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"Müssen uns wieder alles hart erarbeiten"

Die Erinnerungen an das letzte Duell können zusätzlichen Auftrieb geben

Leistung okay, Ergebnis keinesfalls

Mit ambitionierten Zielen ging es vor der Länderspielpause quer durch Österreich in den Westen des Landes, zum Cashpoint SCR Altach, wo der SV BauWelt Koch Mattersburg unbedingt punkten wollte, was am Ende aber nicht gelang. Denn trotz einer ansprechenden Vorstellung standen unsere Burschen, nach einem äußerst bitteren Gegentreffer und einigen guten Ausgleichsmöglichkeiten, am Ende dennoch mit leeren Händen da.

Das passte allerdings auch ein wenig zu den Spielen davor, wo das Ergebnis oftmals nicht der gezeigten Leistung entsprach, beim Gastspiel im Ländle hingegen fiel es noch am bittersten aus. „Für ein Auswärtsspiel war das schon eine sehr gute Leistung, aber wenn du, trotz guter Chancen, keinen eigenen Treffer erzielst und auch noch den Gegentreffer selber machst, dann kannst du mit dem Ergebnis von 0:1 überhaupt nicht zufrieden sein“, analysierte Trainer Gerald Baumgartner.

Länderspielpause für intensive Arbeit genutzt

Der hatte nun zusammen mit seinen Betreuerkollegen in der Länderspielpause zwei Wochen Zeit, um unsere Mannschaft wieder ein wenig auf Vordermann zu kriegen, die jüngste Vergangenheit auszublenden bzw. abzuhaken und für die anstehenden Aufgaben vorzubereiten, was aus der Sicht des Cheftrainers auch durchaus gut gelang, wie Baumgartner selbst bestätigt.

„Wir haben in den vergangenen Trainingstagen gut gearbeitet. Vor allem im taktisch-technischen Bereich konnten wir dabei einige Fortschritte machen, aber auch bei den Standardsituationen und auch in punkto Power bzw. Kondition konnten wir ein wenig zulegen“, erläuterte der Salzburger an der SVM-Seitenlinie, der dazu auch zwei Testpartien einschob.

Testsiege als Antrieb

Denn in der Vorwoche ging es am Wochenanfang zunächst gegen Regionalligist SC Neusiedl am See, ehe am Freitag der ungarische Erstligist SC Paksi auf den SVM traf. Beide Partien konnten erfolgreich bestritten werden, noch dazu mit demselben Ergebnis, denn sowohl gegen die Nordburgenländer als auch die Gäste aus Ungarn setzte sich unsere Mannschaft am Ende mit 2:0 durch.

„Die zwei Spiele waren sehr wichtig für uns, denn sie gaben zum einen jenen Spielern, die in letzter Zeit nicht so viel zum Einsatz kamen, die Möglichkeit wertvolle Minuten zu sammeln und auf der anderen Seite den Leuten aus der Stammformation die Möglichkeit im Spielrhythmus zu bleiben“, erläuterte Trainer Gerald Baumgartner die Beweggründe für diese eingeschobenen Partien.

Befinden uns auf einem guten Weg

Einige Erkenntnisse konnte der erfahrene Coach auch für die kommenden Aufgaben herausfiltern, denn „wir konnten beide Matches positiv gestalten, noch dazu sowohl gegen Neusiedl als auch die Ungarn zu Null spielen. Doch vielmehr freut es mich, dass sich alle Spieler auf einem guten Weg befinden, auch jene, die bisher nicht so gut in Form waren, haben wieder einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht.“

Somit kann der SVM-Coach durchaus positiv in die Zukunft blicken, was auch schon in naher Zukunft erkennbar und ebenfalls in der Tabelle ersichtlich sein soll. „Ich bin positiv gestimmt, dass wir am kommenden Spieltags-Wochenende eine sehr gute Leistung abrufen können und, wenn wir noch das eine oder andere Prozent zulegen, auch die drei Punkte holen werden, was wir uns auch zum Ziel gesetzt haben.“

Alle ziehen mit

Die Aufgabe ist jedoch eine sehr spannende, schließlich gastiert am Samstag (18.30 Uhr) mit dem FC Flyeralarm Admira der unmittelbar vor uns liegende Tabellennachbar bei uns im Pappelstadion. Noch dazu gab es da in den letzten sechs Duellen jeweils zu Null-Siege, zwei davon für den SVM aber auch gleich vier für die Südstädter, was vor allem den Verdacht aufwirft, dass der erste erzielte Treffer auch dieses Mal entscheidend sein könnte.

Dies möchte Gerald Baumgartner allerdings so nicht gelten lassen. „Statistiken sind so eine Sache, Tatsache ist aber, dass wir uns jetzt wieder alles hart erkämpfen müssen und das werden wir auch tun. Die Mannschaft ist sehr positiv auf das kommende Meisterschaftsspiel eingestellt, alle ziehen zu 100% mit und jeder weiß, was zu tun ist“, schildert der Cheftrainer die aktuelle Lage im Team.

Aktiv und aggressiv in die Zweikämpfe gehen

Gegen einen selbst erzielten ersten Treffer hätte der Coach aber dennoch nichts einzuwenden. „Das hängt sicherlich zu einem Großteil auch vom Spielglück ab, doch so eine Führung würde unserer Mannschaft schon ganz gut tun und diese wollen wir auch als Matchplan ausgeben.“ Wie dies auch erfolgreich geschehen soll, davon ist Baumgartner felsenfest überzeugt.

„Wir müssen vorne gut draufgehen, aktiv und aggressiv in die Zweikämpfe kommen. Gelingt uns all das, dann bin ich absolut überzeugt, dass ein sehr gutes Ergebnis machbar ist.“ Gedanken an das letzte Duell dürften da ziemlich hilfreich sein, denn da setzte sich unsere Mannschaft in der Südstadt mit 2:0 durch. „Das war schon speziell, der erste Auswärtssieg nach einer gefühlten Ewigkeit.“

Jeder Sieg gibt dir Selbstvertrauen

Dennoch ist das kommende Spiel eines, wo aus Sicht unseres Coaches zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinandertreffen. „Das wird eine ganz harte Nuss werden, aber wir wollen auf alle Fälle gewinnen und den Matchplan darauf ausrichten“, erläutert Baumgartner, der allerdings, trotz der Tendenz beider Teams erst recht spät mit dem Toreschießen in dieser Saison zu starten, von keinem Geduldspiel sprechen möchte.

„In Altach war es gewissermaßen eines, aber wenn du eben vorne keine Chance nutzt und dich hinten noch selber schlägst, dann spielst du dem Gegner natürlich in die Karten. Das ist jedoch abgehakt und soll auch nicht so schnell noch einmal passieren“, woran auch in den vergangenen Trainingseinheiten gearbeitet wurde. „Wir haben zwei zu Null-Siege einfahren können und jeder Sieg gibt dir Selbstvertrauen, das sieht man auch im Training. Ich bin überzeugt, wenn wir unsere Leistung abrufen, dann werden wir drei Punkte holen.“

Mannschaft brennt auf drei Punkte

Die wären auch nicht gerade unwichtig, schließlich heißt es mit vollen Punkten den Kontakt nicht an das Mittelfeld zu verlieren. „Da wollen wir auf alle Fälle dranbleiben, noch dazu geht es eben gegen einen unmittelbaren Konkurrenten, der auch in einer ähnlichen Situation ist wie wir. Sie haben auch den einen oder anderen guten Spieler verloren, sind spielerisch vielleicht ein wenig stärker, doch wir haben ebenfalls einiges drauf und wollen das auch zeigen.“

Personell bekam unser Coach mit Michael Lercher einen jungen Defensivspieler neu dazu, dennoch könnte es hinten zu einigen Engpässen kommen. „Uns steht zwar mit Nedeljko Malic wieder ein wichtiger Mann zur Verfügung, aber mit der Sperre von Alois Höller und dem einen oder anderen angeschlagenen Spieler kann es hinten durchaus zu Umstellungen kommen. Wir werden sehen, wer bis Samstag fit ist, werden aber eine gute Mannschaft auf den Platz bringen, die darauf brennt drei Punkte zu holen.“




SV Bauwelt Koch Mattersburg - FC Flyeralarm Admira
07. Runde der tipico-Bundesliga
Samstag, 09.09.2017, 18.30 Uhr – Pappelstadion
Ref: Christopher Jäger; Ass: Roland Riedel, Jasmin Sabanovic 4O: Felix Ouschan

(07.09.2017)zurück >