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Rapid-Heimspiel als Auftakt zum zweiten Saisonviertel


Kompakte Parndorfer machten es nicht leicht

Das Cup-Spiel des SV BauWelt Koch Mattersburg unter der Woche in der zweiten Runde des UNIQA ÖFB-Cups war durchaus eine Geduldsprobe, denn beim Gastspiel in Parndorf musste unsere Mannschaft lange auf den ersten Treffer warten, was auch zu einem großen Teil am kompakten Spielstil des Regionalligisten lag, der es unserer Mannschaft von Beginn weg nicht leicht machte.

„Da der Gegner mit zehn Leuten vor dem eigenen Tor gestanden ist, war es für uns sehr schwer durchzukommen“, sah Trainer Gerald Baumgartner die Problematik in diesem Spiel deutlich, seine Schützlinge hätten es aber durchaus auch einfacher haben können, denn schon in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten fanden sie gute Möglichkeiten vor, um in Führung zu gehen.

Tolle Chancen zu Beginn

„Die Pink-Chance nach nur wenigen Minuten war eine tolle, da hätten wir durchaus in Führung gehen können, aber auch die Standards waren gut getreten und bei einem Jano-Kopfball retteten die Parndorfer beinahe auf der Linie“, erinnerte sich der SVM-Coach an so manche Möglichkeit auf einen etwaigen raschen Treffer zurück, konnte aber dennoch mit dem Auftritt seiner Schützlinge zufrieden sein.

„Wir hatten eigentlich über die gesamte Spielzeit hinweg das Geschehen im Griff gehabt und bis auf die umstrittene Elferszene auch nicht wirklich viel zugelassen. Dann kam ein wenig Hektik hinein, da die Gastgeber noch einmal Lunte rochen und ihrerseits alles versuchten“, was aber nicht mehr reichen sollte, denn mit Ausnahme dieses Anschlusstreffers kam im Grunde kein wirklich fordernder Ball auf den Kasten von Markus Kuster.

Starke Defensivleistung

„Durch die eine oder andere Flanke wurde es im Strafraum vielleicht gefährlich, doch auch das konnten wir im Endeffekt gut verteidigen“, lobte Baumgartner die Defensivarbeit unserer Mannschaft, die spätestens nach dem Führungstreffer durch einen Jano-Kopfball auf die Siegerstraße einbog. „Dann haben wir uns das nicht mehr nehmen lassen“, analysierte der Coach trocken.

Und lag mit seiner Einschätzung auch keinesfalls daneben, denn mit dem zweiten Treffer durch Kapitän Nedeljko Malic schien die Sache endgültig erledigt, ehe ein Elfmeter der Hausherren. Doch auch danach hätte es keine große Spannung mehr geben müssen, denn Rene Renner hatte, nach einem Prevljak-Zuspiel, alleine vor dem Schlussmann die große Chance auf das 3:1, scheiterte jedoch.

Cupspezialist an der Linie

So blieb es eben vom Ergebnis her bis zum Abpfiff spannend, doch das gehört für unseren Coach in gewisser Weise einfach dazu. „Wie man weiß, hat der Cup eben seine eigenen Gesetze, das wissen nicht viele besser als ich“, erinnert Baumgartner an seinen Überraschungscoup mit Drittligist Pasching vor vier Jahren. Generell kann unser Coach eine sehr gute Bilanz im Cup vorweisen, musste sich in 18 Partien nur einmal geschlagen geben, nämlich beim Finale 2014 mit St. Pölten gegen Salzburg.

Am Ende zählt oftmals viel mehr die mentale, als die spielerische Komponente. „Du musst die richtige Mentalität bis zum Schlusspfiff auf den Platz bringen, um solche Cup-Fights erfolgreich für dich zu entscheiden“, weiß Baumgartner aus eigener Erfahrung und „ das haben wir mit einer guten Leistung erreicht, sind nun eine Runde weiter und können mit einem positiven Gefühl in die kommenden Aufgaben gehen.“

Spielerisch starke Hütteldorfer

Die nächste davon steht schon vor der Haustür, denn am kommenden Samstag (18.30 Uhr) geht es im letzten Spiel vor der nächsten Länderspielpause im heimischen Pappelstadion gegen Rekordmeister SK Rapid Wien und da wartet erneut keine leichte Aufgabe, schließlich befinden sich die Hütteldorfer wieder im Aufwind und konnten in der vergangenen Runde als einzige Mannschaft drei Punkte einfahren.

„Rapid ist eine sehr gute Mannschaft in Österreich, sie haben einen starken Kader, sind läuferisch und auch spielerisch extrem stark“, analysiert der SVM-Coach den nächsten Gegner, sieht aber dennoch keinen übermächtigen Gegner ins Pappelstadion kommen, denn der Schlüssel zum Erfolg liegt aus Sicht unseres Trainers nicht zu sehr bei den Gästen, sondern vielmehr im Rahmen der eigenen Leistung.

Eigene Leistung als wichtiger Indikator

„Es liegt in erster Linie an uns, wie wir Rapid ins Spiel kommen lassen. Das heißt, wir müssen ein Mittel finden, um es ihnen so schwer wie nur möglich zu machen“, erläuterte Gerald Baumgartner, der dazu auch den einen oder anderen Lösungsvorschlag parat hat. „Das geht im Grunde zunächst über die nötige Laufarbeit, die aller Voraussicht nach sehr hoch sein muss.“

Aber nicht nur die Bewegung gegen, sondern auch jene mit dem Ball muss passen. „Bei Ballbesitz selber aktiv zu werden wird ein weiterer wichtiger Faktor sein, klappt das zusammen, dann können wir auch gegen Rapid punkten“, schildert der SVM-Trainer und kann da auch auf den Saisonauftakt verweisen, wo es im Allianz-Stadion ein 2:2 gab. „Rapid tut sich gegen uns immer schwer, diese Tatsache müssen wir zu unseren Gunsten ausnutzen.“

Mehr Punkte als Ziel

Klingt ja vielversprechend, doch Garantie ist das noch lange keine. Nach dem noch unglücklichen 1:2 gegen Salzburg, wo ein Aufwärtstrend schon klar erkennbar war, und dem folgenden 2:2 beim LASK sowie dem 2:1 in Parndorf konnte unsere Mannschaft auch von den Ergebnissen her wieder ein wenig in die Erfolgsspur zurückfinden, auch wenn sich der Coach im nun beginnenden zweiten Saisonviertel mehr erwartet.

„Wir müssen nun in den zweiten neun Runden einfach mehr Punkte holen, doch das wissen wir alle. Mit dem Heimspiel gegen Rapid haben wir zwar einen schwierigen Gegner vor der Brust, doch die Mannschaft ist schon wieder mehr auf Kurs und kann mit einer ähnlichen Leistung wie zuletzt gegen Salzburg sicherlich gegen den Rekordmeister anschreiben“, ist der Coach überzeugt.

Stärke bei ruhenden Bällen zurück

Ein probates Mittel dazu kam in den letzten zwei Pflichtspielen wieder zurück, was davor allerdings nicht so gut klappte, und immer wieder ein wichtiger Faktor sein kann, nämlich die Standardsituationen. „Das haben wir eigentlich seit dem Sommer explizit und auch häufig trainiert, weil wir eben auch die Spieler dazu haben, um gefährlich zu sein“, wunderte sich Baumgartner ein wenig, warum es dann erst in den jüngsten Spielen funktionierte.

Nichts desto trotz können diese Situationen Spiele entscheiden, was aus Sicht unseres Mannes an der Seitenlinie zwei wichtige Faktoren voraussetzt. „Erstens benötigst du gute Schützen, die den Ball zur Mitte bringen und auch entschlossen in den Raum laufende Akteure in der Mitte, die den Ball attackieren“, erläuterte Baumgartner, den besonders freute, dass „wir dies gegen eine tiefstehende Parndorfer Mannschaft ebenso nutzen konnten wie gegen eine in diesem Bereich exzellent agierende Top-Mannschaft wie dem LASK.“

Hilfe von außen

Das Heimspiel gegen die grün-weißen Kollegen aus der Bundeshauptstadt ist immer wieder ein Highlight im Spielkalender des SVM, noch dazu wenn es, so wie heuer, zu einem günstigeren Termin als noch im Vorjahr (Ende November unter der Woche) stattfindet, denn die Stimmung im Stadion ist bekanntlich sehr gut, da viele Rapid-Anhänger aus Nah und Fern ins Pappelstadion kommen.

Trainer Gerald Baumgartner wünscht sich deshalb auch eine dementsprechende Unterstützung für seine Schützlinge und zählt hier voll auf die SVM-Familie. „Rapid ist eben jene Mannschaft, die immer in ganz Österreich Fußballinteressierte anzieht und viele Zuseher anlockt. Samstag-Abend um 18.30 Uhr ist ein toller Termin und ich hoffe, dass dementsprechend viele unserer Fans ins Stadion kommen, um uns als zwölfter Mann zu helfen gegen Rapid zu bestehen.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg - SK Rapid Wien
10. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 30.09.2017, 18.30 Uhr – Pappelstadion
Ref: Manuel Schüttengruber; Ass: Mag.(FH) Stefan Kühr, Maximilian Weiß 4O: Alexander Harkam

(28.09.2017)zurück >