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Doppelschlag brachte verdienten Punkt in Hütteldorf










Bei sehr heißen Temperaturen im „Dampfkessel“ namens Allianz Stadion schickte Trainer Gerald Baumgartner die Erfolgself vom ersten Saisonpflichtspiel, dem Cup-Auftritt in Saalfelden, auf den Rasen in Wien-Hütteldorf und die legte auch gleich ambitioniert los, denn schon nach wenigen Minuten gab es eine tolle Freistosschance nachdem Julius Ertlthaler unsanft gestoppt wurde (3.).

Der fällige Freistoss wurde von Jano allerdings zu zentral getreten (4.), doch in der Anfangsphase, in der der SVM mehr vom Spiel hatte, waren es aber auf beiden Seiten eher die Distanzschüsse, die für Gefahr sorgten. So ging unter anderem ein Keles-Schuss genau auf SVM-Schlussmann Markus Kuster (7.). Auch von der Seite kam die eine oder andere gefährliche Hereingabe zur Mitte.

Richtig Fahrt nahm die Partie dann Mitte der ersten Spielhälfte auf, denn da prüfte Thomas Murg unseren Schlussmann mit einem satten Schuss, doch Markus Kuster parierte glänzend (21.). Ein Novak-Foulspiel sorgte dann für einen kleinen Tumult, der mit einer Roten Karte endete, doch nicht für den Kärntner im SVM-Dress sondern für Rapidler Joelinton, der nach dem Novak-Vergehen nach trat und das vor den Augen des aufmerksamen Schiedsrichters (24.).



Die Fortsetzung der Aktion war dann der Freistoss des ursprünglichen Vergehens, Stephan Auer trat aus etwa 18 Metern an, schoss zunächst in die Mauer, doch sein zweiter Versuch passte genau in die rechte Ecke (25.). Mit einem Mann weniger auf dem Spielfeld verlagerten sich die die Hausherren jedoch eher auf das Kontern, stellten sich in der Defensive kompakt auf, überließen unserem Team weitestgehend den Platz und lauerte auf Fehler.

Die kamen hin und wieder auch vor, so etwa bei einer unglücklichen Annahme von Cesar Ortiz, doch Eren Keles konnte diesen Ballverlust im Spielaufbau nicht nutzen, schoss über die Latte (32.). Der SVM hingegen versuchte schnell in die Spitze zu kommen, gelang auch einige Male, doch der richtige Abschluss fehlte, so etwa auch bei Julius Ertlthaler, der bei einem herrlichen Angriff über mehrere Stationen zu lange zögerte (35.).

Markus Kuster konnte sich in der Schlussphase des ersten Durchganges aber noch einmal auszeichnen, denn nach einem Heber von Steffen Hofmann an die Strafraumgrenze kam Stefan Schwab zum Schuss, zögerte auch nicht lange, doch der SVM-Goalie verhinterte mit einer sehr starken Parade den zweiten Gegentreffer (44.). So ging es mit einem bitteren 0:1 aus SVM-Sicht in die Kabine.



Nach dem Seitenwechsel erhöhte Gerald Baumgartner das Risiko, brachte schon zur Pause mit Smail Prevljak und kurz danach mit Markus Pink zwei frische Offensivkräfte. Dies sollte sich zunächst aber noch nicht auszahlen, denn der SVM hatte in der Vorwärtsbewegung nicht viel Platz zur Verfügung. Rapid stellte hinten kompakt zu und überließ dem SVM den Ball, lauerte vielmehr auf Fehler.

Die erste nennenswerte Aktion hatte dennoch der SVM durch Andreas Gruber, denn der trat zu einem Freistoss aus etwa 35 Metern an und verfehlte mit seinem Hammer nur hauchdünn das Tor, der Ball streifte noch leicht die Latte sowie das obere Tornetz (53.). Auf der Gegenseite kamen die Gastgeber durch eine erneute Standardsituation zu deren zweiten Treffer, Maximilian Wöber traf per Kopf nach einer kurz abgespielten Ecke (57.).

Trotz eines 0:2-Rückstandes gab sich unsere Mannschaft keineswegs geschlagen, sondern versuchte vielmehr weiter nach vorne zu agieren. Je weiter das Spiel voranschritt desto müder wirkten die Rapidler, der SVM sah etwas frischer aus und nutzte diese körperlichen Vorteile aus. Speziell über die Flügel wurde viel Druck erzeugt, so auch bei einer starken Kombination von Florian Hart auf Andreas Gruber, dessen scharfe Hereingabe allerdings beim Schlussmann endete (55.).



Auch bei Standardsituationen wurde es im Rapid-Strafraum immer gefährlicher, das lag auch daran, dass Gerald Baumgartner mit Patrick Bürger sogar die vierte Spitze auf das Spielfeld brachte. Ein Jano-Kopfball nach einer Gruber-Ecke ging genauso knapp am Tor vorbei (63.), wie kurz danach eine Flanke auf den Kopf von Stefan Maierhofer, der allerdings hauchdünn über die Latte köpfte (65.).

Die Bemühungen des SVM sollten sich aber alsbald bezahlt machen, denn nach einem herrlichen Ortiz-Pass genau in den lauf von Smail Prevljak schob dieser die Kugel an Goalie Strebinger vorbei zum Anschlusstreffer (74.). Da waren ja noch über eine Viertelstunde zu spielen und der SVM legte nach. Zwar wurde, nach einem weiten Höller-Einwurf und anschließender Major-Kopfballverlängerung, ein Bürger-Fallrückzieher noch über die Latte gewehrt (79.), die anschließende Ecke brachte aber den Ausgleich.

Stefan Maierhofer behielt bei einem Gestocher im Strafraum, nach einer Gruber-Ecke, den Durchblick und drückte den Ball über die Linie (79.). In der Schlussphase wollten beide Mannschaften noch den Siegestreffer, ein Pink-Volley fand aber ebenso nicht den Weg ins Tor (86.), wie ein Schaub-Versuch (88.). Am Ende wurden aber verdient die Punkte geteilt.


Aufstellungen

SK Rapid Wien

Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Wöber, Schrammel; Auer, Schwab; Murg (66. Schaub), St. Hofmann (75. Sobczyk), Keles (82. Bolingoli); Joelinton

SV BauWelt Koch Mattersburg

Kuster; Hart, Ortiz (75. Bürger), Rath, Novak (51. Pink); Erhardt, Jano; Höller, Ertlthaler (46. Prevljak), Gruber; Maierhofer

Das Durchschnittsalter der SVM-Startelf betrug 26.00 Jahre; Ö-Anteil: 82%


Rote Karte
Joelinton (24./T)

Gelbe Karten
Sonnleitner (87./F) bzw. Rath (39./F), Höller (81./U)

p>Torfolge
1:0 (25.) Auer
2:0 (57.) Wöber
2:1 (74.) Prevljak
2:2 (79.) Maierhofer

Spieldaten
11 Torschüsse 11
49% Ballbesitz (Anteil Zuspiele)
51%
54% Zweikampfquote
46%
73% Passquote
79%
5 Ecken
5
9 Flanken aus dem Spiel
12
0 Abseits 8
16
Fouls am Gegenspieler
22
Top-Spieler
S. Auer* (2) Torschüsse Jano (3)
S. Auer (3) Torschussvorlagen A. Gruber (3)
S. Schwab (73) Ballkontakte F. Hart (66)
M. Wöber (92%) Zweikampfquote
M. Pink (64%)
T. Schrammel* (2)
Flanken aus dem Spiel
A. Gruber (6)

* = mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

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