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SVM auf Punktejagd ins Lavanttal


Leistung im Vordergrund

Knapp zwei Wochen ist es her, dass der SV BauWelt Koch Mattersburg sein letztes Pflichtspiel absolvierte, die Länderspielpause machte es möglich, wieder kurz durchzuschnaufen, die Akkus aufzuladen und sich vor allem eine kleine Auszeit vom Ligaalltag zu gönnen, um dann wieder gestärkt an die kommenden Aufgaben herangehen zu können.

Alleine nach dem letzten Heimspiel gegen Rapid hatte vermutlich so mancher in der SVM-Familie etwas gebraucht, um die kuriose 0:1-Niederlage zu verdauen. Bei der Mannschaft hingegen hatte es keine all zu große Rolle mehr gespielt, wie der Trainer bestätigte. „Das haben wir eigentlich schnell abgehakt und nicht mehr lange darüber nachgedacht“, versicherte Gerald Baumgartner, für den ohnehin ein anderer Aspekt im Vordergrund stand.

Mit ordentlich Gas viel möglich

„Handtor hin oder her, das Ergebnis war sicherlich sehr enttäuschend für uns, doch im Gegensatz dazu die Leistung gut“, erläuterte der Coach, denn „obwohl es sehr schade ist, dass wir gegen Rapid verloren haben, konnten wir sie bis zum Schluss fordern und vielmehr erkennen, wenn wir ordentlich Gas geben bzw. so auftreten, die Möglichkeit haben, Rapid voll zu fordern und das steht im Vordergrund.“

Um nicht ganz aus dem Spielrhythmus zu kommen, fand in der Vorwoche ein Test statt, wo unsere Mannschaft bei Regionalliga Ost-Klub SKU Amstetten einen 2:0-Sieg feiern konnte. „Das war ein normaler Teil des Trainings, das wollen wir gar nicht zu sehr überbewerten. Wir haben zu Null gespielt, einige Spieler konnten wieder Spielpraxis sammeln und das ist im Großen und Ganzen der Sinn der Sache“, so Baumgartner.

Kein Rückstand wie zuletzt

Unsere Burschen haben laut ihrem Coach eine gute Trainingswoche hinter sich gebracht und blicken voll motiviert dem nächsten Spiel am Wochenende entgegen. Dies führt den SV BauWelt Koch Mattersburg jenseits des Packsattels nach Kärnten zum RZ Pellets WAC, wo das erste von zwei Auswärtsspielen in Folge auf unsere Mannschaft wartet und dieses soll auf keinen Fall jene Dramatik vom Frühjahr wiederholen.

Damals lag der SVM in Wolfsberg bereits mit 0:2 im Rückstand und konnte nach einer tollen Aufholjagd in der Schlussphase noch einen nicht unverdienten Punkt aus Kärnten mitnehmen. „Das waren schon sehr kuriose Treffer und wir wollen dieses Mal auf keinen Fall mit zwei Toren im Rückstand sein, doch der WAC ist eine ungut zu spielende Mannschaft, gerade in Kärnten, wo sie, ähnlich wie wir, ein euphorisches Publikum haben, das ihre Truppe lautstark unterstützt.“

Gesicherte Abwehr mit schnellen Spitzen

Da hilft auch nur begrenzt, dass der letzte SVM-Ligasieg in diesem Kalenderjahr just das Heimspiel gegen die Wolfsberger war. „Zuhause sind sie natürlich ein paar Prozent stärker als auswärts, obwohl sie zuletzt auch etwa bei Rapid eine gute Leistung gezeigt hatten und nur knapp unterlagen“, weiß der SVM-Coach ganz genau über den kommenden Gegner Bescheid und kennt auch die Stärken der Kärntner.

„Das ist eine Mannschaft, die in erster Linie aus einer gesicherten Abwehr heraus versucht hinten kompakt zu sein, um dann in ihrem 4-4-2 mit ihren zwei schnellen Spitzen dem Gegner die entsprechenden Probleme zu bereiten“, analysierte Gerald Baumgartner, der jedoch auch von seinen Schützlingen überzeugt ist, vor allem wenn es um die Leidenschaft auf dem Spielfeld geht.

Klares Ziel vor Augen

„Leidenschaft ist aus meiner Sicht nicht verhandelbar, davon brauchen wir eine große Portion, aber das ist auch eine unserer Stärken“, erläuterte der SVM-Coach, der einen klaren Plan verfolgt. „Wir müssen natürlich hinten kompakt sein, im Zentrum die Räume eng halten und entsprechend zustellen. Wenn dann der Ball nach vorne gespielt wird heißt es aber auch rasch raus- bzw. nachrücken, eben zusammenfassend die Basics auf dem Spielfeld umzusetzen.“

Gelingt unserem Team dies am Samstag (18.30 Uhr) in der Lavanttal-Arena in Wolfsberg, dann wird es vermutlich ein gutes Ende nehmen, denn „wir gastieren bei einer Mannschaft, wo wir durchaus punkten können und das ist auch unser erklärtes Ziel“, versicherte Baumgartner, der jedoch nicht zu sehr auf den Gegner blickt, sondern vielmehr auf die Leistung der eigenen Truppe vertraut.

Balsam auf die Wunden

„Bringen wir unseren Plan auf den Platz und können unsere Leistung abrufen, dann haben wir gute Chancen gegen den WAC zu punkten. Unsere Mannschaft ist gut drauf, vor allem ein Patrick Bürger hat zuletzt unter Beweis gestellt, dass die Formkurve passt, ich hoffe er kann dies im kommenden Spiel in Form von Toren bestätigen“, wünscht sich der Trainer den einen oder anderen Treffer.

Schließlich wäre es von der Tabellensituation nicht ganz falsch wieder einen Dreier einzufahren. „Der wäre extrem wichtig und ich traue es der Mannschaft auch zu 100 Prozent zu, denn wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, haben wir dort gute Chancen als Sieger vom Platz zu gehen. Und so ein Sieg wäre Balsam auf die vielleicht kleinen Wunden der letzten Spiele.“




RZ Pellets WAC - SV Bauwelt Koch Mattersburg
11. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 14.10.2017, 18.30 Uhr – Lavanttal-Arena, Wolfsberg
Ref: Julian Weinberger; Ass: Andreas Heidenreich, Mag. Sebastian Gruber 4O: Josef Spurny

(12.10.2017)zurück >