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"Werden uns auch im Happel-Stadion nicht verstecken"


Gutem Start fehlte ein Treffer

Mit ambitionierten Erwartungen ging der SV BauWelt Koch Mattersburg in das direkte Duell mit dem Tabellennachbarn aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt, dem SKN St. Pölten, und das kam nicht von ungefähr, schließlich zeigte man beim Gastspiel bei Tabellenführer Sturm Graz, trotz einer bitteren Niederlage, eine starke Vorstellung und auch unter der Woche gelang ein souveräner Sieg im Cup-Achtelfinale in Oedt.

Diese Ambitionen merkte man dann auch schon von Beginn weg, wo sich Kapitän Nedeljko Malic und Kollegen ordentlich präsentierten, die Gäste kamen kaum in die Nähe des SVM-Strafraumes, unser Schlussmann Markus Kuster hatte nicht wirklich etwas zu tun. „Wir waren vom Start weg gut in der Partie, was fehlte war einzig ein Treffer um in Führung zu gehen“, schilderte Trainer Gerald Baumgartner.

Gegentreffer kann passieren

Der fiel dann nach einer knappen halben Stunde, doch nicht für unsere Mannschaft, sondern überraschend für die St. Pöltener, denn Rechtsverteidiger David Stec zog aus größerer Distanz ab und traf genau in die lange Ecke, da streckte sich unsere Nummer 1 im Kasten vergeblich. „Er machte einen Haken nach innen, der Schuss wurde noch leicht abgefälscht, aber so etwas kann immer passieren“, wollte Baumgartner dem Gegentreffer nicht all zu viel Bedeutung beiwohnen.

Vielmehr interessierten ihn die eigenen Torchancen, die zwar in der Phase bis zur Pause noch nicht wirklich vorhanden waren, denn „da war St. Pölten mit der Führung im Rücken spielerisch etwas besser als wir, wurde dadurch sicherlich etwas beflügelt, aber dennoch ließen wir ganz wenig von ihnen zu.“ Dieser Gäste-Schwung sollte allerdings nicht all zu lange anhalten.

Neuer Schwung brachte Ausgleich

Mit dem Pausenpfiff und einer aufmunternden Ansprache kamen unsere Burschen wieder zurück auf den Rasen und gaben vom Wiederanpfiff weg bis zum Schlusspfiff klar den Ton an. Auch ein Doppeltausch von Trainer Gerald Baumgartner, der mit Stefan Maierhofer und Markus Pink zwei frische Offensivkräfte brachte, belebte den Angriffsschwung unseres Teams.

Es dauerte auch nicht lange, da machte sich diese Personalrochade rasch bezahlt, denn nach einer Standardsituation traf Markus Pink, nachdem zuvor Kapitän Nedljko Malic noch hauchdünn per Kopf scheiterte, zum völlig verdienten Ausgleichstreffer und damit war die Jagd auf den Heimsieg eröffnet, der jedoch nicht mehr gelingen wollte. Nicht weil es keine Chancen dazu gab, sondern vielmehr wegen der Verwertung jener.

Blick nach vorne richten

„Wenn du selber die Möglichkeiten hast dir gute Chancen herauszuarbeiten und diese dann nicht verwertest, dann brauchst du auch nicht all zu lange über etwaige Dinge wie den Gegentreffer nachdenken“, erläutert der Coach klar, denn „wir hatten die nötigen Optionen, um jene Treffer zu machen. Wir hätten auch schon vor der Schlussphase alles klar machen können“, wollte Baumgartner den vielleicht letzten Matchball von Stefan Maierhofer nicht zu sehr als Ausrede gelten lassen.

Im Endeffekt ist die Analyse unseres Trainers eine klare Sache. „Wir waren über 90 Minuten gesehen die klar bessere Mannschaft und hätten das Spiel auch gewinnen müssen, da gibt es aus meiner Sicht überhaupt keine Diskussion“, sieht es der SVM-Coach eindeutig, dennoch gilt es nun das Spiel abzuhaken und „den Fokus nach vorne zu richten, schließlich geht es weiter.“

„Wollen Druck ausüben“

Bevor in der nächsten Woche die letzte Länderspielpause des Kalenderjahres 2017 auf dem Programm steht gastiert nämlich der SV BauWelt Koch Mattersburg am Sonntag (14.00 Uhr) noch im Ernst Happel Stadion, wo der FK Austria Wien im Moment seine Heimspiele austrägt. Dort geht es wieder um drei Punkte und unsere Mannschaft wird alles versuchen bestmöglich abzuschneiden.

„Drei Punkte wären schon eine tolle Sache, vor allem für unser Selbstvertrauen aber auch für unser eigenes Torkonto“, findet Gerald Baumgartner schnell gute Gründe für einen Erfolg dort. „Wir werden die Mannschaft jedenfalls bestmöglich einstellen und versuchen von Beginn weg Druck auf die Austria auszuüben, schließlich wollen wir uns im Ernst Happel Stadion auch nicht verstecken“, ergänzte der Coach.

Mit beherztem Auftritt punkten

Trotzdem ist für den Ex-Veilchen-Coach die Rollenverteilung klar verteilt. „Die Austria ist der klare Topfavorit, sie spielen international und haben einen starken Kader.“ Was die Wiener drauf haben zeigten sie unlängst erst am Donnerstag-Abend im Auswärtsspiel der Europa League beim kroatischen Doublegewinner HNK Rijeka, wo sie einen 4:1-Auswärtserfolg holten.

Die Bilanz der letzten Spiele gegen die Austria unterstreicht zwar die klare Ausgangslage, denn in den jüngsten 14 Duellen gab es 13 Niederlagen und lediglich ein Remis für unsere Mannschaft, doch dieser Statistik möchte Baumgartner keine große Aufmerksamkeit schenken, denn „wir haben die Mittel, um ihnen weh zu tun und werden mit einem beherzten Auftreten versuchen Punkt(e) mitzunehmen.“

Fokussiert und konzentriert auftreten

Trotz der scheinbar aussichtslosen Zahlen waren nämlich die Begegnungen in den letzten Monaten alles andere als klare Angelegenheiten für den amtierenden Vizemeister. „Da waren immer wieder individuelle Fehler unsererseits dabei, die es ihnen leichter machten Tore zu erzielen und genau die wollen wir im aktuellen Kräftemessen möglichst abstellen“, gibt der Coach die Marschroute vor.

Dass es nicht immer komplett möglich ist über die volle Distanz perfekt zu agieren ist Gerald Baumgartner klar, denn „Fehler gehören im Fußball dazu, sind ganz normal, doch sie sollten nicht immer gleich mit Gegentoren bestraft werden.“ Deshalb hat der SVM-Cheftrainer ein gutes Stilmittel parat, nämlich „fokussiert und konzentriert ans Werk gehen, das wäre schon einmal eine sehr gute Grundvoraussetzung, um unser Ziel zu schaffen.“




FK Austria Wien - SV Bauwelt Koch Mattersburg
14. Runde der tipico-Bundesliga
Sonntag, 05.11.2017, 14.00 Uhr – Ernst Happel Stadion, Wien
Ref: Ing. Sebastian Gishamer
Ass: Roland Riedel, Jasmin Sabanovic
4O: Alexander Harkam

(03.11.2017)zurück >