Burschen wartet, die bisher erst ein Heimspiel in dieser Saison verloren hat, was für unseren Coach keine allzu große Überraschung darstellt.

„Die Admira ist eine sehr spielstarke Mannschaft, denn mit ihrer Nähe zu den Wiener Großklubs holen sie immer wieder talentierte Spieler in ihre Reihen, die dort den Durchbruch nicht so geschafft haben, wie es vielleicht erwartet wurde, und sich dann in der Südstadt gut weiterentwickeln können. Da finden sie nämlich tolle Bedingungen für eine vielversprechende Ausbildung vor und das kann man ohnehin an der Tabelle ablesen.“

Viel Qualität vorhanden

Welche Qualität die Niederösterreicher haben, musste unsere Mannschaft nicht zuletzt beim ersten Saisonduell am eigenen Leib erfahren, wo der SVM im Pappelstadion mit 0:5 unterlag, doch das spiegelt auf keinen Fall das Kräfteverhältnis wieder, wie auch der Coach bestätigt. „Da sind wir ganz kalt erwischt worden, war jeder Schuss ein Treffer, doch damals hatten wir noch eine schwierige Phase, aus der wir uns nun gut herausgearbeitet haben.“

Denn wie schon erwähnt lief es in den letzten Wochen nicht nur von der Leistung her gut, auch die Ergebnisse stimmten zuletzt. „Jetzt belohnen wir uns auch endlich für unsere starken Auftritte, das ist ganz wichtig für den Kopf, doch wir müssen ganz klar darauf eingestellt sein, dass wir nun auswärts gegen eine starke Admira ran müssen“, fordert der Coach nun keinen Zentimeter locker zu lassen.

“Werden uns nicht verstecken“

Die Südstadt war in der jüngsten Vergangenheit auch kein schlechtes Pflaster, konnte unser Team in diesem Kalenderjahr dort den ersten Auswärtsdreier einfahren, wobei die damaligen Voraussetzungen etwas anders waren. „Die Admira hatte damals ein Cup-Spiel unter der Woche und deshalb hatten wir ein paar Prozent Vorteile im physischen Bereich auf unserer Seite, was nun nicht der Fall ist“, erinnerte sich Gerald Baumgartner zurück.

Der möchte diesen Sieg keinesfalls kleinreden, sondern vielmehr versuchen auch am Samstag eine ähnliche Performance abzuliefern. „Wir brauchen den richtigen Matchplan, um gegen sie gewinnen zu können und werden uns sicherlich etwas einfallen lassen“, gibt sich der Coach kämpferisch und verspricht auf alle Fälle, dass „wir uns keinesfalls verstecken werden, sondern vielmehr versuchen unser Spiel durchzuziehen, um so viele Punkte wie möglich mitnehmen zu können.“




FC Flyeralarm Admira - SV Bauwelt Koch Mattersburg
16. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 25.11.2017, 18.30 Uhr – BSFZ-Arena, Südstadt
Ref: Andreas Heiß
Ass: Andreas Staudinger, Stefan Gamper
4O: Julian Weinberger

(23.11.2017)zurück >